Zwischenbericht CewePro-Software 2.0

ceweproNachdem in der letzten Woche dann doch die Beta der neuen Cewe-FotobuchPro-Software 2.0 an die Betatester verteilt wurde kann ich heute einen ersten Eindruck über die Software geben. Die Wünsche und Erwartungen waren natürlich groß, nachdem die neue Version so lange auf sich warten ließ.

Was ist neu?

cewe01

Tja, da war ich schon mal etwas enttäuscht. Schon die Oberfläche nach dem Start ähnelt der alten Version fast aufs i-Tüpfelchen. Das heißt natürlich auch, dass sich in Punkto Funktionsumfang nicht so sonderlich viel getan hat. Für diese lange Zeit, die die neue Version auf sich hat warten lassen, schon etwas mager.

cewe2

Ein Highlight der neuen Software ist natürlich die Upload-Funktion, das heißt, man kann das Fotobuch direkt online bestellen und muss nicht mit einer CD in einen Laden laufen. Du denkst jetzt vielleicht: “Meine alte Fotobuchsoftware kann das schon lange…”. Stimmt, leider konnte es die alte Cewe-Pro-Software nicht. Aus diesem Grund habe ich sie auch nicht mehr eingesetzt, nachdem ich ein Testbuch erstellt hatte.

cewe3

Weiterhin ist als “besonderes Highlight” (O-Ton Cewe) der Cewe-Editor genannt. Erst einmal war es etwas schwierig, den zu finden. Als ich ihn geöffnet hatte, war ich schon positiv überrascht. Er bietet einige interessante Grundfunktionen zur Bildbearbeitung. Tonwertkorrektur, Gradationskurve und Farbballance. Die Tonwertkorrektur ist erst einmal etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man Photoshop oder Gimp gewohnt ist, aber Farbballance und Gradationskurve sind identisch mit den genannten Programmen. Das bringt mich am Ende auch zu der Erkenntnis, dass diese Neuerung sicher eine ist, die wahrscheinlich kaum jemand nutzen wird. Wer die Pro-Software einsetzt, der kennt sich sicher auch mit Bildbearbeitung aus und bearbeitet seine Fotos mit ziemlicher Sicherheit vor der Fotobucherstellung in Photoshop, GIMP oder einem anderen Programm und nicht in Cewe-Pro. Außerdem fehlt hier unbedingt noch die lokale Korrekturmöglichkeit. Ich kann die Funktionen immer nur komplett auf das ganze Bild anwenden, nicht auf bestimmte Bildbereiche. Für Anfänger reicht das sicher aus, aber die verwenden nicht die Pro-Software.

Eine wirklich interessante und nützliche Neuerung wird die endgültige Version 2.0 noch haben. Hilfslinien lassen sich einblenden. An diesen Hilfslinien kann man die Fotos der einzelnen Seiten besser ausrichten. Leider gibt es diese Hilfslinien nicht in der momentanen Betaversion.

Die Fotobuchsoftware Pro wird als Windows- und Mac-Version verfügbar sein. Laut Cewes Aussage steht aber der Termin der Veröffentlichung der MAC-Version noch nicht fest. Die Windows-Version soll im Sommer veröffentlicht werden.

Was gefällt gar nicht?

Da ist vor allem der Preis der Bücher zu nennen. Wenn man bedenkt, dass die Bücher, die von Cewe dann gedruckt werden, die gleichen sind, wie mit der einfachen Cewe-Software, dann fehlt mir das Verständnis für den Preisaufschlag von meist 10 €, teilweise 20 € für das Buch, das mit der Pro-Software erstellt wurde.
Wenn man dann noch bedenkt, dass es sicher gerade die Profi-Fotografen sind, die diese Software einsetzen sollen, dann sind das auch sicher diejenigen, die häufiger Bücher bestellen, als der Otto-Normalverbraucher. Hier wäre eher ein etwas niedrigerer Preis angebracht, keinesfalls ein höherer. Ich hätte lieber 100,- € für die Software gezahlt, als dann bei jedem Buch einen Aufschlag von 10 oder 20 €.

Auch die Oberfläche hätte ich mir etwas übersichtlicher gewünscht. Aussagekräftigere Icons wären dabei sicher hilfreich. So muss man anfangs immer erst auf den Hilfstext warten, wenn man wissen will, was ein bestimmtes Icon für eine Funktion hat. Wer jetzt sagt: “Das ist ja auch keine Software für Anfänger.” dem kann ich nur sagen, dass Softwareergonomie nichts damit zu tun hat, für wen ein Programm gedacht ist.

Gerade ist mir noch aufgefallen, dass ich die Oberfläche gar nicht verkleinern kann. Sie ist immer im Vollbild dargestellt, ich kann sie nicht als kleineres Fenster darstellen. Hmm.

Fazit

Gibt es brauchbare Neuerungen oder Verbesserungen gegenüber der letzten Version? Ja. Der Online-Upload. Leider kann ich hier nichts weiter nennen. Wer sich mit einer neuen Version so lange Zeit lässt, von dem erwarte ich einfach mehr neue Funktionen, eine übersichtlichere Oberfläche. Wenn schon ein Fotoeditor hier mit eingebaut wird, dann richtig, mit Maskierung oder lokalen Änderungsmöglichkeiten.

Angesichts des ziemlich unverständlichen Preisaufschlags für die Bücher werde ich mir wohl auch weiterhin ganz genau überlegen, ob ich meine Fotobücher mit der PRO-Software gestalte oder nicht.

0 Antworten
  1. rupie
    rupie says:

    Hallo Joerg,
    auch ich habe die Betaversion getestet und damit ein Echt-Fotobuch bestellt. Ich denke der Preis ist ganz schön gesalzen, wenn man bedenkt, dass eventuell das Buch auch noch verkauft werden soll. (Hochzeit, etc.). Der Funktionsumfang entspricht weitestgehend meiner gekauften Version von DG Photo Art, bis auf die neue Uploadversion. Das Buch selbst ist noch nicht bei mir eingetroffen, mal abwarten, soll angeblich gestern versandt worden sein.
    Gebe Dir recht, dass die wenigsten die Editorfunktionen nutzen werden, da man doch vorher mit seiner Bildverarbeitung die Korrekturen am Bild vornehmen wird.
    Deshalb wird das mit CEWE und mir persönlich keine Dauerfreundschaft werden. Einzig die Formate der Bücher sprechen noch für CEWE, aber andere Anbieter holen hier auch auf. Ebenfalls bei der Software.
    Auch die Ergonomie der Software geht eigentlich nicht, ist nicht Intuitiv genug, als dass ein Umstieg lohnt. Also soviel mehr als die normale CEWE-Fotobuch-Software kann diese Version auch nicht.
    Und zusätzlich eingebaut wurden eigentlich nur die Uploadmöglichkeiten und da stimme ich dir ebenfalls zu, ist das ein wenig dürftig, bezogen auf die “lange Entwicklungszeit”.
    So wie es im Moment aussieht, werde ich bei meinem jetztigen Anbieter Pixelspeed für die digitalen Fotobücher und bei SAAL für die Echtfotobücher bleiben, obwohl die SAAL-Software mehr als gewöhnungsbedürftig ist.
    Falls jemand noch an weiteren Vergleichen von Fotobüchern interessiert ist, sollte auch mal bei “http://www.die-ritters.de/blog/” umschauen, da werden Fotobücher verschiedener Hersteller verglichen.

    Antworten
  2. Joe2712
    Joe2712 says:

    Mir fehlen in den gängigen Programmen zur Fotobucherstellung Transparanzen. In dem Punkt hat die Pro-Software natürlich ein ganz großes Plus. Ich kann auf ein Bild einen farbigen Kasten setzen, den ich z.B. mit 50% Transparanz belegen kann, so dass das Bild noch hindurch zu sehen ist. Dann kann ich in diese Box meinen Text reinsetzen. Das sieht interessanter aus und man erkennt den Text besser. Schatten hinter Objekten geht auch bei den meisten Anbietern nicht. Ich habe mir bisher immer mit einigen Umwegen beholfen, aber das wahre ist das nicht. Von daher wollte ich schon die Pro-Software einsetzen. Nur wenn ich ein Fotobuch für eine Hochzeit erstelle und das Buch dann in der Herstellung schon 120 € kostet, dann kann ich es nicht mehr verkaufen, oder ich verdiene nichts mehr daran.

    Danke für den Link, da schau ich mal rein.

    Antworten
  3. rupie
    rupie says:

    Hallo Joerg,
    gerade Schatten hinter Objekten funzt bei Pixelspeed gut gut und man kann das sogar noch entsprechend einstellen.
    Was noch nicht so gut funktioniert ist in Textboxen mit farbigem Hintergrund, die Deckkraft zu reduzieren, da wird auch der Text dann mit reduziert. Die sind aber so flexibel bei ihrer Software, dass das eventuell im nächsten Release schon wieder anders sein kann. Was mich aber absolut überzeugt, ist die digitale Druckqualität. Vielleicht hast Du ja Lust mal mit diesem Layouter zu experimentieren.

    Antworten
  4. Joe2712
    Joe2712 says:

    @rupie
    Bei den Transparzenzen habe ich mir mit einem kleinen Umweg beholfen, ich habe eine leere Textbox mit Hintergrundfarbe in der Deckkraft reduziert und dann eine Textbox direkt darüber gelegt mit dem Text darin.

    Leider kann man Schatten nur auf Bildboxen anlegen, nicht auf Textboxen.

    Ich werde wohl mal den PDF-Upload testen. Muss mir nur noch die Größenangaben raussuchen, hab noch nicht gefunden, wie breit der Beschnittrand ist. Oder gibts auf der Seite irgendwo ne PSD-Vorlage?

    Antworten
  5. Joe2712
    Joe2712 says:

    @krause
    Die Software-Programme der einzelnen Anbieter bieten ja in der Regel auch einige gute Funktionen. Wenn man aber mehr will als ein Standard 0815-Fotobuch, wie es jeder andere auch hat, dann kommt man mit diesen Programmen leider nicht weiter.

    Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Wir freuen uns über ihren Beitrag!

Kommentar verfassen