Wohin mit meinen Fotos?

Fotosicherung, aber wie?

Fotos sicher sichern...

Fotografieren, fotografieren, fotografieren, das ist wohl die liebste Beschäftigung von uns allen. Nur was passiert mit den Fotos nach dem fotografieren?

Ich kenne einige Leute, die fotografieren Jahre lang auf eine Speicherkarte, ist diese voll, werden alle Fotos zur Entwicklung gegeben, dann werden die Dateien auf der Karte gelöscht und es wird wieder fotografiert. Die Arbeitsweise ist hier eigentlich die gleiche geblieben, die diese Leute von ihrer analogen Kamera und ihren Filmen kannten. Ich möchte diese Vorgehensweise auch keinesfalls kritisieren, sie hat auch etwas für sich.

Wohin aber nun mit meinen Fotos?

Lightroom Import

Lightroom Import Dialog

Die meisten hier wissen, dass meine Fotos allesamt erst einmal den gleichen Weg nehmen, den Weg von der Speicherkarte auf die Festplatte, direkt ins Lightroom rein. Den Import in Lightroom habe ich hier schon einmal ausführlich beschrieben.

Danach werden Schlagworte vergeben, damit ich die Fotos später auch einmal wieder finde. In regelmäßigen Abständen sichere ich die Fotos dann von der internen Festplatte auf den Drobo und eine weitere externe Festplatte. Warum zusätzlich zum NAS-System noch eine weitere Sicherung? Hmm, vielleicht Paranoia, ich hab irgendwann mal damit angefangen und bin mir so einfach sicherer.

Fotos online sichern?

Hier gibt es sicher zwei Varianten, einmal meine ich damit die Sicherung auf einen Server, der einfach nur zur Datensicherung genutzt wird, also im Grunde nichts anderes als eine Sicherung auf eine externe Festplatte, nur das diese nicht bei mir zu Hause steht.

Diese Sicherungsmethode kommt für mich leider momentan nicht in Frage, das hat einen einfachen wenn auch ärgerlichen Grund, meine Internetverbindung lässt das leider nicht zu. Mit DSL2000, welches sich manchmal wie eine ISDN-Verbindung anfühlt, ist das einfach nicht machbar. Aber ich hoffe, dass sich da in einiger Zeit etwas bessert.

Die zweite Variante ist die “Sicherung” von ausgewählten Fotos auf diversen Fotoportalen wie Flickr, 500px.com oder ähnlichen. Das ist eine Art der Veröffentlichung oder Sicherung, die ich zwar gern nutze, aber die ich wohl auch aus Zeitgründen eher stiefmütterlich pflege. So sieht mein Flickr-Profil alles andere als gut aus, die Sortierung ist nicht wirklich gelungen, die Alben gefallen mir nicht mehr usw.  Hier muss ich wohl irgendwann mal ran und muss kräftig aufräumen.

500px.com ist eine neuere interessante Möglichkeit, seine Fotos als Portfolio zu zeigen, um dazu mehr zu sagen, muss ich es erst noch genauer kennen lernen, dazu werde ich sicher auch in der nächsten Zeit nochmal gesondert etwas schreiben.

Wie und wo sicherst Du Deine Fotos?

13 Antworten
  1. georg
    georg says:

    enau diese Fragen stellen sich zur Zeit wohl viele Fotografen.
    Ich persönlich speichere die Fotos auf einem NAS (2x2TB Raid 1), von diesem mache ich in regelmäsigen Abständen eine Kopie auf eine USB-Platte.
    Als Online-Sicher benutze ich schon seit einiger Zeit zenfolio.com (http://georg.zenfolio.com). Ausser meinem Portfolio, welches ich in Alben, Gruppen usw pflege, habe ich dort auch einen privaten Ordner, auf diesen kann ich nur mit meinem Login zugreifen und er dient zur Sicherung meiner Fotos. Mit dem zenfolio-plugin für Lightroom von J.Friedl werden alle Bilder mit mehr als 2 Sternen (fast) automatisch in dieses Backup-Album hochgeladen. Klar, das brauch Upload-Bandbreite, und die ist kostbar. Ich exportiere die Bilder als Jpg zwar in voller Auflösung, aber begrenze die Dateigrösse auf 1-2 Mb.
    Ich habe mich vor 2 Jahren das erste mal damit beschäftigt und dazu diesen Beitrag geschrieben: http://www.georgweis.com/blog/2009/12/wohin-mit-den-fotos-teil-3.

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  2. SeniorKóòky
    SeniorKóòky says:

    Auch ich ‘liebäugele’ gerade mit der Online Sicherung, kann mich aber auch nicht für eine Variante entscheiden. Zumal ich Bauchschmerzen damit habe, ggf. nur eine Auswahl hochzuladen.
    Insofern warte ich auf zahlreiche ‘Erfahrungsberichte’ ;-)

    Aktuell sichere ich grundsätzlich alle Bilder (ohne jegliche Selektion) von der Karte auf eine externe Platte, um anschließend alle Bilder in Lightroom zu importieren und zu selektieren etc.
    Wobei die Lightroom Datenbank sowie die Bilder sich auf einer externen (Firewire 2,5”)Platte befinden – somit kann ich ohne weiteres an zwei Rechnern (Desktop/Notebook) arbeiten.
    Die Lightroom DB wird dann nochmalig automatisiert zwischendurch auf eine weitere Sicherungsplatte weggesichert.
    Vielleicht ein wenig umständlich das Ganze, aber ich kann in Ruhe schlafen ;-)

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  3. Laszlo
    Laszlo says:

    Ich sichere sie auf dem Mac in einer Ordnerstruktur und täglich wird diese durch Time-Mashine gesichert. Dazu lade ich noch gute Bilder auf 500px.

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  4. Joe
    Joe says:

    mein Vorgehen:
    Bilder von der Speicherkarte werden lokal aufs Notebook in Lightroom importiert. Der Ordner des Notebooks mit den RAW-Dateien + LR Katalog wird nach Bearbeitung manuell per Skript aufs NAS gesichert. Von dort werden jede Nacht die neuen Dateien per rsync zum Onlinespeicher (Strato) geladen – reiner Speicher, keine Gallery etc. Die entwickelten Bilder (JPEG) werden aus LR direkt zu Picasa hochgeladen (Sichtbarkeit je nach Motiven), jetzt (mit Google+) hat man ja bis 2048px Kantenlänge unbegrenzten Speicherplatz… Somit sind die RAWs und der Katalog redundant gesichert und die entwickelten Bilder liegen bei Picasa bzw. sind für ne Diashow bei Oma per LR vorzeigbar.

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  5. Maik Arink
    Maik Arink says:

    Meine Fotos nehmen als erstes den Weg zur internen Festplatte. Dort wird von mir schon mal ein bisschen sortiert, beschriftet und wenn nötig gehe ich noch mal mit Photoshop drüber. Anschmiedend schiebe ich die Fotos auf die externe und Ordne die Fotos nach Kategorien.

    Die wichtigsten Bilder sicher ich entweder auf meinem Server oder unter Dropbox. Ein paar ausgewählte Lade ich dann noch auf meine Foto- Homepage und auf Flickr.

    Wie im Artikel reicht meine Internet Verbindung auch nicht für ein vollständiges Online Backup, denn ich habe zur Zeit nur einen 1000 Anschluss.

    Gruß
    Maik

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  6. Nils
    Nils says:

    Also ich speichere meine Fotos auch auf einem NAS, Aperture und Lightroom machen es einfach, die Originale dort zu speichern, weil man seine Mediatheken dorthin auslagern kann. Nur die Projektdateien liegen auf der internen Platte (welche auf dem NAS per Timemachine ebenso nochmals gesichert ist). Eine kleine Anleitung, wie man das einrichtet und welches NAS sich eignet findet sich hier: http://blog.nilsmerker.de/review/test-synology-ds-411j-nas-server-und-raid-fuer-iphoto-itunes-aperture/00215/

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  7. Matthias
    Matthias says:

    Meine Bilder landen alle auf einer externen Festplatte und auf einer separaten Backup-Platte. In Bibble werden die Bilder verschlagwortet. Sicherung “im Netz” kommt für mich nur auf meinem eigenen Server in Frage – ich weiß gerne wo meine Daten liegen und wer da dran kommt und wer nicht …

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  8. Norbert
    Norbert says:

    Meine Daten bleiben schön in meiner privaten Cloud. Solange mir da draussen keiner ordentliche Vertraulichkeiterklärungen und Datenschutzbestimmungen liefert, bin ich bei Verlust von Daten am Fliegenfänger.
    Ich habe neben den Rohdaten auf Archivmedien die Bestandsdaten im Büro auf dem Server und spiegele diese nachts per Skript nach Hause auf einen anderen Linux-Server. Die Leitungsgeschwindigkeit ist mir relativ egal, da das im Hintergrund passiert. Bei größeren Produktionen werden die Daten dann allerdings auch durchaus per USB-Festplatte und Turnschuh-Kopie dupliziert. Denn irgendwie fahre ich ja abends doch meist nach Hause.
    Wer in dem Bereich Beratung brauch, darf sich gerne an mich wenden, ich beschäftige mich im Hauptberuf mit IT und Security….

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  9. Florian
    Florian says:

    Mit der “Problematik” der Datensicherung beschäftigte ich mich auch vermehrt in den letzten Wochen. Ich habe mir vorerst eine Time Capsule bestellt und werde die Offline-Datensicherung noch um ein NAS erweitern.

    Online verwende ich derzeit hauptsächlich Flickr, andere Alternativen habe ich mir noch nicht wirklich angesehen.

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  10. Dirk
    Dirk says:

    Bilder sicher ich wie folgt:
    PC –> NAS (täglich per “robocopy”)
    PC –> externe HDD (Image – (zu) unregelmässig)

    Da ich meinem (Buffalo) NAS aber auch nicht 100% traue, werde ich mir wohl mal ein zweites NAS besorgen, welches das erste dann sichert. Angeblich soll das automatisiert möglich sein.

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  11. Dario
    Dario says:

    Danke für den Artikel. Er hat mir endlich den notwendigen Kick gegebenen mich um ein Cloudbackup zu kümmern. Ja ich habe gewisse Sicherheitsbedenken. Es ist mir jedoch lieber ein Wildfremder hackt meinen Backblazeaccount, klaut meine Fotos und wird Weltberühmt als dass ich meine Bilder wegen Trägheit ganz verliere.
    4$ für unlimitierten Storage was will ich mehr.

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