Leserfragen – Wo speichert Lightroom die Suchbegriffe?

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Heute werde ich aus gegebenem Anlass eine schon häufiger gestellte Frage zu Lightroom beantworten. Die letzte Anfrage dazu lautete folgendermaßen:

“Guten Tag, ich habe eine Frage zu Lightroom und den Suchbegriffen und Schlagworten die für jedes Bild vergeben werden können. Wo werden diese Schlagworte abgelegt ? Innerhalb (also unverlierbar) des Fotos oder extra irgendwo in den Tiefen der Festplatte.” (Da ich nicht weiß, ob ich den Verfasser nennen darf, lasse ich das hier mal weg. Danke für die Frage an den Verfasser)

Wie geht Lightroom mit den Suchbegriffen um?

dass lässt sich so einfach nicht sagen. Es kommt darauf an, welches Dateiformat verwendet wird.
Zuerst ist wichtig, dass man nach der Erstellung der Suchbegriffe Lightroom anweist, diese auch in die Datei zu schreiben. Das geht recht schnell, warum das nicht automatisch passiert kann ich auch nicht sagen. Zu finden ist die Funktion unter „Metadaten“>“Metadaten in Datei speichern“. Die Tastenkombination dafür ist STRG+S

Das ist bei mir immer der letzte Schritt in der Bibliothek. Ich markiere alle Fotos und rufe dann die Funktion auf.

Fall 1: Du fotografierst im RAW-Modus und belässt beim importieren in Lightroom das Original-Raw-Format so bestehen

– dann werden alle Daten (Exif-Daten, Suchbegriffe, Bearbeitungsschritte) in einer Extra-Datei abgelegt.

– Lightroom legt dabei für jedes Foto (z.B. Blume.CR2) eine sogenannte XMP-Datei mit gleichem Namen an.
Man findet dann also in dem Fotoordner 2 Dateien, eine mit dem Namen Blume.CR2 und eine zweite mit dem Namen Blume.XMP
In dieser XMP-Datei stehen dann alle Daten

– man muss also beim sichern immer diese 2 Dateien sichern, damit die Bearbeitungsschritte, die man durchgeführt hat, sowie die Suchbegriffe nicht verloren gehen.

Fall 2: Du fotografierst im RAW-Modus und lässt die Dateien beim importieren in das DNG-Format umwandeln

– dann werden die Daten direkt in der Datei gespeichert. Das hat den Vorteil, dass halt nur eine Datei zu sichern ist und nicht zwei

– das DNG-Format ist ein offenes RAW-Format und soll zukunftssicherer sein als die RAW-Formate der Kamera-Hersteller

– die DNG-Dateien sind etwas 10-15% kleiner als die Original-RAW-Dateien, dabei gehen keine Informationen verloren

Fall 3: Du fotografierst im JPG-Modus

– dann werden die Daten direkt in der Datei gespeichert.

Wie gehe ich vor?

Ich fotografiere ausschließlich im RAW-Modus. Meine Canon-Camera liefert dabei die oben schon erwähnte Datei mit der Endung .CR2.

Beim Importieren in Lightroom wähle ich den zwar etwas langsameren, aber meiner Meinung nach besseren Weg und wandele die Dateien in das .dng-Format um. Wie oben schon beschrieben funktioniert das ohne Qualitätsverluste und die Dateien werden 10-15% kleiner. Das macht bei 20.000 Fotos schon einiges aus. Außerdem erhält man am Ende dann immer nur eine einzelne Datei mit allen Arbeitsschritten und Suchbegriffen und Exif-Daten.

Ich vergebe dann die Suchbegriffe, markiere dann alle Fotos und rufe unter “Metadaten” die Funktion “Metadaten in Datei speichern” auf.

Wie gehst Du vor?

hinterlasst doch bitte in den Kommentaren hier euren Weg. Wie geht ihr vor, wenn ihr Suchworte vergebt? Fotografiert ihr im JPG oder im RAW-Modus? Wandelt Ihr Eure RAW-Dateien in das DNG-Format?

0 Antworten
  1. P.Ther
    P.Ther says:

    […]das DNG-Format ist ein offenes RAW-Format und soll zukunftssicherer sein als die RAW-Formate der Kamera-Hersteller[…]

    Das halte ich für Augenwischerei.
    Das DNG-Format als KGV der Fotoindustrie wird sich langfristig m.e. nicht durchsetzen. Kein Hersteller möchte sich in die Karten schauen lassen. Sogar Firmen wie Hasselblad, die vor Kurzem dieses Format noch hoch gelobt haben, nehmen i.d. Zwischenzeit Abstand.
    Der Verbraucher bleibt auf der Strecke und muß hoffen, dass er seine Rawdaten in Zukunft noch nutzen kann.
    Schade!

    Antworten
  2. Joe2712
    Joe2712 says:

    Naja, ich will ja im Grunde die Fotos, die ich ins DNG-Format gewandelt habe auch nicht wieder in die Kamera bekommen. Von daher ist mir ziemlich egal, ob die Kamerahersteller das DNG-Format direkt unterstützen oder nicht. Wichtig ist mir, dass Adobe das Format weiter verbreitet und unterstützt, so dass ich meine Fotos ins DNG wandeln kann und die Dateien später dann auch wieder in z.B. Photoshop CS15 öffnen kann.
    Und dafür sehe ich eine größere chance als für den Fall, dass es dann noch das CR2-Format von Canon in dieser Form gibt.

    Antworten

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