Winterlandschaft – making of

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Wie ist das Foto des Tages “Winterlandschaft” (hier zu finden) entstanden? Dazu heute ein kurzer Bericht mit den Erklärungen, wie das Bild fotografiert wurde und wie es bearbeitet wurde.

Wie wurde “Winterlandschaft” fotografiert?

Das Foto ist am frühen Nachmittag entstanden. Als Kamera kam meine Canon EOS 40D zum Einsatz mit dem Sigma-Objektiv 18-200mm F3,5-6,3 DC OS. Das ist eigentlich meine Allzweckwaffe, wenn ich auf einer Wanderung bin. Es spart mir den ständigen Wechsel zwischen Weitwinkel und Zoom-Objektiv. Bei so tollem Wetter ist es auch immer recht hilfreich, wenn man einen Polarisationsfilter einsetzt, der bringt die Farben noch einmal kräftiger rüber. Die Funktionsweise dieser Filter könnt ihr hier noch einmal nachlesen.

Leider habe ich bei den ersten Versuchen in Richtung Sonne zu fotografieren nie diese interessanten Sonnenstrahlen hinbekommen. Es fehlte einfach der leichte Bodennebel. Also musste irgendwie improvisiert werden.

Nun hat man selten eine Nebelmaschine bei einer Wanderung dabei. Also musste es anders gehen.

Da wir zu dritt unterwegs waren konnte einer den Nebel herbeizaubern und ich habe dann fotografiert. Der Nebel ist eigentlich kein Nebel, es ist einfach ganz feiner Schnee, der von den Bäumen fällt. Man musste also nur einmal kräftig an einem Baum schütteln, schon stand man im völligen Nebel. Mit der High-Speed-Funktion der EOS 40D habe ich dann einfach drauf gehalten und 10-12 Bilder geschossen.

Wie immer fotografierte ich im RAW-Modus ca. 1 Blende unterbelichtet im Zeitautomatik-Modus. Als Blende habe ich eine kleinere Blende (F10) gewählt. ISO 100 bei einer Brennweite von 18mm mit 1/100 Sekunde Belichtungszeit.

Wie wurde “Winterlandschaft” bearbeitet?

Die Bearbeitung erfolgte in zwei Schritten. Zuerst habe ich im Lightroom aus der Bilderserie das Bild ausgesucht, in dem der “Nebeleffekt” am stärksten zu sehen war. Wie fast immer habe ich die Klarheit etwas erhöht. Dann habe ich das Bild in Photoshop geöffnet.

In Photoshop habe ich das Bild in den LAB-Modus gewandelt. Danach habe ich mit Hilfe einer Gradationskurve den Kontrast erhöht und die Farbsättigung angehoben. Wie das genau geht, kannst du hier in einem Tutorial Schritt für Schritt nachvollziehen.

Nun habe ich die Ebene dupliziert (STRG+J) und habe für die obere Ebene den Ebenenmodus “weiches Licht” eingestellt.

Was passiert dadurch?

Der Ebenenmodus “weiches Licht” (auch der Benenmodus “Ineinanderkopieren”) erhöht einfach gesagt den Kontrast des Bildes noch einmal. Die Bereiche des Bildes die heller als 50% Helligkeit aufweisen werden doppelt so hell dargestellt, die Bereiche, die dunkler sind als 50% werden halb so hell dargestellt.

Also ganz einfach gesagt – helles wird heller und dunkles dunkler…

Durch diese Einstellung erscheint der Schnee wie ein Nebel und die Sonnenstrahlen kommen wesentlich besser zum Vorschein.

Zum Schluss wurde das Bild in die fürs Web gedachte Größe verkleinert, nachgeschärft und abgespeichert.

Habt Ihr interessante Entstehungsgeschichten für eines eurer Fotos?

Ich suche wieder einmal Leute, die gern einen Gastbeitrag hier schreiben würden. Gib dir einfach einen Ruck und melde dich kurz per eMail bei mir. Keine Angst, es macht wirklich Spaß.

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