Werbung im Blog – so nicht

Seit einiger Zeit kommt es immer häufiger vor, dass ich per eMail gefragt werde, ob ich gegen Bezahlung Werbung, in den meisten Fällen einfache Links im Blog mit unterbringen würde. Die Bezahlung dafür ist nicht unbedingt immer in Geld angegeben, es kommt auch vor, dass die Bezahlung in “Naturalien” erfolgen soll, also mal hier ein Bild in Acryl, da mal ein gratis Fotobuch.

Bei den wenigen Angeboten, denen ich zugestimmt habe, habe ich den Link in die Blogroll übernommen. Bei Anfragen nach Tests und Besprechung von bestimmten Artikeln habe ich als erstes zurück geschrieben, dass ich keine Gefälligkeit-Artikel schreiben werde. Die Artikel haben immer meine subjektive Meinung enthalten. Wenn ich ein Produkt schlecht fand, habe ich das so auch geschrieben. Das war auch bisher immer OK so.

Nun erreichte mich vor einigen Wochen eine weitere Anfrage nach einer bezahlten Werbung. Als ich nach Einzelheiten fragte war die erste Antwort recht schwammig und ungenau, es ginge um Werbung für ein Unternehmen in der Glücksspielbranche. Ach ja, und ein für meinen Blog ziemlich hohen Betrag enthielt das Angebot ebenfalls. Auf eine weitere Nachfrage, wie die Werbung aussehen sollte, ob als Link, Werbebanner oder wie auch immer bekam ich schnell eine Antwort. Es stellte sich heraus, dass die Werbung in bestimmten Unterseiten zu finden sein sollte. Dabei schienen die Leute null Ahnung von WordPress zu haben, es waren unter anderem auch Kategorien angegeben, auf denen nur Artikel erscheinen. Diese Werbung wäre dann irgendwann auf hinteren Seiten gelandet und hätte wenig Werbewirksamkeit.

Was ich viel schlimmer fand war der Umstand, dass die Beispielseite, die mir mitgeschickt wurde, die Werbung völlig unkenntlich im Text eingebunden hatte. Die Werbung sollte also nicht als Werbung gekennzeichnet sein, sondern als meine persönliche Meinung dargestellt werden.

SO NICHT!

Ich bin gern bereit, Werbebanner zu schalten, oder bestimmte Produkte zu testen und darüber zu schreiben, solche dreiste Schleichwerbung wird es auf einpraegsam.de aber definitiv nicht geben, auch wenn der Erlös sicher reizvoll gewesen wäre.

0 Antworten
  1. Alexander Spanke
    Alexander Spanke says:

    Schön zu lesen, vermutlich dieselbe Anfrage bekam ich ebenfalls vor kurzer Zeit, nur hatte ich bereits nach der 2. eMail abgesagt, als mir gesagt wurde, dass es sich um Werbung für Online – Glücksspiel handelt.

    Gruß
    Alex

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  2. Frank
    Frank says:

    Werbung, das verfolgt uns überall. Nur gibt es gute und schlechte Werbung. Hier in diesem Blog muss man sie gut aussuchen. Gut wenn du das so umsetzen kannst und willst, Top!

    Gruß Frank

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  3. Sven
    Sven says:

    Ja, diese Werbeanfragen bekommt wohl jeder Webseitenbetreiber. Egal ob Blog oder nicht.

    Da die erste Mails bei mir immer so unpersönlich und nichtssagend waren gehe ich davon aus das die die Adressen auch eben nur gespidert oder aus irgendwelchen dubiosen Listen haben.

    Mich wundert nur, das einige sich für den Betrag so verkaufen…

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  4. Stefan
    Stefan says:

    Ein Blog sollte doch auch dazu da sein, um eine persönliche Meinung/Erfahrung zu einem Produkt oä. widerzuspiegeln. Wäre schön, wenn es mehr solche Blogbetreiber geben würde, die sich nicht “verkaufen” lassen. Daumen hoch.

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  5. Michael
    Michael says:

    Man sollte mit solchen Anfragen generell sehr vorsichtig sein, nicht nur aus Gründen der “Web-Ethik”. Gerade wenn der Absender hinter solchen Anfragen ohne richtige Kennzeichnung (Adresse, Firma etc.) auftritt.

    Ich bekam einmal fünf immer die gleichen Anfragen, einmal von Pseudonymen Peter Maier, dann Heidi Blum..

    Das Problem: Manchmal stecken dahinter unseriöse Seiten. Werden diese von Google abgestraft und man hat einen Link eingebunden, dann kann es die eigene Seite auch erwischen. Finger weg also, lieber wenn Geld verdienen dann mit normalem Affiliate Marketing.

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  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Joe2712 erwähnt. Joe2712 sagte: gebloggt: Werbung im Blog – so nicht (http://www.einpraegsam.de/?p=3106) #fotog #tutorials […]

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