Warum ich fotografiere

Tja, diese Frage stellt sich sicher jeder, der mehr als nur die obligatorischen Feier- oder Urlaubsfotos schießt. Natürlich stellen auch andere mir diese Frage und ich muss dabei erst einmal nachdenken.

Warum fotografiere ich überhaupt?

Zuerst einmal weil es mir Spaß macht. Das ist die Hauptsache daran. Wie bei jedem Hobby hat es auch bei mir klein angefangen. So richtig zu fotografieren habe ich begonnen, als mein Sohn geboren ist. Das ist nun mittlerweile 10 Jahre her. Die ersten Fotos waren dann natürlich hauptsächlich Fotos meines Sohnes. Die erste Kamera hatte nur eine Auflösung von 640×480 Bildpunkten. Das muss man sich mal vorstellen, das war nicht mal die Hälfte eines Megapixels.

Natürlich waren die Ergebnisse dementsprechend mager. Aber die digitale Fotografie hatte ja einen großen Vorteil, man konnte die Fotos einfach und schnell am PC nachbearbeiten. Da kam aber das nächste Problem auf mich zu, ich hatte nur sehr wenig Ahnung von der Bildbearbeitung. Die Grundkenntnisse, die ich hatte, begründeten sich auf dem Webdesign, das ich zu dieser Zeit ab und an beruflich durchgeführt habe.

Das erste Programm, das ich benutzt habe war Corel Photopaint. Ich hatte die Corel-Produkte schon seit einigen Versionen im Einsatz und kannte zumindest die Grundhaften Bildbearbeitungsschritte. Mein Wissen um die Bildbearbeitung beschränkte sich zu dieser Zeit hauptsächlich auf Stempeln mit dem Klonwerkzeug und ein wenig aufhellen oder abdunkeln.

Die ersten “digitalen” Jahre

Jahr 2000

Jahr 2001

Jahr 2002

Diese drei Fotos sind aus den Jahren 2000, 2001 und 2002.

Zurück zur Fotografie. Nachdem ich dann ein oder zwei Kamerasprünge mitgemacht hatte war ich bei meiner ersten (und einzigen ) Bridge-Kamera gelandet. Diese Kamera besitze ich heute noch, mein Sohn fotografiert ab und zu damit. Mit dieser Kamera waren zum ersten mal Fotos möglich, die ansatzweise mit denen meiner analogen Canon Spiegelreflexkamera vergleichbar waren.

Irgendwann bin ich dann bei jemandem mit einer digitalen Spiegelreflexkamera in Kontakt gekommen. Ich war hin und weg. Erst mit meiner ersten Spiegelreflexkamera habe ich wirklich Fortschritte in der Fotografie gemacht. Ich habe mich mit den grundlegenden Dingen der Fotografie beschäftigt, Bildaufbau, Blende, Belichtungszeit. All das habe ich vorher zwar vom Namen her gekannt, aber was diese Begriffe bedeuten, das wusste ich nicht.

Diese drei Fotos stammen aus den Jahren 2004, 2005 und 2006.

Geärgert hat es mich zwar öfters, wenn ich ein Foto am PC betrachtet habe und dann im Bild im Hintergrund irgendwelcher Mist zu sehen war, oder wenn das fertige Foto gar nicht so schön aussah, wie die Wirklichkeit gewesen ist. Falsche Farben, zu dunkle Bilder, Überbelichtungen, all das habe ich halt hingenommen.

Erst seit ca. 2-3 Jahren fotografiere ich, vorher habe ich geknipst. Natürlich dauert dann ein Foto meist etwas länger, wenn man sich nicht auf den Automatikmodus verlässt, aber es ist die Zeit und Mühe in der Regel wert. Das Ergebnis spricht für sich. Der bewusste gewählte Bildaufbau, Bildausschnitt, Belichtung und Blende machen aus einen einfachen Schnappschuss eine interessante Fotografie. Klar gehört auch die Bildbearbeitung dazu (zumindest bei mir, ich zähle die Bearbeitung zum Prozess des fotografieren mit hinzu).

Diese 3 Fotos sind aus den Jahren 2007, 2008 und 2009

Warum fotografiere ich also?

Weil es ein interessantes Hobby ist, weil es mich entspannt und ich mal abschalten kann. Wenn ich unterwegs bin und fotografiere, dann kann ich den Alltag hinter mir lassen. Ich kann abschalten und die Umgebung genießen. Seit ich intensiver fotografiere, sehe ich meine Umwelt mit anderen Augen, so etwa muss es einem Maler auch gehen. Man sieht Kleinigkeiten, Farben, Formen, die man vorher immer völlig übersehen hat. Wenn man dann dieses Hobby noch mit dem beruf verknüpfen kann, so wie es bei mir der Fall ist, dann ist das einfach klasse.

Warum fotografierst Du? Welche Erinnerungen verbindest Du mit der Fotografie?

0 Antworten
  1. Daniel
    Daniel says:

    Hm, ich könnte deinen Absatz “Warum fotografiere ich also” komplett zitieren.
    100% Zustimmung

    PS: Habe auch mit 640×480 Pixel, ohne Blitz(!) und nur internen Speicher angefangen. War so 1999, während meiner Wehrdienstzeit.

    Antworten
  2. Joe2712
    Joe2712 says:

    Ich bin selbständig, habe ne Computerfirma und gebe regelmäßig Workshops für Fotografie und Bildbearbeitung.
    Die ersten Fotos sind halt auch wirklich nur geknipst, ohne zu überlegen. Man lernt halt immer dazu. :)

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  3. Wolfgang
    Wolfgang says:

    Manche Profi-Fotos in Zeitschriften, Büchern oder auf Kalenderblättern begeistern mich oftmals. Ich bin Amateur und versuche durch Fotografie in meinem Umfeld mit meinen technischen Mitteln und meinem Budget ähnlich gute Fotos zu realisieren. Daneben bin ich selbstverständlich ein „Familienfest / Urlaubs – Knipser“. Wer ist das nicht?
    Da sind mir deine Video-Tutorials zu GIMP und PS / LR sehr hilfreich, obwohl ich die Adobe Produkte aus Kostengründen nicht nutze.

    Antworten

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