Vollmond – Zeit zum Fotografieren

Wie jeden Monat rechtzeitig zur Vollmondnacht häufen sich hier im Blog die Suchanfragen zum Thema Vollmond und Aufnahmetechniken dazu. Aus diesem Anlass habe ich hier noch einmal ein kleines Tutorial zu diesem Thema geschrieben.

In den 2 Fotobeispielen sieht man ganz gut die Unterschiede zwischen automatischer Belichtung und manueller Einstellung der Belichtungszeit.

Nachtaufnahme Mondlicht

zur vollen Größe auf das Bild klicken

Das erste Foto ist zwar auch manuell in der Blendenautomatik mit 20 Sekunden Belichtungszeit aufgenommen, aber die Autmatik bringt hier ähnliche Ergebnisse zustande.

Es sieht fast aus, als wäre die Aufnahme tagsüber gegen die Sonne fotografiert.

Warum kommt es bei der Automatik zu diesem Ergebnis?

Weil die Belichtungsmessung der Kamera in der Regel nicht nur die Helligkeit des Mondes misst und die Belichtungszeit daran ausrichtet, sie misst die Belichtung anhand eines größeren Bereiches und stellt die Belichtungszeit und die Blende danach ein. Nun ist um den Mond herum in der Regel ziemlich viel dunkler Nachthimmel. Also versucht die Kamera diesen zu dunklen Bereich so hell wie möglich zu bekommen. Das geschieht, indem die Belichtungszeit so lange wie möglich eingestellt wird. Für den sehr hellen Mond ist das aber viel zu lang. So wird er völlig überstrahlt. Er sieht am Ende aus, als hätte man in eine Nachttischlampe hinein fotografiert. Oder halt wie hier im Beispiel, als hätte man tagsüber in Richtung Sonne fotografiert.

Mond

zur vollen Größe auf das Bild klicken

Im Beispiel 2 habe ich mit 300mm Brennweite, F5.6 und 1/30 sek. fotografiert. Das hat ein ganz ordentliches Ergebnis gebracht. In der Regel fange ich bei solchen Fotos mit Zeiten von 1/800 Sekunde an, mache ein Foto, überprüfe auf dem Kameradisplay, dann mache ich ein weiteres Foto mit 1/500 sek. überprüfe wieder usw. So lange, bis das Ergebnis zu hell wird, dann kann ich sicher sein, dass dann am PC ein Foto dabei ist, das die optimale Helligkeitsverteilung hat.

Das Foto ist dann noch bearbeitet worden. Die Farben waren mir im Ausgangsbild zu gelb, es fehlte an Kontrast und etwas Schärfe kann ja jedes Foto noch vertragen.
Ich habe also die Sättigung verringert, dann habe ich mit verschiedenen Ebenen und Füllmethoden die Helligkeit angepasst und dem Mond den Extra-Push verpasst, wie das geht erfahren Sie in dem Tutorial hier. Dann am Schluss habe ich das Foto auf den Ausschnitt beschnitten und mit Hilfe des Hochpassfilters geschärft. Ein Tutorial zum Schärfen finden Sie hier.

Wie immer bin ich dankbar für Anregungen und Kritiken, vielleicht könnt ihr ja auch einen Link zu euren Mondfoto-Ergebnissen hinterlassen.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Wir freuen uns über ihren Beitrag!

Kommentar verfassen