Tutorial Lightroom 2.0 Teil 2

LR Splashscreen

Im ersten Teil des Tutorials ging es hauptsächlich um Lightroom selbst. Was ist Lightroom überhaupt, wozu brauche ich es? Was kann es besser als andere Programme? In diesem 2. Teil geht es nun direkt um die Handhabung von Lightroom, den Workflow, die Abarbeitung der einzelnen Arbeitsschritte beim Kopieren der Fotos von der Speicherkarte, der Verschlagwortung der Fotos. Außerdem geht es um die immer wieder gestellte Frage welches RAW-Format, das von meiner Kamera, oder doch lieber Adobe’s DNG-Format?

1. Die Oberfläche

LR Hauptoberfläche

Die Lightroom-Oberfläche ist in 5 verschiedene Teile eingeteilt. Oben im Modulauswahlbereich sehen sie Das Logo auf der linken Seite, hier kann auch ihr eigener Schriftzug, oder ihr Logo stehen. Rechts oben sehen sie die 5 Modulbereiche, die im Anschluss näher erläutert werden.

Im unteren Bildteil sehen Sie den Filmstreifen, hier können sie schnell und einfach zwischen den einzelnen Fotos hin und her navigieren.

Links befindet sich ein Tab und rechts auch, diese Tabs zeigen je nach Arbeitsbereich verschiedene Funktionen. Der Linke Tab ist dabei meist der Tab, in dem es um verschiedene Vorgaben, Voreinstellungen usw geht. Im rechten Tab befinden sich dann jeweils die Befehle zur Bearbeitung. Mit der TAB-Taste können Sie diese beiden Tabs ausblenden, um ihr Foto besser sehen zu können. Mit der gleichen taste blenden sie die Tabs wieder ein.

In der Mitte sehen sie den Hauptarbeitsbereich, hier ist normalerweise ihr Foto in der Lupenansicht zu sehen oder mehrere Fotos in der Tabellenansicht.

2. Der Workflow

LR Module

Lightroom 1, genau wie Lightroom 2 ist in 5 Modul-Bereiche eingeteilt. Diese Module sind auch genau in der Reihenfolge rechts oben am Bildschirm angeordnet, in der sie normalerweise abgearbeitet werden.

  1. Bibliothek
  2. Entwicklung
  3. Diashow
  4. Drucken
  5. Web

Die Bibliothek ist der Teil, in dem die Anfangsarbeit vonstatten geht. Hier werden die Fotos von der Speicherkarte, von einer CD, von einem USB-Stick oder einem anderen Medium auf den PC kopiert und in den Lightroom-Katalog importiert.

Dabei tritt eine recht häufig gestellte Frage auf. Welches RAW-Format ist das richtige? Ist das RAW-Format meiner Kamera zukunftssicher? Kann ich auch in 20 Jahren noch meine RAW-Fotos lesen, wenn ich diese in dem Format belasse, das mir meine Kamera liefert?
Es gibt einen Ausweg, er heißt DNG, ein von der Firma Adobe entwickelter offener Standart für RAW-Format-Fotos.

Es hat einige Vorteile, die RAW-Fotos sind ca. 10-15% kleiner als die RAW-Daten der Kamerahersteller. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Bearbeitungsdaten und die Metadaten nicht wie bei den Formaten von Canon, Nikkon und co. als extra Datei in dem gleichen Verzeichnis gespeichert werden, sondern dass sie innerhalb der Datei abgelegt werden. Kopieren sie also die Foto-Datei, so haben sie auch gleich die Meta-Daten und die Bearbeitungsschritte mit kopiert.

Es ist also von meiner Warte aus sicher immer anzuraten, die RAW-Daten von Ihrer Kamera direkt beim Importieren in das DNG-Format umzuwandeln. Dies dauert zwar etwas länger als das normale kopieren, aber sie können sich sicherer sein, dass ihre Daten auch zukunftssicher sind. Und sie sparen dabei Festplattenplatz. Was wollen Sie mehr?

Also zurück zur Bibliothek und zum Importieren. Wenn Sie Ihre Speicherkarte in den Leser einlegen, so startet der Lightroom-Import-Dialog automatisch und bietet Ihnen verschiedene Import-Möglichkeiten.

LR-Importdialog

Wie schon geschrieben, nutze ich die Option Daten ind as DNG-Format konvertieren, in ein Verzeichnis auf der Festplatte kopieren und importieren. Ich importiere dabei immer nur die Fotos auf einmal, die zu einem Fotoshooting gehören. habe ich also 2 verschiedene Fotoshootings auf einer Karte, so importiere ich diese in 2 Schritten. Dadurch kann ich dem jeweiligen Import gleich einige Suchbegriffe zuordnen, das macht die Verschlagwortung im Anschluss einfacher.

Sind die Fotos auf der Festplatte, dann geht es genau an diese Verschlagwortung. Ich gehe die einzelnen Fotos durch und vergebe Schlagworte, das sind Suchbegriffe, die das jeweilige Foto näher beschreiben.

Habe ich z.B. ein Foto aus dem Urlaub an der Ostsee mit dem Strand, dem Meer und einem schönen Sonnenuntergang darauf, dann vergebe ich beispielsweise als Suchbegriffe die Schlagworte: sonne, sonnenuntergang, strand, meer, ostsee

Das hört sich jetzt nach recht viel Arbeit an. Ist es aber nicht, im Gegenteil. Es hilft ihnen später viel Zeit zu sparen, wenn sie z.B. genau dieses Foto in Ihrer Sammlung von 20-30.000 Fotos suchen. Außerdem kann man die gerade vergebenen Suchbegriffe ganz einfach auf gleichartige Bilder in der Serie übertragen.

Das ist im Grunde schon die Arbeit, die regelmäßig in der Bibliothek stattfindet. Die Bibliothek bietet aber noch viel mehr und das auch noch ganz ohne Ihr Zutun. Hier können Sie z.B. die gesamten EXIF-Daten Ihrer Kamera einsehen, wann haben Sie das Foto aufgenommen, mit welcher Kamera, welchem Objektiv, bei welchem ISO-Wert, bei welcher Blende, welcher Zeiteinstellung, in welchem Modus haben sie fotografiert und vieles mehr. Danach können sie natürlich auch suchen und filtern. Lassen sie sich also einfach schnell alle Fotos anzeigen, die sie mit ihrem Lieblingsobjektiv fotografiert haben. Oder lassen Sie sich alle Fotos zeigen, die sie zwischen dem 01. Juni 2008 und dem 10. Juni 2008 mit ihrer Canon EOS 400D gemacht haben. Ein klacks mit Lightroom.

Im Teil 3 des Lightroom-Tutorials geht es dann um das Hauptmodul in Lightroom, den Entwickeln-Dialog. Hier findet die Bildentwicklung statt, Helligkeiten einstellen, Weißabgleich, Farben, Kontraste, Vignetten usw.

Bleiben Sie gespannt.

0 Antworten
  1. Achim Schaaf
    Achim Schaaf says:

    hallo, ich habe mir lightroom 2.0 erst gekauft. Ich habe dabei noch nicht so richtig raus, was ich auf der Festplatte für eine Ordnerstruktur anlegen soll,will heißen wohin die Bilder importiert werden sollen.
    Ist das bei jedem Import ein anderer/neuer Ordner oder lege ich eine monatliche Struktur an, z.B. von Bilder 2009/Jan09 usw.bis dez.09 ??
    Ansonsten finde ich die Infos schon sehr hilfreich. Ich bin Hobby und Dokumentationsfotograf und fange an, wieder frisch einzusteigen.
    Gruss Achim

    Antworten
  2. Joe2712
    Joe2712 says:

    Ich habe schon bevor ich Lightroom hatte eine feste STruktur gehabt, die ich in Lightroom dann so weiter geführt habe. Ich habe als erstes einen Jahresordner “2009”. Darin befinden sich dann die jeweiligen Monatsordner “01 Januar”, “02 Februar”,… Die 01, 02, 03 usw. habe ich wegen der dann auch richtigen SOrtierung eingebaut.
    In den jeweiligen Monatsordner lasse ich von lightroom dann den jeweiligen Tagesordner mit den Bildern anlegen, also in der Form “2009-05-31″.
    Das wars dann eigentlich. Wichtig bei Lightroom ist vor allem dann noch das verschlagwirten, also die Suchbegriffe. Schau dir mal die anderen Lightroom-Beiträge hier an, da gibt es einige, auf denen ich zeige, wie ich da vorgehe.

    Viel Spaß noch mit Lightroom.

    Gruß, Joerg

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  3. Björn
    Björn says:

    Ich verwalte und Archiviere meine Bilder mir Elements. Der Vorteil hier ist, ist das ich meine Bilder auf einer externen Festpaltte auslagere und diese nichjt wie bei Lightroom auf den PC transferiere, oder muss man das mittlerweile in der LR Vesion 2 nicht mehr?

    @Achim: Meine Foto habe ich wie folgt sortiert. Ich habe mir einen Ordner “Fotos” angelegt und in diesem habe ich Unterordner. Zb: 2009_08 / 2009_07 usw. Jahreszahl + Monat. In diesem Ordner lege ich dann immer die Bilder ab. Wenn ich einen Monat habe wo ich keine Fotos gemahct habe lege ich auch keinen Ornder an!

    Antworten
  4. Joe2712
    Joe2712 says:

    @Björn
    Der Speicherort der Fotos ist bei Lightroom völlig egal. Das war aber auch bei Lightroom 1 schon so. Ich kann natürlich die Bilder direkt auf eine externe Platte auslagern, allerdings ist dann in der Regel die Gechwindigkeit nicht so der Hit.

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