Tutorial Lightroom 2.0 Teil 1

Heute nun das versprochene Tutorial zu Lightroom. Da Lightroom doch etwas umfangreicher ist, habe ich das Tutorial in mehrere Teile aufgeteilt, das liest sich besser und man kann Schritt für Schritt nachvollziehen.

Zuerst die vier wichtigsten Fragen

  1. Was ist Lightroom überhaupt?
  2. Wozu braucht man es?
  3. Was kann es mehr als andere Programme?
  4. Warum sollte ich Geld ausgeben für eine Software zur Bildbearbeitung und Fotoarchivierung, wenn es für diese Aufgaben auch kostenlose Programme gibt?

Diese Fragen tauchen sicher anfangs auf, wenn man sich nur eine kurze Zeit mit Lightroom beschäftigt hat, dann stellen sich diese Fragen nicht mehr. Gut, bei der ersten Frage ist das klar, bei der zweiten Frage auch noch, aber bei Frage drei und vier? Klar, wer erst einmal die Arbeitsweise von Lightroom verstanden hat und die Möglichkeiten gesehen hat, die es bietet, der möchte kaum noch mit einem anderen Programm arbeiten.

Ich decke mit Lightroom ca. 50-60% meiner Fotonachbearbeitung ab. Jetzt mit Lightroom 2.0 wird es wohl noch etwas mehr werden. Sie werden noch sehen, warum.

Also zur Frage 1 und 2: Was ist Lightroom überhaupt und wozu braucht man es?

Lightroom ist eine Software, mit der man Digitalfotos archivieren kann. Das heißt, man kann die Fotos von einer Speicherkarte, einer CD oder einem anderen Medium auf den PC kopieren. Beim Kopieren kann man den Dateien gleich bestimmte Suchbegriffe zuordnen, was das spätere Wiederfinden ungemein erleichtert. Außerdem kann man mit Lightroom diese Fotos auch bearbeiten, angefangen von der Hellgikeit, dem Zuschnitt, rote Augen entfernen, Schwarz/weiß-Umwandlung und vieles, vieles mehr.

Man stelle sich vor, man hat 100-200 Fotos auf dem PC. Gut, dabei sollte es nicht so sehr lange dauern, das Foto von Tante Emmas Geburtstag aus dem letzten Jahr wiederzufinden. Haben sie aber nun 10.000 oder gar 20.000 oder mehr Fotos auf ihrem PC, dann wird es schon schwieriger. Hier könnte man sich weiterhelfen, indem man beim kopieren auf den PC aussagekräftige Ordnernamen vergibt.

Nun stellen sie sich vor, man sucht ein Foto aus dem letzten Jahr, auf dem Rosen zu sehen sind und außerdem noch Tante Emma. Nun wird es schon fast unmöglich, hier schnell mal alle Fotos anzuschauen, auf die diese Kriterien zutreffen.

Mit Lightroom ist das eine Arbeit von Sekunden.

Es braucht dafür natürlich ein wenig Vorarbeit. Die sollte man am besten auch immer gleich beim oder nach dem Importieren erledigen, sonst vergisst man es. Später ist die Arbeit mühsamer. Was ist also zu tun? Man vergibt einfach Suchwörter für bestimmte Fotos. Jedes Foto bekommt Suchworte, die es beschreiben.

landschaft mit dorf

Für dieses Beispielfoto würde ich z.B. folgende Suchworte vergeben:

Feld, Ähren, Korn, Weizen, Dorf, blauer Himmel, Wolken

Ob sie jetzt die gleichen Suchbegriffe verwenden würden, kann ich nicht sagen. Überlegen sie sich, was sie als Suchbegriff verwenden würden, wenn sie genau dieses Bild suchen würden. Hört sich im ersten Moment vielleicht umständlich an, aber im Grunde ist es recht einfach und sehr hilfreich, wenn man später etwas sucht.

Beim Importieren der Fotos von der Speicherkarte auf den PC vergebe ich schon einmal Suchbegriffe, die für alle Fotos zutreffen, die ich gerade importiere. Meist hat man ja Fotos auf der Speicherkarte, die man zu einem bestimmten Anlass fotografiert hat, wie z.B. Tante Emmas Geburtstag. Dann gebe ich gleich die Suchbegriffe Tante Emma und Geburtstag, vielleicht auch noch Feier als dritten Suchbegriff an. Die werden dann gleich allen Fotos zugeordnet, die ich importiere.

Das ist der eine Grund, wozu man Lightroom brauchen kann. Es hilft einem ungemein dabei, seine Bilderfluten zu handhaben und zu orgsanisieren.

Lightroom hat dann auch Filterfunktionen, die ganz automiatisch eine gewisse Suche ermöglichen. In jedem Foto wird z.B. beim fotografieren schon hinterlegt, an welchem Tag zu welcher Uhrzeit es aufgenommen wurde. Außerdem wird mit gespeichert, mit welcher Kamera das Foto gemacht wurde, mit welchem Objektiv usw. Nach all diesen Dingen können Sie natürlich auch suchen. Mann kann also einfach Lightroom sagen, zeige mir die Fotos, die ich zwischen dem 15. August 2007 und dem 20. August 2007 mit meiner Canon Kamera gemacht habe.

Ein Beispiel für das schnelle Arbeiten mit Lightroom – ich gestalte jedes Jahr für die Omas und Opas unseres Sohnes einen Jahreskalender mit Fotos von ihm. Nun ist es immer ganz gut, wenn man im Januar Fotos vom Winter hat und im Juli Sommerfotos. Ich habe die 13 Fotos innerhalb von sehr kurzer Zeit gefunden, ich gebe als Suchbegriff nur den Namen meines Sohnes ein und Januar und schon sehe ich alle Fotos meines Sohnes, die ich irgendwann in einem Januar gemacht habe.

Zu Frage 3: Was kann es mehr als andere Programme?

Sehr viel, es lässt sich nur recht schwer erklären. Lightroom ist von Adobe mit Unterstützung von Fotografen entwickelt worden. Es ist eine Software von Fotografen für Fotografen. Die Arbeitsweise ist sehr einfach gehalten und bietet unheimlich viele Möglichkeiten. Schauen Sie sich die restlichen Tutorialteile an, sie werden mir Recht geben.

Zu Frage 4: Warum sollte ich Geld ausgeben, wenn es Freeware gibt?

Ganz einfach, es gibt keine Freeware, die vergleichbar oder nur annähernd das kann, was Lightroom kann. Es gibt meiner Meinung nach nicht einmal eine andere komerzielle Software, die Lightroom nahe kommt.

Das war es für heute mit dem ersten, recht textlastigen Teil, ich hoffe, sie haben bis hierher durchgehalten. Im Teil 2 gibt es dann wieder mehr Screenshots zu bewundern. Es wird dann um die Oberfläche von Lightroom gehen. Bleiben Sie gespannt.

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