Testbericht Wacom Intuos4 L

Heute möchte ich mal wieder einen Test- oder Erfahrungsbericht auf einpraegsam.de veröffentlichen. Wie schon vor einigen Tagen im Bericht über mein Equipment (link) geschrieben, wollte ich mir das Wacom Intuos Grafiktablett zulegen. Dieses habe ich nun seit etwa 10 Tagen im Einsatz. In den letzten tagen hatte ich auch etwas Zeit, mich mit dem Tablett etwas näher zu beschäftigen.

Das bisherige Grafiktablett, das bei mir zum Einsatz kam, war das Aiptek Media-Tablett 14000U. Ein gutes Tablett. Als ich mir dieses vor einigen Jahren gekauft habe, war Windows XP noch Standard-Betriebssystem. Treiber lagen bei, es funktionierte prima, auch im 2 Monitor-Betrieb. Man konnte in den Einstellungen festlegen, dass nur der Hauptmonitor genutzt wird. Beim Kauf dachte ich, je größer, je besser, also sollte es das A4-Tablett sein. Bei der Arbeit damit merkte ich aber mit der Zeit, das A4 für mich zu groß ist. Beim Umstieg zu Windows Vista gab es dann schon nur noch Beta-Treiber, die den Beta-Status auch nie verlassen haben. Nun für Windows7 gibt es gar keine Treiber, es funktioniert zwar, aber halt nur über beide Monitore.

Die Größe

Das Grafiktablett Wacom Intuos4 gibt es in 4 verschiedenen Größen:

  • S – Größe A6
  • M – Größe A5
  • L – Größe A4
  • XL- Größe A3

Ich habe mich für die M-Variante entschieden, da diese Größe für mich wohl die optimale Größe ist. Es ist noch handlich und trotzdem nicht zu klein zum präzisen Zeichnen.

Der Lieferumfang

Die Verpackung allein spricht schon für sich. Sehr hochwertig sieht sie aus. Gut, auf Verpackung kann man normalerweise nicht auf den Inhalt schließen. Das Tablett selbst ist sehr flach die dickste Stelle misst nur 12mm. Die Außenmaße betragen etwa 37*25cm. Teilweise schwarzer Klavierlack, teilweise mattes Schwarz bilden die Oberfläche des Tabletts. Installations-CD und ein 2,5m langes USB-Kabel liegen ebenfalls bei. Außerdem ein Stifthalter und 10 Ersatz-Spitzen.
Als weitere Zugabe im Lieferunfang fand ich einen Download-Code, mit dessen Hilfe man sich aus mehreren Programmen auf der Wacom-Seite eines auswählen und downloaden kann.

Der Stift

Der Stift ist zweiseitig verwendbar, auf der einen Seite befindet sich die Zeichen-Spitze, auf der anderen Seite das “Radiergummi”. Um das Radiergummiwerkzeug in Photoshop zu benutzen, muss man so nur noch den Stift umdrehen, leider funktioniert das in GIMP nicht.

Der Stift erkennt 2048 Druckstufen, d.h. je stärker ich aufdrücke, um so dicker wird die Pinselspitze, oder um so dunkler wird die gewählte Farbe, ganz so wie beim Zeichnen oder Malen auf Papier. Man gewöhnt sich sehr schnell da dran. Mit der Maus arbeite ich seitdem in Photoshop gar nicht mehr.

Außerdem erkennt das Tablett auch die Schrägstellung des Stiftes, man kann also auch kaligrafisch zeichnen. Die 10 zusätzlichen Stiftspitzen beinhalten unter anderem auch eine ganz weiche Spitze. Mit dieser Spitze fühlt sich das zeichnen an, als würde man mit einem Pinsel malen. Außerdem gibt es noch Spitzen verschiedener Härte. Man kann den Stift also ganz nach eigenen Wünschen gestalten.

Das Tablett

Das Tablett selbst ist für Linkshänder genau so gut geeignet, wie für Rechtshänder. Linkshänder können es einfach um 180 Grad drehen, so dass sich die Tasten und das Wahlrad dann auf der rechten Seite befinden.

Die Tasten – 8 Stück davon sind am Rand untergebracht, sie können frei belegt werden. Es geht aber noch viel weiter, in der Tablett-Steuersoftware kann man hier die Tastenbelegung jeweils für bestimmte Programme festlegen. Ich kann also für Photoshop eine andere Tastenbelegung speichern, wie für Lightroom oder für GIMP. Das ist natürlich ein ganz großes Plus. Das Tablett erkennt selbst, welches Programm gerade genutzt wird und schaltet automatisch die Belegung um.

Es wird aber noch besser. Beim Aiptek-Tablett gab es auch viele verschiedene belegbare Tasten, aber es war halt schwierig, sich zu merken, welche Funktion nun auf Taste 2, welche auf Taste 8 liegt. Das Problem ist hier beim Wacom-Tablett einfach genial gelöst. direkt neben den Tasten befinden sich kleine OLED-Displays, die dann jeweils die eingestellte Tastenbelegung anzeigen. Die Beschriftung dreht sich sogar, wenn man von Rechtshänder auf Linkshänder umstellt.

Ein Wahlrad ist Touch-Sensitiv und befindet sich zwischen den 2 Tastenblöcken, hier kann man 4 verschiedene Funktionen belegen, etwa eine Zoom-Funktion, man bewegt den Finger also einfach auf dem Rad nach rechts, schon wird reingezoomt, bewegt man nach links, wird Ausgezoomt. Eine weitere Funktion ist hier zum Beispiel die Veränderung der Pinselspitzengröße. Leider kommt die Software mit Umlauten nicht klar (haben wohl die Amerikaner mal wieder nicht dran gedacht), so funktioniert nur die Vergrößerung der Pinselspitze (Taste #). Die Verkleinerung (Taste ö) geht nicht. Vielleicht hat da ja jemand einen Tip für mich.

Fazit

Klar ist das Wacom-Tablett teurer als einige andere Konkurenz-Produkte. Es spielt aber meiner Meinung nach in einer ganz anderen Liga. Wer wirklich Bildbearbeitung mit einem Grafik-Tablett machen möchte, dem rate ich zu Wacom. Das Intuos4 kann ich nur wärmstens empfehlen.Um noch einmal zum 2-Monitor-Betrieb zurück zu kommen, mit dem Wacom Tablett ist es möglich durch Tastendruck auf dem Tablett umzuschalten, entweder ist das Tablett für Monitor 1 aktiv, für Monitor 2 oder für beide zusammen. So hatte ich mir das auch vorgestellt. Leider hat Aiptek das wohl nicht hin bekommen.

Noch Fragen? Ich stehe gern Rede und Antwort.

Hinterlass einfach einen Kommentar oder schreib eine eMail an info@joerg-esser.de

0 Antworten
  1. Hasi4
    Hasi4 says:

    Die Radierfuktion ist auch in Gimo nutzbar. Mann muss lediglich beim Programmstart mit dem Radiere auf das Radiersymbol klicken. In der Normalposition sollte der Stift wieder in den PPinselmodus wechseln. Falls das nicht geht, hilft es den Treiber neu zu installieren.
    lg hasi

    Antworten

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