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Photoshop auf SolidState-Disk – bringt das was?
Ich habe schon lange überlegt, mein Betriebssystem und ein paar wichtige Programme auf eine sogenannte SSD (Solid-State-Disk) zu installieren. Letzte Woche habe ich das dann mal ausprobiert. Hier nun einige erste Eindrücke über die Stabilität und Geschwindigkeit meines Systems. Ich teste die SSD in meinem
SSD – was ist das?
Eine SSD ist eine Festplatte, die ohne jegliche beweglichen Teile auskommt. Im Prinzip kann man sie mit einer Speicherkarte vergleichen, die aber das Aussehen und die Anschlüsse einer Festplatte hat.
Welche Vorteile hat eine SSD?
Vor allem ist hier der Geschwindigkeitsvorteil genannt. Eine SSD ist schon um einiges schneller als eine Standard-Festplatte. Durch die kompakte Bauweise ist die Platte sehr leicht und eigentlich fast “unkaputbar”. Man müsste schon mit dem Hammer draufhauen. Diese Platten sind vor allem für Notebooks sehr gut geeignet, da der extrem geringe Stromverbrauch die Akkulaufzeit verlängert und die SSD gegen keinerlei Probleme bei gelegentlichen Stößen hat, wie sie ja schon mal vorkommen, wenn das Gerät im Fahrzeug betrieben wird. Der letzte Vorteil ist die Geräuschentwicklung – eine SSD hat einfach keine.
Welche Nachteile hat eine SSD?
Hier ist zuerst mal der Preis zu nennen. Wenn man den Preis je Gigabyte mit dem einer Standard-Festplatte vergleicht, dann ist die SSD schon um einiges teurer. Mehr Nachteile habe ich bisher noch nicht gefunden. Der Preis wird sich sicher über die zunehmende Verbreitung am Markt auch denen der Standard-Festplatten annähern.
Erste Erfahrungen mit der SSD
Ich habe mich für eine 128GB Kingston-SSD entschieden, 64 GB war mir zu wenig, 320GB war mir zu teuer. Da ich auf der Systemplatte auch nur wenige, wichtige Programme installieren will, der Rest landet auf der 1TB – Standard-Festplatte, die außerdem im System steckt, komme ich mit den 128 GB erst mal ganz gut aus.
Windows-Start
Der ist nicht sonderlich schneller geworden, hatte ich aber auch nicht unbedingt erwartet. Was merklich schneller geworden ist, ist der Start der Autostartprogramme. Von der Anmeldung am Windows bis zum wirklich fertig gestarteten Windows dauerte es sonst schon immer ne kleine Weile. Das geht jetzt wesentlich schneller.
Programmstart
Der Start der Programme, die auf der SSD installiert sind, ist auch merklich schneller geworden. Genaue Zeitmessungen habe ich momentan noch nicht gemacht, aber die Geschwindigkeit ist merklich gesteigert.
Suchfunktion
Die ist der Hammer. Sowohl die Windows-Suche, als auch die Suche im Outlook ist eigentlich fast ohne Zeitverzögerung fertig. Auch bei vollständiger Indexierung hat das mit der Standard-Festplatte etwas gedauert.
Photoshop
Der Start ist etwas schneller als vorher. Die Arbeit im Photoshop ist etwas flüssiger, vor allem bei größeren Dateien. Hier gab es beim Aufruf verschiedener Funktionen schon längere Bearbeitungszeiten, das ist ein wenig schneller geworden. Viel war hier aber auch nicht zu erwarten, da ein Großteil der Arbeit im Grafikprozessor abläuft und ich mit 6GB RAM sicher ausreichen Arbeitsspeicher habe, dass nur selten auf die Festplatte zurückgegriffen werden muss.
Fazit
im Notebook-Einsatz ist die SSD vor allem für diejenigen ein Vorteil, die oft auf den Akku angewiesen sind, da sich die Akkulaufzeit durch den geringen Stromverbrauch verbessert. Für den Arbeitsplatz-PC ist die SSD gut geeignet, um bestimmte Programme, die viel und oft auf die Festplatte zurückgreifen, zu beschleunigen. Hier ist aber momentan noch der hohe Preis etwas abschreckend. Ob die SSD für Spiele von Vorteil ist, habe ich nicht getestet, da ich auf dem Büro-PC keine Spiele installiert habe. Wenn ich aber bedenke, dass die aktuellen Spiele schon gern mal 10 GB an Daten auf die Platte schaufeln, wäre die 128GB-SSD ziemlich schnell voll.
Hast Du schon Erfahrungen mit SolidState-Disks gemacht?
87 Lightroom 3 Beta 2 Testergebnisse
Im heutigen Video möchte ich ein paar interessante Neuerungen zeigen, die es in die Betaversion 2 von Lightroom 3 geschafft haben. Die erste Betaversion war hier ja ziemlich entäuschend. Anscheinend hat sich auch Adobe Gedanken gemacht, es sind einige Neuerungen eingebaut worden, die mir auf jeden Fall gefehlt haben.
Viel Spaß mit der Vorstellung.
und wie immer Lightroom 3 Beta2 – Testergebnisse auf Youtube.
UPDATE: Da hab ich doch glatt den Link zum download vergessen: Lightroom 3 Beta 2 gibts hier zum kostenlosen download.
Erfahrungen mit der Canon EOS 7D – ein Zwischenbericht
Wie die meisten Leser hier schon mitbekommen haben,
fotografiere ich nun seit etwa einem Monat
mit der neuen Canon EOS 7D. Und es macht einfach nur Spaß.
Es gibt immer wieder neue Dinge zu entdecken,
neue Funktionen auszuprobieren.
Gleich zu Begin habe ich schon einen
ersten Erfahrungsbericht hier veröffentlicht (link).
Seitdem ist nun schon einige Zeit ins Land
gegangen und ich konnte die Kamera auf
mehreren Fototouren und Shootings
etwas genauer kennen lernen.
Dies möchte ich zum Anlass nehmen,
hier einen kleinen Zwischenbericht zu schreiben.
Der Umstieg von der 40D zur 7D
War einfacher als ich anfangs gedacht habe. Die Bedienelemente liegen zwar etwas anders, aber nach kurzer Zeit hat man sich hier schnell umgewöhnt. Durch den nachträglich angeschafften Batteriegriff war auch das Handling und die Haptik wieder etwas besser. Eine DSLR ohne Batteriegriff ist für mich irgendwie sehr ungewohnt.
Was mir positiv aufgefallen ist
Nachdem ich in der letzten Zeit häufig am späteren Abend fotografiert habe und dort ja ganz gern zur manuellen Fokussierung auf den Live-View-Modus zurück greife, ist mir bei der 7D aufgefallen, dass die Einstellungsmöglichkeiten wesentlich anschaulicher auf dem großen Display angezeigt werden. So kann man auch in Dunkelheit wesentlich besser den ISO-Wert oder die Art des Selbstauslösers wählen.
Die automatische Wasserwaage ist ein interessantes Hilfsmittel, wenn das Stativ mal nicht genau gerade steht, man aber trotzdem einen ausgerichteten Horizont haben möchte.
Die Ergebnisse bei höheren ISO-Werten sind einfach klasse. Auch die 40D hatte schon ein recht gutes Rauschverhalten bei höheren ISO-Werten. Wenn ich da mal an die Canon EOS 350D zurückdenke, da konnte man kaum mal mit ISO800 fotografieren. Mittlerweile habe ich in Ausnahmefällen sogar schon zu ISO3200 gegriffen und bin mit den Ergebnissen auch recht zufrieden.
Zur Gegenüberstellung hier mal zwei 100%-Ausschnitte der 40D und 7D, jeweils bei ISO1600 fotografiert. Leider habe ich kein gleichartiges Motiv gefunden, das muss ich demnächst nochmal genauer testen.

EOS 40D bei ISO1600

EOS 7D bei ISO1600
Was mir negativ aufgefallen ist
Da gibt es bisher noch nicht sehr viel. Doch, eines stört mich ein wenig. Die Ersatz-Akkus, die ich auch bisher immer als kompatible Akkus gekauft habe, funktionieren nicht so, wie ich es gewöhnt bin. Canon hat sich wohl bei seiner Druckersparte bedient und wie bei den Tintenpatronen auch, einen Chip in die Akkus eingebaut. Hier wird z.B. mitgezählt, wie viele Auslösungen mit diesem Akku schon gemacht worden sind. Nunja, eine Funktion, auf die ich gern verzichten könnte. Diese Funktionen stehen bei den kompatiblen Akkus natürlich nicht zur Verfügung. Leider wird bei den kompatiblen Akkus aber auch keine Füllstandsanzeige dargestellt. Ich kann also nicht sehen, ob meine Akkus voll, halbvoll oder fast leer sind. Das ist nicht wirklich schön.
.psd Photoshop – Zeitschrift für fortgeschrittene Bildbearbeitung
Ich habe hier auf einpraegsam.de schon mehrfach über Zeitschriften geschrieben. Mehr oder weniger positiv. Viele der Zeitschriften, die ich bisher ab und zu mal gekauft habe, boten für den Preis, für den sie verkauft werden, in der Regel zu wenig verwertbare Informationen. Ich brauche keine riesen Hochglanz-Cover, vielleicht noch mit Sonder-Metallic-Druck.
Ich suche Informationen, kein Glanz und Brimborium. Wenn ich schon 10,- € für eine Fotozeitschrift ausgeben soll, dann erwarte ich, dass der Redaktionelle Teil mehr als 60-70% der Zeitschrift einnimmt. Leider ist das so gut wie nie der Fall. Der Platz, den Werbung einnimmt, der Platz, den Tests einnehmen, die durch kostenloses zur Verfügung stellen von Testobjekten, einnimmt, der ist mir einfach zu groß. Wenn ich Tests lesen möchte, dann kaufe ich mir eine Zeitschrift, die sich hauptsächlich mit Tests beschäftigt.
Kaufe ich mir eine Zeitschrift, in der ich Tips und Tricks zur Bildbearbeitung oder zur Fotografie oder interessante Fotos erwarte (weil es das Cover und der Slogan verspricht), dann sollte das auch den Hauptteil der Zeitschrift einnehmen. Viele Zeitschriften machen leider den Eindruck, als wäre der redaktionelle Beitrag ein lästiges Beiwerk, das die vielen, bunten Werbeseiten etwas auflockern soll.
Nun aber zum .psd-Magazin
das .psd-Magazin wird immer wieder genannt, wenn man mal per Twitter oder anderweitig rumfragt, welche Fotozeitschriften so gelesen werden. Als nun vor einiger Zeit eine eMail bei mir eingetrudelt ist, ob ich nicht mal über das .psd-Magazin berichten wolle, war meine erste Reaktion erst einmal zurückhaltend. Ich habe mir das aktuelle Magazin dann doch mal näher angeschaut.
Die oben genannte Verteilung von Informationen und Werbung ist überraschend angenehm, besser als bei vielen anderen Zeitschriften dieser Sparte.
Was mir gleich sehr positiv aufgefallen ist, ist die Einstufung aller Tutorials, die veröffentlicht werden. Jeweils auf der ersten Tutorial-Seite ist zu lesen, welche Photoshop-Version ausreichend ist, wie lange die Arbeit dauert und ob das Tutorial für Anfänger oder Fortgeschrittene gedacht ist. Das wäre eine Sache, ich ich vielleicht auch mal hier im Blog einführen könnte.
Der Online-Auftritt des .psd-Magazins (link) rundet das Angebot ab, hier kann man die Vorlagen der Tutorials downloaden und dann Schritt für Schritt nacharbeiten. Ältere Ausgaben lassen sich hier auch in einer PDF-Version downloaden. Der Zwang zur Newslettereintragung, wenn ich eines der angebotenen PDF-Tutorials downloaden möchte, finde ich eher kontraproduktiv, vor allem, weil die PDF-Tutorials auch Werbung enthalten, also eine gewisse Finanzierung darüber einspielen. In Zeiten von Wegwerf-eMails ist das auch eher sinnlos, finde ich. Ein Button zur Newslettereintragung würde auch reichen.
Der Preis der Zeitschrift beträgt 9,80 € für ein Heft, im Abo spart man hier richtig, das Jahresabo kosten 39,- € für 6 Ausgaben.
Canon 7D – erste Eindrücke – Teil 2
Zum ersten Teil der Testreihe geht es hier (link).
Das Fotografieren
Der Autofokus
Hier wurde sehr viel Arbeit reingesteckt. Die Kamera hat nun 19 Kreuzsensoren. Während bei anderen Kameras meist nur der mittlere Sensor ein Kreuzsensor war, ist der Autofokus nun auf allen Fokuspunkten sehr schnell und treffsicher. Auch fokussiert die Kamera nicht mehr nur auf einen dieser Punkte, sie fokussiert auf mehrere Punkte, man kann auch bestimmte Bildbereiche als Fokusbereich festlegen. Sehr interessant, diese Funktion muss ich unbedingt mal etwas näher testen.
So sehr, wie ich den Autofokus im Normalbetrieb loben muss, so sehr ärgert es mich, dass der Fokus im Liveview-Modus so vernachlässigt wurde. In manchen Situationen dauerte es bis zu 20 Sekunden, bevor der Fokus richtig getroffen hat. Das es anders und besser geht, haben andere Kamerahersteller gezeigt. Hier muss unbedingt noch nachgearbeitet werden. Das wäre vielleicht eine Sache, die ein Firmware-Update beheben könnte. Dieses Problem wirkt sich natürlich auch auf die Fokussierung im Video-Modus aus.
Die Geschwindigkeit
ist einfach einzigartig. 8 Bilder je Sekunde, 18 Megapixelbilder, eine RAW-Datei hat hier eine Dateigröße zwischen 20 und 25 MB. Einfach klasse, was die beiden Prozessoren da leisten. Dabei schafft die Kamera ca. 20-22 Fotos, bevor sie ins stocken kommt, weil das Speichern auf die Speicherkarte nicht hinterher kommt. Das ist schon mal ne Hausnummer.
Die Foto-Dateien
Wie schon geschrieben belegen die RAW-Dateien zwischen 20 und 25 MB auf der Karte. Eine JPG-Datei in der höchsten Aufläsung und der höchsten Qualitätsstufe braucht auch 5-7 MB. Bisher kam ich immer sehr gut mit meinen 3 CF-Karten, 2 Karten mit je 4GB und eine mit 8GB. Hier ist mir ziemlich schnell aufgefallen, dass das in Zukunft wohl nicht mehr reichen wird. Mittlerweile habe ich mir eine 32GB Karte zugelegt, hier ist jetzt auf jeden Fall wieder genug Platz.
Die Video-Dateien
Die Kamera speichert die Videos im Quicktime-Format. Da ich mich mit der Video-Aufnahme noch nicht weiter befasst habe, kann ich hier zu diesem Punkt auch noch nicht mehr schreiben, das teste ich aber auf jeden Fall in der nächsten Zeit genauer.
Was mir aber hier auch bei den ersten Tests schon aufgefallen ist, ist der Umstand, dass das Filmen ohne Stativ recht schnell zu verwackelten Ergebnissen führt. Da wäre zu testen, ob hier die Bildstabilisierung im Objektiv etwas bringt. Dazu später mal mehr.
Die Foto-Ergebnisse
Nach den ersten Probefotos bin ich immer noch am Schwärmen. Vor allem die Fotos mit höheren ISO-Werten sind einfach klasse. Aber hier habe ich auch einiges erhofft. So erging es mir schon beim Umstieg von der 350D auf die 40D. Hier war schon ein enormer Unterschied zu sehen. Jetzt, bei der 7D ist nochmal ein richtig großer Schritt getan worden. Das Rauschverhalten bei höheren ISO-Werten ist gegenüber der 40D noch einmal stark gebessert worden.
Was ich mir wünschen würde
Den besseren Autofokus im LiveView-Modus habe ich schon angesprochen, auch der Ein- Ausschalt-Knopf liegt, wie schon geschrieben nicht sehr gut zugänglich.
Ein größerer Kritikpunkt meiner Meinung nach ist zum Speicherprinzip anzubringen. Hier hätte ich mir für eine Kamera in diesem Preissegment auf jeden Fall einen zweiten Speicherkarten-Steckplatz gewünscht. Und zwar den gleichen, wie er schon vorhanden ist. Was meiner Meinung nach wenig Sinn macht, ist das System der Nikon D300s, die einen CF-Slot und einen SD-Card-Slot hat. Für verschiedene Kartentypen finde ich keine logische Erklärung. Entweder 2 CF-Slots, oder 2 SD-Card-Slots. Hier ist leider etwas verpasst worden. Bei wichtigen Aufnahmen wäre hier ein Backup möglich, ansonsten könnte man auch die Fotos auf die eine Karte und die Videos auf eine andere Karte speichern lassen, das würde meines Erachtens Sinn machen. Dann würde ich zum Beispiel nicht jedes mal eine zusätzliche Meldung im Lightroom beim Import bekommen, die mir sagen will, dass sie die Video-Dateien von der Speicherkarte nicht mit auf den PC kopieren will.












