Artikel mit dem angegebenen Tag "nacht"

Feuerwerk fotografieren, aber wie?

Kirmes-Feuerwerk Mühlhausen 2010In der letzten Woche hatte mal wieder die Gelegenheit, ein zu fotografieren. Zum Abschluss der Mühlhäuser ist es nun schon seit langer Zeit Tradition, dass die Kirmesbudenbesitzer und Fahrgeschäftsbesitzer ein Feuerwerk ausrichten lassen. In den letzten Jahren habe ich das Ganze in der Regel direkt vor Ort angeschaut und teilweise auch fotografiert. Die Nähe zum Feuerwerk brachte einige Vorteile, so sieht man die startenden rechtzeitig, sie bringt aber auch einen großen Nachteil, man fotografiert immer steil oben und bekommt so kaum interessante Konturen mit auf das Bild.

Der geeignete -Standort

Nachdem ich im letzten Jahr die Pyronight in fotografiert habe und dort einen sehr guten Platz gefunden hatte, habe ich mir in diesem Jahr schon frühzeitig Gedanken über den optimalen Platz zum fotografieren gemacht. Dabei war mir ein Fotoausflug vor einiger Zeit behilflich.

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Rose der Nacht

Rose der Nacht - Joerg Esser Fotografie

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Projekt 365 – Tag 247 Licht in den Wolken

Licht in den Wolken - Langzeitbelichtung

Zum Thema habe heute gleich ein aktuelles . Es ist bei der heutigen Fototour entstanden. Auf dem Heimweg blitze es eine ganze Weile in einer einzelnen Wolke, da mussten wir einfach anhalten und noch ein paar Fotos schießen. Leider war das ganze Blitzen ziemlich schnell wieder vorbei, aber das eine oder andere interessante ist doch dabei entstanden.

Hier eine Langzeitbelichtung: 30 Sekunden bei ISO400, Blende 4,5 und einer Brennweite von 35 mm.

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Langzeitbelichtung – Fototechniken Teil 1

Einzelne Beiträge der Serie makro

  1. – Fototechniken Teil 1
  2. Makrofotografie – Fototechniken Teil 2

Marktplatz in Sondershausen
Schon länger liegt mir dieses Thema am Herzen, bisher fehlte mir leider die Zeit, dieses umfangreiche Gebiet etwas näher zu beleuchten. möchte das nun in einem ersten Teil nachholen.

Auf unseren wöchentlichen Fototouren experimentieren wir regelmäßig auch mit verschiedenen Kameratechniken rum. Je Jahreszeit sind das verschiedene Techniken. Im Winter ist das hauptsächlich die Langzeitbelichtung und das arbeiten mit Licht und Schatten. Im Frühjahr sind dass dann vermehrt Makroaufnahmen und Panoramaaufnahmen.

Langzeitbelichtung – die Ausrüstung

Das A und O bei der Langzeitbelichtung ist ein gutes Stativ. Keine Langzeitbelichtung kommt ohne Stativ aus. Hier sollte man beim Kauf auch nicht zu sehr auf einen günstigen Preis schauen, es gibt hier ziemliche Qualitätsunterschiede. Ich nutze seit etwa einem Jahr ein Manfroto 3-bein-Stativ 055MF3 mit Kugelkopf. Dieses Stativ ist sehr standfest und lässt sich ziemlich hoch “ausfahren”. Es bietet aber auch die Möglichkeit, in 10 cm Bodennähe zu .

Ein weiterer wichtiger Ausrüstungsgegenstand ist ein gutes Objektiv. Die besten Ergebnisse habe ich mit meinem Canon 50mm F1.8 Festbrennweitenobjektiv gemacht. Nun sind 50mm manchmal schon zu groß, dann muss es halt ein etwas schlechteres Objektiv tun.

Was nicht unbedingt notwendig ist, aber trotzdem hilfreich sein kann ist ein Fernauslöser. Entweder als Kabelvariante oder besser als Funkfernauslöser. Wer keinen Fernauslöser besitzt, der sollte den Selbstauslöser der Kamera benutzen.

Warum? Bei Langzeitbelichtungen bringt jede kleine Bewegung Unschärfe ins Bild. Auch der Druck auf den Auslöser bewegt die Kamera ein klein wenig. Nutzt man den Selbstauslöser, so drückt man auf den Auslöser, dann hat die Kamera noch 10 Sekunden Zeit, sich wieder zu “beruhigen”.

Will man tagsüber Langzeitbelichtungen machen, so ist ein hilfreich. “schlucken” einfach eine gewisse Menge an Licht und lassen diese nicht zum Objektiv durch. Ohne kann erhält man sonst bei hellem Licht und zu langer Belichtungszeit ein völlig überbelichtetes Bild.

Langzeitbelichtung – welche Kameraeinstellungen?

Manuell ist das Zauberwort. Ich empfehle bei Langzeitbelichtungen immer den manuellen Modus. Hier habe ich die größten Freiheiten, was die Wahl der Blende und der Belichtungszeit anbelangt. Natürlich ist auch die Blendenvorwahl oder die Zeitvorwahl möglich. Wenn es möglich ist, verwende ich den ISO-Wert 100.

Szenario 1 – Nachtaufnahme

Bei Nachtaufnahmen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sind im Blickfeld noch irgendwelche Lichtquellen zu sehen, ermöglicht die Einstellung einer kleinen Blende (etwa Blende 10-20) interessante Lichtpunkte in Sternenform. Bei größeren Blenden (etwa Blende 2.8-5) werden die Lichter einfach nur als Lichtpunkte angezeigt.

Ich beginne in der Regel mit einer mittleren Blende (etwa Blende 8 oder 10) und 30 Sekunden Belichtungszeit. Danach begutachte ich das Ergebnis, ist das Bild zu hell, verringere ich die Belichtungszeit. Ist es zu , so erhöhe ich entweder den ISO-Wert auf 400 oder ich vergrößere die Blende (höherer ISO-Wert = mehr Rauschen im Bild, größere Blende, kleinere Tiefenschärfe).

Benutzt man einen Funkfernauslöser, so kann man hiermit auch längere Belichtungszeiten verwenden. Die Kamera selbst lässt in der Regel maximal den Wert 30 Sekunden zu. Die Bulb-Funktion ist ungeeignet, da ich durch den zweiten Druck auf den Auslöser die Kamera wieder bewegen würde, also ein unscharfes Bild bekomme.

Burschanschaftsdenkmal Eisenach - Bäume bei Nacht - blaue StundeDa bei meiner Canon 7D bei wenig Licht der Autofokus nicht mehr genau genug funktioniert, nutze ich auch hier den manuellen Fokus. Da kommt das hochauflösende LifeView-Display ins Spiel. Ich stelle auf Life-View um und vergrößere den Bildausschnitt mit der Lupentaste an der Kamra, so dass ich eine 10-fach vergrößerte Ansicht im Display sehe, jetzt kann ich ziemlich genau manuell fokussieren.

Nachts fotografiere ich zur Sicherheit immer Belichtungsreihen. Dadurch habe ich einfach mehr Möglichkeiten, ich kann dann am PC besser entscheiden, welche der drei Belichtungen das optimalste Ergebnis bringt.

Szenario 2 – “weiches Wasser”

weiches Wasser - Langzeitbelichtung MühlhausenIch war immer begeistert von solchen tollen Langzeitbelichtungsaufnahmen, in denen irgendwelche Wasserläufe zu sehen waren. Die Wasserläufe sehen hierbei aus, als wären sie aus Seide, ein weicher Schleier liegt darüber. Dieses Ergebnis erzielt man durch eine lange Belichtungszeit.

Diese lange Belichtungszeit erreicht man tagsüber entweder durch eine sehr kleine Blende, oder durch die Verwendung eines Graufilters. Ist das Umgebungslicht nicht sonderlich hell, so kann man sich mit der ersten Methode behelfen, ich stelle Blende 32 ein und versuche es mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden. Ist das Ergebnis zu dunkel, dann versuche ich es mit einer längeren Zeit. Ist das Ergebnis zu hell, bleibt mir nur der Griff zum Graufilter. Diese Filter lassen sich auch wunderbar kombinieren, bietet ein Graufilter immer noch keine ausreichend lange Belichtungszeit, so schraubt man einfach einen zweiten obendrauf.

Was hast Du schon für Erfahrungen mit Langzeitbelichtungen gemacht? Hinterlass doch bitte einen Kommentar.

PS: Wer noch mehr zur Langzeitbelichtung wissen möchte, der sollte unbedingt mal bei Julian vom 19-5-Blog vorbeischauen. Er hat hier eine sehr umfangreiche und gut verständliche Zusammenstellung zu diesem Thema.

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Making of: Fireball – Gastbeitrag von Julian Brinke

Heute möchte mal wieder einen Gastbeitrag veröffentlichen. beschäftige mich ja auch gern mit Nachtaufnahmen, Langzeitbelichtungen und dem Gestalten mit . Julian hat heute einen Beitrag, in dem er erläutert, wie er das hier gezeigte Bild “Fireball” gemacht hat. Eine sehr interessante Technik mit wenig Hilfsmitteln zu bewerkstelligen. Mehr über Julian und seine Fotos kann man auf seinem Blog 19-5.de erfahren.

Gastbeitrag von Julian Brinke - Making of - Fireball


Gastbeitraege - Julian Brinke auf einpraegsam.deHallo, ich bin Julian

ich bin 31 Jahre alt und werdender Vater. Ich photographiere seid 2002 und am liebsten mache ich Langzeitbelichtungen und (360°-)Panoramen oder experimentiere mit Lomos.

Anleitung zu Fireball:

Ausrüstung:

  • Kamera
  • Stativ
  • Fernauslöser
  • Leuchtmittel (Taschenlampe, Knicklichter, …)
  • Ein Seil
  • Eine Taschenlampe
  • Eine(n) Helfer(in) macht das Leben leichter

Vorbereitung:

  • Befestige Dein Leuchtmittel am Seil und mach einen guten Knoten rein.
  • Teste Deine Leuchtmittel – Knicklichter brauchen eine Weile bis Sie die maximale Leuchtkraft haben, Taschenlampen können leere Batterien haben
  • Wenn Dein Helfer sich in Position gebracht hat,  leuchte ihn mit der Taschenlampe an und fokussiere ihn mit der Kamera und wähle den Bildausschnitt. Dein Helfer sollte seine Position nun nicht mehr verlassen.
  • Schalte danach den Fokus auf Manuell um.
  • Schalte Deine Kamera auf manuelle Einstellungen. Ich empfehle den „Bulb“ – Modus hier kann man am besten mit der Belichtungszeit variieren. Ansonsten wähle die Blendenautomatik (hier kann man eine Zeit vorgeben) und wähle eine möglichst große Zeit (in der Regel 30sek)
  • Schalte Deine Taschenlampe aus.

Das

Der Helfer beginnt nun das Leuchtmittel an der Schnur zu drehen, am besten nur aus dem Handgelenk, damit dir Leuchtspurt schön rund ist. Ein Photo jetzt würden einen Kreis ergeben. Nun dreht sich Dein Helfer zusätzlich um die eigene Achse. Somit bekommst Du eine Kugel. Je ruhiger die Hand an derselben Stelle bleibt desto gleichmäßiger wird der Kreis.

Versuche…

  • … doch auch mal mit 2 Helfern 2 ineinandergreifende Kreise oder Kreise mit verschiedenen Farben…
  • … verschiedene Leuchtmittel – meine besten Photos habe ich mit glühenden Ästen aus einen Lagerfeuer gemacht…
  • … verschiedene Formen…

Nun viel Spaß

Julian // 19/5

Joerg schrieb:
Klasse Tip. Da weiß ich schon, was ich auf der nächsten Fototour unbedingt mal ausprobieren muss. Mal sehen, ob ich auch solche tollen Ergebnisse hin bekomme. Ich danke Dir für den Gastbeitrag und freue mich auf die Kommentare. Vielleicht postet ja mal der Eine oder Andere einen Link zu seinen Ergebnissen beim Versuch, Deine Anleitung umzusetzen.

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