Artikel mit dem angegebenen Tag "Fotografieren"
Die Fesseln abstreifen – Fernauslöser
Ich muss gestehen, ich habe derer schon einige gekauft. Irgendwie ist man immer auf der Suche nach den Dingern, wenn man sie braucht, findet man sie garantiert gerade nicht.
Aber das soll nicht das Thema heute sein, es geht mir eigentlich mehr um die verschiedenen Arten von Fernauslösern. Und schon vorweg gesagt, jeder Fernauslöser ist bei Langzeitbelichtungen besser als gar keiner…
Der Kabel-Fernauslöser
Das ist sicher die Variante, die man schon am häufigsten gesehen hat. Ein Auslöser, der mit einem in der Regel zu kurzen Kabel mit der Kamera verbunden ist. Viel mehr gibts dazu auch nicht zu sagen. Praktisch? Nunja, man braucht keine Batterien dafür, das ist für mich der einzige Vorteil.
Der Infrarot-Ferauslöser
Der funktioniert eigentlich genau wie eine Fernseh-Fernbedienung. Bis auf eine gewisse Entfernung ein ganz brauchbares Gerät. Das Problem beginnt an der Stelle, wo die Entfernung vom Sender zum Empfänger zu groß wird, dann kommt es vor, dass zuerst die Kamera nur ab und zu auslöst (wenn man gerade so an der Reichweitengrenze liegt) und dann bei noch größerem Abstand gar nicht mehr ausgelöst wird. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei starker Sonneneinstrahlung die Entfernung nochmal dramatisch abnimmt. Ein Vorteil der IR-Fernauslöser ist der, dass der Empfänger bei manchen Kameratypen schon mit eingebaut ist (meine EOS 7D hat zum Beispiel einen IR-Empfänger eingebaut). Hier spart man sich den separaten Empfänger, das macht das ganze etwas preiswerter. Außerdem kann man zur Not auch eine Universalfernbedienung als Ersatz missbrauchen kann.
Für das iPhone (“es gibt für alles eine App”) gibt es da natürlich auch eine App.
Ich habe mir vor kurzem einen IR-Sender für das iPhone zugelegt, eine der beiden dazugehörigen Apps ist dazu geeignet, als Auslöser herzuhalten. Die App ist eigentlich dafür gedacht, Timelaps-Aufnahmen zu machen, man kann also einen Zeitinterval einstellen (2 Sekunden bis 1 Stunde), dann wird jeweils nach Ablauf der Zeit die Kamera über IR ausgelöst. Sehr interessant, da könnte noch einiges ausgebaut werden an dieser Software.
Der Funk-Fernauslöser
Dieser Fernauslöser funktioniert auf Funk-Basis und ist somit der Reichweiten-Champion der hier aufgeführten Fernauslöser. Die gängigen Geräte überbrücken gern auch mal eine Reichweite von 50m und mehr (wobei das schon fast wieder so weit weg ist, dass man es eigentlich höchstens sehr selten braucht). Die Auslösung innerhalb den normalen Grenzen, die ich jetzt mal mit 2-15m ansetzen würde, ist hierbei sehr präzise. Auch durch eine Wand hindurch funktioniert der Funk-Auslöser meist problemlos. Natürlich darf man bei all diesen Funk- oder IR-Fernauslösern nicht vergessen, die Batterien ab und an zu überprüfen, das ist wohl mein größtes Handycap.
Wie verwende ich einen Fernauslöser?
In der Regel bestehen die Fernauslöser aus zwei Teilen, dem Sender und dem Empfänger. Den Empfänger schließt man mit Hilfe eine Kabels an die Kamera an. Den Sender hat man in der Hand. Meist kann man am Sender dann noch verschiedene Modi wählen. Edel (und natürlich auch teurer- hey, wer hat gesagt, fotografieren ist ein billiges Hobby?) wird es dann, wenn der Sender gleichzeitig noch die Möglichkeit bietet, bestimmte Zeitintervalle einzustellen, um etwa Timelaps-Aufnahmen machen zu können, oder um eine bestimmte Bulb-Zeit einstellen zu können, das bietet dann auch die Möglichkeit, Langzeitbelichtungen zu machen, die über die 30 Sekunden hinaus gehen, die an der Kamera einzustellen sind.
Tja, und wenn ihr jetzt noch wissen wollt, wo man sowas kaufen kann, da habe ich drei Tipps für Euch. Natürlich gibts im Fotofachhandel immer solches Zubehör. Eine größere Auswahl bietet natürlich Amazon an, die meiner Meinung nach beste Auswahl bietet Enjoyyourcamera.com an.
UV-Fotografie – ein Interview mit Beo Beyond
Ich experimentiere ja selbst auch schon lange gern mit Licht und Schatten. Jetzt, wo es auf die düstere Jahreszeit zugeht, ist mal wieder Zeit, sich etwas mehr den Experimenten zu widmen. Es macht einfach tierisch Spaß, mit verschiedenen Lichtquellen zu arbeiten, eine Szene mit mehreren Blitzen oder Lichtquellen auszuleuchten und zu fotografieren.
Nun bin ich in dieser Woche auf die UV-Fotografie gestoßen. Ich suche j immer nach Gastautoren zu interessanten Themen, da kam mir die Anfrage von dem Künstler Beo Beyond ganz recht. Die Fotos versprechen schon einmal einiges.
UV-Fotografie – der Künstler Beo Beyond im Interview
Hallo Beo Beyond, vielen Dank für das Interview über dieses interessante Thema.
Würdest Du bitte Deine Arbeit kurz beschreiben?
Hallo, ich gestalte Bilder, Kostüme und Fotografien mit fluoreszierenden Materialien und Schwarzlicht. Wobei sich die Grenzen zwischen den einzelnen Medien und Genres auflösen: Fotografie verbindet sich mit Malerei. Kunst und Design vereinen sich in Form von Kostümen und Shows.
Welche Technik kommt bei der UV-Fotografie zum Einsatz?
Digitalkameras machen es einem heute wesentlich einfacher gute Resultate zu erzielen. Ich habe damals unzählige Testreihen machen müssen auf Film und mit diversen Entwicklungsverfahren. Gute Low-light Eigenschaften sind die wichtigste Voraussetzung beim Kamera-Equipment und das heißt, der Sensor sollte groß sein, bzw. ein großer Pixelpitch ist von Vorteil, um das Bildrauschen zu unterdrücken. Und ein absolutes Muss ist ein Stativ.
Was ist beim Licht-Setting zu beachten?
Fluoreszierende Materialien geben nicht mehr Licht ab als eine Kerze. Das ist also extremer Low-Light –Bereich und hier kann man kein Blitzlicht einsetzen. Die UV-Lampen für meine Ausstellungen und Shows konstruiere ich selbst, da es keine Lampen auf dem Markt gibt, die genau meinen Anforderungen entsprechen. Zum Fotografieren genügen aber schon einfache UV-Röhren, bzw. gibt es die auch als kompakte Energie-Sparlampen.
Wo kann man mehr zum Thema UV-Fotografie, Schwarzlicht und Fluoreszenz finden?
Auf Wikipedia gibt es sehr gute und aussagekräftige Artikel zu diesen Themen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ultraviolettstrahlung#Schwarzlicht
Vielen Dank für das Interview, wo kann man mehr über Dich und Deine Arbeiten finden?
Meine Webseite ist unter der Adresse http://www.beobeyond.com zu finden. Auf Flickr findet man meine Arbeiten unter der Adresse: http://www.flickr.com/photos/beobeyond/
Fotografieren als Beruf – geht der Spaß verloren?

Wieder einal beginne ich einen Beitrag mit einer Frage, eine Frage die mir in der letzten Woche gestellt wurde. Die Frage habe ich ohne lange nachzudenken mit einem klaren “Nein” beantwortet. Trotzdem hat mich diese Frage danach noch einige Zeit beschäftigt. Ich habe an dem Abend noch eine ganze Weile über das Thema nachgedacht.
Geht der Spaß an der Fotografie nicht vielleicht doch verloren?
Klar ist es etwas anderes, ob ich beruflich eine Veranstaltung oder eine Feier fotografiere, oder ob ich privat mit Freunden unterwegs bin und einfach nur aus purem Spaß fotografiere. Es ist anders, aber es macht bisher kein bischen weniger Spaß. Und ich lerne jedesmal wieder etwas dazu. Wer in diesem Beruf behauptet, er lerne nichts mehr dazu, er könne schon alles, der heißt entweder Joe McNally oder er macht sich was vor…
Ich glaube es hat mir bisher noch nie etwas, das ich beruflich mache, so viel Spaß gemacht, wie die Fotografie und die Trainings und Workshops zur Bildbearbeitung.
Meine Antwort auf die anfangs gestellte Frage lautet also auch nach längerem Nachdenken eindeutig “Nein”, der Spaß geht nicht verloren.
Fotografieren oder Knipsen?

“Fotos knipsen”, ein geflügeltes Wort, was bedeutet es aber? Oder besser:
Was ist der Unterschied zwischen einem geknipsten Bild und einem Foto?
Manchmal sieht man da auch keinen Unterschied, aber meiner Meinung nach ist das ein seltener Glücksfall. Sicher ist hier der Unterschied auch wieder einmal recht subjektiv.
Erst einmal zum Knipsen. Ich selbst würde für mich alle Fotos, die ich bis vor etwa 4-5 Jahren gemacht habe, als geknipste Schnappschüsse einordnen.
Die Fotos waren ohne große Vorbereitung, ohne lange nachzudenken und vor allem immer im Automatik-Modus aufgenommen. Natürlich sind dabei schöne Erinnerungen, immer auch mal wieder ein interessantes Motiv, aber von heute aus gesehen ist es in der Regel schlecht umgesetzt.
Nun also zu dem,
Was ich heute unter dem Begriff “fotografieren” verstehe
Fotografieren braucht Zeit, das ist wohl das wichtigste an der ganzen Sache. Ein gutes Foto muss mehr ausmachen als nur ein schnell ausgelöstes Bild. Ich werde jetzt nicht anfangen uns sagen: “Ein Bild muss eine Geschichte erzählen.”, das mag sein, aber in der Regel kennt nur der Fotograf die Geschichte, der Betrachter assoziiiert in der Regel etwas ganz anderes oder sieht einen anderen interessanten Punkt im Bild.
Was also macht ein gutes Foto aus? Zuerst einmal ist für mich ein interessanter Bildaufbau wichtig. Dabei ist natürlich der goldene Schnitt zu nennen. Aber natürlich ist auch der Bruch einer solchen Regel in manchen Fällen genau das, was ein Bild interessant macht.

Führende Linien sind ein weiterer Aspekt, der ein Bild für mich interessant macht. Ein Bild mit einer interessanten Linienführung finde ich einfach toll. Dabei ist es manchmal gar nicht so einfach, solche Linienführungen in der Natur auch zu sehen. Aber gerade das Suchen nach solchen “interessanten Motiven” schult das fotografische Auge ungemein.
Interessante Farbgegensätze sind ein weiterer Punkt, den ich an manchen Bildern mag. Das Rot der Mohnblumen zum Beispiel in einem grünen Kornfeld ist einfach toll.
Was macht für Dich den Unterschied zwischen geknipstem Schnappschuss und einem guten Foto aus?
Blutmond – Wie fotografiere ich die Mondfinsternis?
Heute ist es mal wieder so weit, es ist Vollmond. Aber nicht nur irgendein Vollmond, heute ist auch bei uns in Mitteleuropa mal wieder eine totale Mondfinsternis zu bestaunen und natürlich auch zu fotografieren. Aus diesem Anlass möchte ich noch einmal kurz auf zwei meiner schon älteren Beiträge zu diesem Thema hinweisen, vielleicht helfen sie ja dem einen oder anderen dabei, heute ein paar schöne und interessante Fotos hin zu bekommen.
Bei mir sieht es momentan leider eher bewölkt aus, aber ich hoffe immer noch, dass die Wolkendecke bis gegen 21:30 Uhr aufreißt und der Mond zu sehen sein wird.
Warum Blutmond?
Blutmond deshalb, weil der Mond durch den Erdschatten nicht komplett abgedunkelt wird, die Lichtstrahlen der Sonne werden vom Erdmantel wieder auf den Mond geworfen und lassen diesen in einem Rostroten Schimmer am Himmel erscheinen. Der Mond ist also auf seinen gesamten Weg durch Erdschatten sichtbar.
Der Mond taucht schon gegen 21.00 Uhr in den Erdschatten ein. Das ist aber hier bei uns nicht beobachtbar, da der Mond hier erst gegen 21:30 Uhr am Horizont erscheint. Gegen Mitternacht hat der Mond dann den Erdschatten ganz verlassen.
Ich würde mich über ein paar Links zu euren Mondfotos freuen, hinterlasst einfach einen Kommentar.
Hier nun die Hinweise und Tipps zur Mondfotografie:
Mondfotografie – Wie bekomme ich gute Mondfotos
Tutorial – Wie mache ich mehr aus meinen Mondfotos?

















