Digitale Bildbearbeitung – der einpraegsam.de-Video-Podcast
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  • August31st

    Fernauslöser - kabelgebunden oder kabellos?Wieder einmal eine Gewissensfrage. Diese Frage habe ich zwar schon vor einiger Zeit mal gestellt, heute möchte ich aber noch etwas tiefer in die Materie gehen. Außerdem interessiert mich, was ihr so für Fernauslöser nutzt. Ich fotografiere ja gern in den Abendstunden, gern auch mal bei Dunkelheit. Dabei entstehen naatürlich immer wieder auch Langzeitbelichtungen, HDR-Bilder, Panoramen usw.

    Das Stativ ist natürlich immer im Auto dabei, nur stellt sich regelmäßig die Frage, nutze ich den Fernaauslöser, oder reicht auch dder Selbstauslöser der Kamera? Wenn Fernauslöser, dann kabelgebunden oder kabellos? Wenn kabellos, dann Infrarot oder Funk? Dann erst einmal meine Einschätzung Schritt für Schritt dazu:

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  • August18th

    Canon EOS 7D mit Batteriegriff BG-E7Canon EOS Batteriegriff BG-E7Der Batteriegriff – ein Kamerazubehör, das bei mir schon fast so lange im Einsatz ist, wie ich mit digitalen Spiegelreflexkameras fotografiere. Die erste DSLR war bei mir eine 350D. Den Batteriegriff dazu habe ich mir vielleicht ein halbes Jahr nach der Kamera gekauft und nie wieder abgebaut. Den Unterschied zu einer Kamera ohne Batteriegriff habe ich das erste mal richtig wahr genommen, als ich dann auf der Photokina eine Fototour mit der damals neuen 400D machen konnte. Die reine Baugröße der Kamera war mit der 350D ziemlich identisch. Trotzdem kam mir die 400D ein wenig wie ein Spielzeug vor, allein weil der Batteriegriff fehlte.

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  • Juli1st

    HDR-Aufnahme - Sony-Center BerlinDie HDR-Fotografie scheidet ja ziemlich stark die Geister in der Fotogrfieszene. Die einen begeistern sich für HDR-Fotografie, die anderen lehnen sie als zu künstlich ab. Dabei muss da gar nicht sein. Klar sind die meisten HDR-Aufnahmen sofort als solche zu erkennen, die besten HDR-Aufnahmen sind aber meiner Meinung nach die, die nicht sofort als HDR auszumachen sind.

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  • Juni7th

    ein halbes Jahr mit der EOS 7DSeit etwas über einem halben Jahr fotografiere ich nun mit der Canon EOS 7D und möchte zu diesem Anlass mal wieder einen kleinen Zwischenbericht geben. Einen ersten Anfangsbericht hatte ich ja zu Beginn schon mal geschrieben (link), nun ist einige Zeit vergangen, jetzt will ich mal die ersten Eindrücke mit den Erfahrungen nach 6 Monaten vergleichen.
    Wenn jemand andere Erfahrungen gemacht hat, würde ich mich über einen Kommentar freuen.

    Live-View der 7D

    Der Live-View-Modus macht mir immer mehr Spaß, da ich im ersten halben Jahr sehr viel in der abendlichen Dunkelheit fotografiert habe, habe ich den Live-View-Modus zum manuellen fokussieren sehr häufig genutzt. Das große Display hat einfach eine sehr gute Auflösung und bietet hier viele Möglichkeiten. Auch die integrierte elektronische Wasserwage hat mir öfters geholfen.

    Fotografieren bei hohen ISO-Werten

    Diesen Punkt hatte ich ja schon im ersten Bericht positiv bewertet. Ich muss sagen, ich bin immer noch begeisterst, wie gut die 7D bei hohen ISO-Werten funktioniert. Vor ein paar Tagen hatte ich ja einige Fotos von meinem ersten fotografierten Konzert gepostet, die ich fast ausschließlich bei ISO1600 fotografiert habe. Wenn ich da an meine erste DSLR, eine EOS 350D zurück denke, da war das Rauschen bei ISO 400 schon stärker.

    Menügestaltung und Bedienung

    Die Bedienung der 7D ist gegenüber der 40D oder der 350D logischer aufgebaut, das Auswahlrad, welches die 40D auch hat, ist einfach eine richtig gute Erfindung.

    Nachdem ich im Menü das benutzerdefinierte Menü mit den wichtigsten Funktionen gefüllt habe, muss ich auch nicht mehr jedes mal das riesige Menü durchsuchen.

    Was ich nicht nutze

    Sicher gibt es das bei jeder Kamera, Funktionen, die man so gut wie nie nutzt. Das sind bei mir auf den ersten Blick vor allem der RAW-JPEG-Knopf, da ich immer im RAW-Modus fotografiere, habe ich den noch nie gebraucht. Auch die Bildstile habe ich noch nicht eingesetzt, ich habe auch noch keinen wirklichen Sinn darin gefunden, vielleicht könnt ihr mir da ja helfen?

    Was noch verbesserungswürdig ist

    Ganz klar, der Autofokus. Wenn ich mir anschaue, wie genau die Nikon D300s auch bei sehr schlechten Lichtverhältnissen noch automatisch fokussiert, dann kann ich hier nur einen Minuspunkt geben. Hier ist die Nikon (wohl gemerkt, bei schlechten Lichtverhältnissen) einfach um Längen voraus. Bei normalen Lichtverhältnissen funktioniert der Autofokus aber sehr gut.

    Fazit

    Der Schritt von der 40D zur 7D war auf jeden Fall ein guter Schritt. Der Weg zur 5D wäre zwar auch möglich gewesen, allerdings hätte ich hier auch einen Großteil der Objektive mit wechseln müssen, das war mir einfach zu teuer.

  • Juni2nd

    bessere Fotos durch bessere Beobachtung

    Das “Trial an Error”-Prinzip ist sicher so ziemlich jedem bekannt. “Durch Fehler lernt man” könnte man auch sagen. Diese These ist sicher auf viele Lebensumstände anzuwenden, natürlich auch auf die Fotografie. Allerdings muss man auch aus seinen Fehlern lernen wollen. Es gibt Leute, die machen die gleichen Fehler immer und immer wieder ohne überhaupt zu realisieren, welches Problem hier aufgetreten ist.

    Ich muss auch aus meinen Fehlern lernen wollen. Um aus fotografischen Fehlern lernen zu können muss ich beobachten. Ich muss beobachten, welche Umgebungssituation beim fotografieren herrscht. Wie sind die Lichtverhältnisse? Welche Bildausschnitte wären interessant?

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  • Mai27th

    Vom Schnappschuss zum Fotoprofi

    Wie oft höre ich den Satz: “ Mit so einer tollen Kamera muss man ja gute Fotos machen.” Jeder, der sich mit der Fotografie etwas mehr als nur ab und zu beschäftigt, hat diesen Satz sicher schon das eine oder andere mal gehört. Manchmal tausche ich dann einfach mit dem Gegenüber für ein paar Fotos die Kameras aus und fotografiere mit einer kleineren Kamera, der Gegenüber dann mit meiner DSLR. Wenn wir dann die Ergebnisse vergleichen wird oft klar, dass es nicht die Kamera ist, die aus einem Schnappschuss ein Wow-Foto werden lassen.

    Aus diesem Grund habe ich hier mal meine 10 besten Tipps zur Fotografie zusammengestellt. Ich erhebe natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, würde mich freuen, wenn noch der eine oder andere Tip in den Kommentaren hinzu kommt.

    10. Vergleiche Deine Fotos mit denen Anderer

    Fotografieren macht gemeinsam immer viel mehr Spaß als allein. Es bietet aber zusätzlich noch die Möglichkeit, seine eigenen Fotos mit denen der anderen zu vergleichen. Das ist vor allem sehr hilfreich, wenn man das gleiche Objekt fotografiert hat. Welches Bild wirkt mehr, welcher Bildausschnitt ist interessanter, welcher Bildaufbau ist besser gelungen? Hierbei lässt sich viel lernen.

    9. Warte nicht zu lang mit dem Begutachten der Fotos

    Nach der Fototour sollte man nicht zu lange warten, bis man die Fotos auf den PC überspielt und begutachtet. Je kürzer die Zwischenzeit ist, um so frischer ist die Erinnerung an die Fototour. “Warum habe ich hier diese Einstellung gewählt und nicht eine andere?”, “Hätte ich hier vielleicht einen anderen Standpunkt wählen sollen?”, “Hätte hier eine andere Blende besser gewirkt?”. Einige dieser Fragen kann man sicher auch später anhand der EXIF-Daten noch beantworten, andere aber nicht, weil man sich einfach nicht mehr daran erinnert. Durch dieses Nachdenken über die gemachten Fotos stellt sich erst der Lerneffekt ein. Fehler, die hier im Bild sichtbar werden kann man beim nächsten Shooting vorher bedenken und ausräumen.

    8. Fotografiere einen ganzen Tag lang nur im Manuellen Modus

    Natürlich ist es bequem und einfach, schnell mal ein Foto im P(rofessional)-Modus zu machen. Aber hilft es mir auch dabei, besser zu werden? Sicher nicht. Im Manuellen Modus muss ich selbst entscheiden, welche Einstellungen ich gerade jetzt, für dieses eine Foto einstelle. Welche Blende wäre jetzt die Ideale? Welche Verschlusszeit brauche ich? Welchen ISO-Wert muss ich einstellen?

    7.  Lies dein Handbuch

    Dieser Tip müsste vielleicht sogar noch weiter unten stehen, er ist wohl mit einer der wichtigsten Tips. Nur wer die Funktionen seiner Kamera kennt, kann sie auch einsetzen, nur derjenige kann auch Fotos machen, die sich vom einfach geknipsten Schnappschuss unterscheiden.

    6. Lege nicht so viel Wert auf Kritiken in Fotocomunnitys

    Kritiken sind gut, aber in Fotocomunnits sind die Kritiken leider selten lehrreich. Entweder wird das Bild hochgelobt oder niedergemacht, was man hätte besser machen können, oder wie man es hätte anders fotografieren können, wird hier viel zu selten geschrieben.

    5. billiges Zubehör führt meist zu billigen Ergebnissen

    Das ist zwar etwas pauschal gesagt, trifft aber in der Fotografie leider oft zu. Ein Stativ für 20 € ist in der Regel so instabil und wackelig, dass ich mir das Stativ meist gleich sparen kann. Ein 70-300mm Objektiv für nur etwas mehr als 100 € bringt leider auch nicht die besten Ergebnisse, wenn es um Lichtstärke, Schärfe und geringe Abbildungsfehler geht. Lieber etwas länger sparen und dann ein Zubehör anschaffen, das ich auch lange mit Spaß verwenden kann.

    4. Nutze die Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung

    Die digitale Bildbearbeitung ist für mich ein Teil der Fotografie, des Prozesses der Entwicklung der Fotos. Sie nimmt für mich den Teil der Fotografie ein, den die Dunkelkammer in der analogen Fotografie inne hatte.

    3. Nimm Dir Zeit zum Fotografieren

    Auf meinen Fototouren ist es mir immer wieder aufgefallen, wenn ich mir Zeit nehme, Einstellungen prüfe, verschiedene Standorte ausprobiere, verschiedene Bildausschitte ausprobiere, dann sind die Ergebnisse am Ende besser als wenn ich nur schnell, schnell ein paar Fotos knipse und weiter muss. Durch das mehr an Zeit ergibt sich am Ende auch ein mehr an Lerneffekt. Ich weiß dann einfach beim Betrachten der Fotos in der Regel noch genau, welche Einstellung und welche Positionierung in dieser Situation zu dem gewünschten Ergebnis geführt hat.

    2. Habe immer eine Kamera dabei

    Ein Fotograf hat mal gesagt: “Die beste Kammera ist die, die Du gerade griffbereit hast”. Motive, die man nicht fotografieren kann, weil keine Kamera zur Hand ist, kommen selten wieder.

    1. Fotografieren, fotografieren, fotografieren

    Den größten Lerneffekt hat man durch viel fotografieren, experimentieren, ausprobieren, aus Fehlern lernen. Das geht am besten zu zweit oder in einer kleinen Gruppe. Nehmt Euch ein Thema vor und versucht einfach hier viele verschiedenartige Fotos zu gestalten. So kann man zum Beispiel beim Thema Licht und Schatten unheimlich viel experimentieren. Ob es nun der Versuch ist, einen Sonnenuntergang interessant zu gestalten, oder eine Langzeitbelichtung in der Dunkelheit mit verschiedenen Lichtquellen (Taschenlampe, Aufsteckblitz, …) auszuleuchten. Makrofotografie ist ein weiteres interessantes Thema, Landschaftsfotografie, Portraitfotografie. Fotografieren, die Fotos begutachten, aus Fehlern lernen, das ist wohl das wichtigste, wenn man in der Fotografie weiter kommen möchte.

  • Mai10th

    Fotografie lernen - einpraegsam.deFür die Beantwortung dieser Frage könnte man sicher Bände von Büchern voll schreiben. Es gibt die eine Gruppe von Fotografen, die die Digitalfotografie für einen Segen halten und es gibt die andere Gruppe, die sie für einen Fluch halten. Vielleicht gibt es aber auch noch eine dritte Gruppe, nämlich die, die der Meinung sind, sie ist weder Fluch noch Segen.

    Was hat sich durch die Digitalfotografie verbessert?

    Bei einigen der Verbesserungen, die ich hier jetzt anführe wird es sicher auch den einen oder anderen geben, der diesen Punkt eher als Verschlechterung ansieht als eine Verbesserung, aber das ist wohl nun mal so, ich beschreibe hier meine ganz persönliche, subjektive Sicht der Dinge.

    • Bevor ich auch nur ein einziges Bild zu Papier bringe, kann ich die Qualität des Bildes begutachten, d.h. ich brauche wirklich nur die Bilder entwickeln lassen, die es auch wirklich wert sind.
    • Durch den fehlenden Film ist es möglich geworden, die Kompaktkameras kleiner und handlicher zu bauen, es ist überhaupt erst dadurch möglich geworden, eine Kamera in ein Handy einzubauen.
    • Die Digitale Bildbearbeitung bietet dem Fotografen zusätzliche Möglichkeiten, die die Kamera allein nicht umsetzen könnte. Fast jeder kann auch aus nicht so optimalen Fotos am PC noch etwas rausholen.

    Was hat sich durch die Digitalfotografie verschlechtert?

    • Es wird meiner Meinung nach zu wenig Wert auf das fotografische Wissen und Können gelegt, “Photoshop wirds schon richten.” Das ist nicht nur bei Foto-Anfängern oder Amateuren der Fall, es gibt leider auch einige sogenannte Profi-Fotografen in dieser Kategorie.
    • Das Feeling und der Charme der Dunkelkammer ist verloren gegangen und mit ihr die Spannung und die Erwartung, ob die Bilder etwas geworden sind oder nicht.
    • Fast jeder kann auch aus nicht optimalen Fotos am PC noch etwas rausholen. :)

    Welche Antwort wäre also meine Antwort auf die Eingangsfrage?

    Für mich persönlich ist die Digitalfotografie ein Segen. Ich habe erst durch die digitale Fotografie die Liebe zur Fotografie und zur Bildbearbeitung wirklich richtig schätzen gelernt. Ich weiß nicht, ob ich ohne die digitale Fotografie eine solche, fast lückenlose Dokumentation meiner beiden Kinder hätte,  ich glaube nicht. Ob das nun für meine Kinder irgendwann später mal ein Segen oder eher ein Fluch ist? :) Wer weiß? Ich möchte diese Fotos nicht missen.

    Wichtig hierbei ist vor allem aber, dass ich immer versuche, zusätzlich zu den Bildbearbeitungstechniken immer meine Fototechniken zu schulen und zu verbessern. Dinge, die ich mit der Kamera umsetzen kann, versuche ich immer auch mit der Kamera zu realisieren, anstatt diese am PC nachträglich einzubauen. Im Gegenzug greife ich aber natürlich auch zur Bildbearbeitung, wenn z.B. ein Effekt in Photoshop viel einfacher und schneller zu realisieren ist, als es mit der Kamera möglich wäre.

    Wie stehst Du zur Frage “Digitalfotografie – Fluch oder Segen”?

    Foto: olly – Fotolia.com

  • April29th

    Bei Langzeitbelichtungen ist der Fernauslöser fast unverzichtbar. Um die Erschütterung der Kamera beim Belichten so gering wie möglich zu halten, gibt es einige Möglichkeiten der Hilfe. SO verwende ich mittlerweile einen Funk-Fernauslöser, da dieser mir auch eine etwas größere Reichweite ermöglicht. Ich habe auch schon mehrfach IR-Fernauslöser getestet, war hier aber nicht sehr überzeugt. Vor allem dann, wenn man mal nicht im Dunkel der Nacht fotografiert, sondern bei hellem Tageslicht, sinkt die Entfernung beim IR-Sender schon ziemlich. Der Funkauslöser hat auch kein Problem damit, wenn eine Wand oder ein anderer Gegenstand zwischen dem Sender und dem Empfänger steht.

    Wenn ich aber mal wieder den Fernauslöser vergessen habe, nutze ich den Selbstauslöser der Kamera als Übergangslösung. Hier bin ich allerdings immer an das Maximum von 30 Sekunden Belichtungszeit gebunden.

    Bei dieser Frage interessiert mich vor allem, wie es bei Dir gehandhabt wird? Welche Form von Fernauslösung nutzt Du?

  • April22nd

    Nach den beiden ersten Teilen (Langzeitbelichtungen, Makrofotografie) möchte ich in diesem Teil der Fototechnik-Reihe auf die HDR-Fotografie eingehen. Wobei es diesen Begriff ja eigentlich gar nicht gibt, da man ein HDR-Bild ja eigentlich nicht fotografiert, sondern am PC zusammensetzt und gestaltet. Ich bin mir sicher, irgendwann sind auch die Kameras soweit, dass man eine HDR-Aufnahme direkt mit der Kamera machen kann, es ist nur eine Frage der Zeit.

    Was heißt HDR überhaupt?

    HDR oder auch HDRi heißt High Dynamic Range (image). Es geht also um Fotos mit hohem dynamischen Umfang. Ich habe hier mal vier Beispielfotos zusammengestellt, die das etwas verdeutlichen. Das erste Foto ist das aus den anderen drei Fotos zusammengesetzte HDR-Bild. Jedes einzelne der drei Foto hat seine guten Stellen und seine Schwachstellen. Auf dem einen Bild ist das eine Objekt gut belichtet, dafür sind andere Bildbereiche überstrahlt. Auf dem anderen Bild ist es eine andere Stelle, die gut belichtet ist. In einem HDR-Bild werden die “guten Stellen” mehrerer Bilder zu einem Bild zusammengefasst. Sie ergeben dann folgendes Bild.

    Wo wird HDR eingesetzt?

    Es gibt mehrere Bereiche, die für ein HDR-Bild gut geeignet ist. Ich setze HDR hauptsächlich in der Landschaftsfotografie, der Architektur-Fotografie und überall dort ein, wo schwierige Lichtverhältnisse ein ausgewogen belichtetes Bild nicht zulassen.

    Belichtungsreihen

    Das ist der eigentliche Begriff, wenn es um die reine Fototechnik geht. Wenn bei einer Landschafts- oder Architekturaufnahme der eigentlich sehr schöne blaue Himmel schon auf dem Kamera-Display völlig weiß erscheint, kaum noch Zeichnung zeigt, dann ist es Zeit für eine Belichtungsreihe. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Fotografie in der Dunkelheit. Immer dann, wenn bei einer langen Belichtung bestimmte Bildbereiche völlig überbelichtet sind, andere Bildbereiche aber bei kürzerer Belichtungszeit völlig im Dunkel verschwinden, dann setze ich die Belichtungsreihe ein.

    Eine Belichtungsreihe sind einfach mehrere Fotos eines Objektes, vom gleichen Standpunkt aus gemacht, mit gleicher Blende, nur mit unterschiedlicher Belichtungszeit.

    Dies kann ich auf zwei Wegen erreichen. Der erste Weg ist der manuelle, ich messe die Belichtungszeit mit der Kamera, diese ergibt beispielsweise 15 Sekunden bei Blende 8, dann mache ich dieses Foto, stelle dann manuell an der Kamera für das zweite Bild ( das ich mit einer Stufe unterbelichten möchte) 8 Sekunden als Belichtungszeit ein. Das Bild wird dunkler. Dann mache ich ein drittes Bild mit einer Stufe Überbelichtung, also 15*2= 30 Sekunden. Dieses Bild wird heller als das erste.

    Der zweite Weg ist der automatische, die meisten Kameras bieten dafür eine spezielle Funktion an, ob sie nun Belichtungsreihe, oder Bracketing genannt wird, ist völlig egal. Dabei übernimmt die Kamera die Einstellungen. Ich brauche eigentlich nur noch auf das Objekt auszurichten und dreimal hintereinander auszulösen.

    Canon EOS-Spiegelreflexkameras bieten eine Belichtungsreihe von maximal 3 Fotos in Reihe, Nikon ist da schon spendabler, hier können es auch mal 9 Bilder sein.

    Wie wird aus den Einzelbildern eine HDR-Aufnahme?

    Am PC. Für die Erstellung eines HDR-Bildes gibt es verschiedene Programme. Es gibt wie so oft kostenlose Programm, als auch kommerzielle Programme, die Geld kosten. Die besten Ergebnisse habe ich bisher immer mit der Software Photomatix Pro erzielt. Eine kostenlose Testversion kann man hier downloaden. Das Programm ist ziemlich selbsterklärend, einfach mal damit etwas rumspielen. Die Software nimmt die 3 EInzelbilder und setzt sie vollautomatisch so zusammen, dass ein Bild entsteht, auf dem keine Bildteile völlig unter- oder überbelichtet sind. Wir nähern uns also hier dem, was wir mit unseren Augen gesehen haben. Die Kamera kann mit einer Aufnahme da leider nicht mithalten, entweder ist der Himmel gut belichtet, dann sind die Objekte im Vordergrund zu dunkel, oder der Vordergrund ist OK, dann ist der Himmel völlig weiß.

    Mit HDR schaffe ich hier Abhilfe und erhalte Fotos, die man mit einem einzelnen Foto nie bekommen hätte.

    PS: Nach der Vorstellung von Photoshop CS5 in dieser Woche bin ich sehr gespannt auf die ersten Tests der neuen HDR-Pro-Funktion direkt in Photoshop. Die HDR-Funktion bis zu Photoshop CS4 war da eher nicht zu gebrauchen. Was ich bis jetzt von CS5 gesehen habe, war da einfach fantastisch.

  • März24th

    Zuerst möchte ich mich bei Julian für den interessanten Gastbeitrag am Montag bedanken. wie schon dort geschrieben, diese Technik steht ganz oben auf meiner nächsten Experimentier-Tour.

    Heute möchte auch ich auch mal wieder ein Making of eines der letzten Bilder schreiben, da mehrere Fragen zu den letzten Fotos eingegangen sind.

    Wie schon so oft geschrieben, versuchen wir, so gut es geht, regelmäßig einmal die Woche eine Foto Tour zu machen. Das dient auch ein wenig zur Entspannung von der täglichen Arbeit. Wenn den Rest der Woche selten vor 21:30 Uhr mit der Arbeit fertig ist, dann braucht man auch mal einen Abend Entspannung zum Ausgleich. In den Wintermonaten werden das dann aber in der Regel nur Nachtaufnahmen, da wir selten vor 17.30 Uhr zum fotografieren losfahren oder losgehen können.

    Aber genau das ist die Zeit des Experimentierens. Es macht einfach unheimlich viel Spaß mit verschiedenen Lichtquellen, verschiedenen Belichtungszeiten und verschiedenen Objekten rumzuspielen.

    Bei genau diesem rumexperimentieren ist das Foto “Licht und Schatten” entstanden.

    Haus an der Helbe im Helbetal

    Die Ausrüstung

    • ein 3-Bein-Stativ
    • ein Fernauslöser (zur Not tut es auch der Selbstauslöser)
    • Einen oder zwei Helfer
    • eine externe Lichtquelle (in diesem Fall ein externer Speedlite-Blitz)

    Der fotografische Teil

    Ich habe mir zuerst einen guten Bildausschnitt gesucht, fotografiert habe ich mit dem Canon 50mm 1.8 Festbrennweitenobjektiv. Manuelle Einstellung mit mittlerer Blende und der längsten Belichtungszeit, die möglich ist. Hier ist ein Fernauslöser von Vorteil, der bietet in der Regel die Möglichkeit, auch mehrere Minuten lang zu belichten. Mit dem Selbstauslöser ist hier bei 30 Sekunden Schluss, zumindest habe ich noch keine andere Möglichkeit gefunden.

    Nach dem Auslösen habe ich den Helfern ein Zeichen gegeben, dann haben diese mit dem Blitzlicht mehrfach zuerst den Vordergrund angeblitzt, dann das Haus. Hier ist es natürlich auch möglich, das Haus mit einer Taschenlampe rundherum anzuleuchten. TIP: einfach mal eine dünne farbigen Kunststoff-Folie (etwa eine Einkaufstüte) vor die Taschenlampe halten, das schluckt zwar Licht, gibt aber einen interessanteren Farbton.

    Beim ersten Versuch hatten wir nur das Haus angeblitzt, hier war dann auf dem fast ganz schwarzen Bild nur ein kleiner Leuchtpunkt, das Haus zu sehen, kein Vordergrund, es war einfach langweilig.

    Also dann beim nächsten Foto auch an den Vordergrund denken.

    Die Nachbearbeitung am PC

    Helbetal bei Holzthaleben

    Das Bild bedurfte ziemlich wenig Nachbearbeitung. Durch die lange Belichtungszeit ist auch um das Haus herum einiges zu erkennen. Ein Problem war beim Anblitzen des Hauses und des Vordergrundes aufgetreten, auf dem Ausgangsbild waren die beiden Helfer an einigen Stellen als Geisterschatten zu erkennen. Das konnte aber mit wenigen Stempel-Schritten einfach und schnell behoben werden.

    Das fertige Bild “Licht und Schatten”

    Helbetal bei Nacht - Joerg Esser Fotografie

    Da erstrahlt nun das Helbehaus im Dunkel der Nacht. Diese Art von Fotos mag ich einfach. Sie sehen interessant aus, anders als die meisten anderen Fotos, vor allem, wenn man irgendwelche Touristen-Highlights fotografiert, die schon zig tausende male fotografiert wurden. Außerdem lernt man bei diesem Experimentieren eine Unmenge an Techniken und Kniffen, die später bei anderen Fotos weiterhelfen.

    Allerdings freue ich mich nun auch langsam wieder auf die hellen Abende. Dann kann ich endlich auch mal wieder Tagesfotos machen, schöne Sonnenuntergänge fotografieren. Jede Jahreszeit hat seine Vorteile, seine Stärken.

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