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Lightroom – was macht es so besonders?

Lightroom ist seit langer Zeit wohl das Programm, dass ich auf dem PC am häufigsten öffne, benutze und liebe. Ich verwende Lightroom im Grunde fast täglich. Die Arbeitsschritte sind mittlerweile so in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich kaum noch darüber nachdenken muss. Zumindest, wenn es um den Import der Bilder geht. Die Funktionen von Lightroom bieten mir die Möglichkeit, schnell und unkompliziert bestimmte Bilder zu suchen und natürlich auch zu finden. Direkt aus Lightroom heraus kann ich die Bilder exportieren, oder in Photoshop öffnen, um sie dort weiter zu bearbeiten. Sobald das Foto in Photoshop gespeichert wird, ist es automatisch auch in Lightroom zu finden, das nenne ich einfach (und) genial.
Was macht Lightroom aber so besonders?
Ich glaube Adobe ist mit Lightroom genau der Schlag gelungen, den sich Fotografen schon immer wünschten, nämlich ein Programm, dass einfacher und schneller zu bedienen ist, als Photoshop, das aber trotzdem alle wichtigen Funktionen unter einem Hut vereint.
Wenn man sich Lightroom so anschaut, dann kann man fast sehen, wie Adobe vorgegangen ist, als Lightroom “erfunden” wurde. Die Reihenfolge der Regler und Funktionen im Entwickeln-Modul bilden eigentlich genau die Arbeitsweise ab, die man als Fotograf so durchläuft, wenn man seine Fotos bearbeitet. Quasi wie ein Ablaufplan, erst den Weißabgleich, dann Helligkeit, Kontrast und Farbe, dann Vignette und Rauschreduzierung, sowie Nachschärfen.
Die Möglichkeit zum Anlegen von Vorlagen (Presets) macht Lightroom noch einmal um Längen besser. Die Menge an Vorgaben, die sich über die Zeit hin bei mir angesammelt haben, bietet mir bei vielen Fotos die Möglichkeit, mit einem Mausklick eine bestimmte Bildstimmung zu erzeugen, die ich dann als Ausgangsbasis für die Weiterbearbeitung nutzen kann.
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10 Fragen an: Ronald Biallas
Wie die meisten Leser hier auf meinem Blog bin ich natürlich auch eifriger Podcast-Abonnent. Ich habe einige sehr interessante, regelmäßige Podcasts im iTunes abonniert, die meisten beschäftigen sich mit denn Themen Fotografie und Bildbearbeitung. Einer davon, es ist ein Podcast, der mit zu meinen ersten Abonnements gehörte, ist “Abenteuer Fotografie”. Leider ist hier seit einiger Zeit kein neues Video hinzu gekommen, aber es lohnt sich auf jeden Fall, die zahlreichen vorhandenen Videos anzuschauen. Ich muss auch gestehen, dass Interview liegt schon eine Weile zurück, aber ich wollte es Euch auf keinen Fall vorenthalten.
Aber nun zum Interview mit dem Mann hinter “Abenteuer Fotografie”
Hallo Ronald, würdest Du Dich kurz vorstellen?
Ich bin seit ca. 25 Jahren Fotograf und arbeite ich für viele Firmen und Industriebetriebe. Meine bevorzugten Motive sind Menschen aus den Unternehmen. Mit Ihnen gemeinsam Motive entwickeln, dass sie so aussehen wie sie sich sehen möchten und wie es Ihre Kunden erwarten. Manchmal passt auch etwas ungewöhnlicheres.
Der Podcast ist aus einer Idee entstanden etwas von meinem Wissen in die Welt zu tragen. Verwundert haben mich die großen Zuschauerzahlen. Ich kam teilweise auf 60.000 Zuschauer für nur einen Podcast.
Leider habe ich noch keinen gefunden der mir diesen Aufwand finanziert. Ideen habe ich genug, doch ist es schwer für no Budget mir die Zeit dafür zu nehmen. Dann gehen meistens die Jobs vor.
Vielen Dank für die Bereitschaft, für ein paar Fragen zur Verfügung zu stehen. In Deinem monatlich erscheinenden Podcast geht es hauptsächlich um das Thema Fotografie. Dabei sind die Podcasts nicht nur auf Dein Studio beschränkt, Du gehst auch immer wieder raus, um bestimmte Fototechniken zu erläutern.
Wie viel Zeit nimmt die Produktion (Aufnahme und Nachbearbeitung) einer solchen Folge in Anspruch?
Ein bis zwei Tage. ½ Tag Vorbereitung, 2-3 Std Dreh und einen Tag für die Nachbearbeitung und Youtube etc.
Woher nimmst Du die Ideen und Themen für “Abenteuer Fotografie”?
Als Ausbilder und in meinen Seminaren sehe ich an welchen Themen bedarf besteht und es ist eine schöne Herausforderung sie verständlich erklären.
Wie bist Du zu Deinem Beruf gekommen und was war der Auslöser dafür, eine eigene Firma zu gründen?
Ich bin schon seit ca. 25 Jahren Fotograf. Nach meiner Ausbildung habe ich mich direkt selbständig gemacht, da es sehr wenige Festanstellungen gab.
Welche Fähigkeit ist für dich die wichtigste für einen angehenden selbständigen Fotografen?
Durchhalte – und Durchsetzungsvermögen und ein gutes Auge für Gestaltung.
Welche Rolle spielt das Internet heute im Bereich der professionellen Fotografie für Dich?
Eine sehr große ich produziere ca. 50% für Print und der Rest ist für das Internet.
Wann hast Du mit der digitalen Fotografie begonnen und was war der Auslöser für den Umstieg von analog auf digital?
Ich habe mit einer Scankamera begonnen. Das war noch mit Großformat und zu einem fast unerschwinglichen Preis von 30.000 DM. Danach kam ein Hasselblad Rückteil für 25.000 €. Wann genau das war weiß ich nicht mehr es ist schon zu lange her.
Welcher Gegenstand Deiner Ausrüstung ist der wichtigste (abgesehen von der Kamera)?
Der Monitor.
Was würdest Du einem Foto-Anfänger mit auf den Weg geben?
Viel üben, viel auprobieren und wenn möglich Fotografen bei der Arbeut beobachten.
Tipp: einfache Motive und Aufgaben umsetzen – nicht zu viel vornehmen.
Welchen Stellenwert nimmt bei Dir die Nachbearbeitung am PC ein?
Sie ist extrem wichtig. Allerdings macht die meiste Nachbearbeitung meine Frau, ich steh lieber hinter der Kamera.
Welche Gegend oder welchen Platz in und um Köln herum kannst Du für eine Fototour empfehlen?
Empfehlen kann ich den Rheinauhafen, die Philharmonie das Museum Ludwig, auf der anderen Rheinseite gibt es noch das alte KHD Gelände mit abgerockten Hallen. Es ist nicht leicht in Köln ungewöhnliche Locations zu finden. Ich war letztens in Hamburg das ist abgefahrener dort gibt es alles! Edel, alt, neu, modern und abgerockt.
Viele Grüße, Ronald Biallas
Noch einmal vielen Dank für Deine Antworten, wenn ich das nächste mal in Köln bin, werde ich gern auf das Angebot zurück kommen und in Deinem Studio ein Live-Interview mit Dir führen.
Wer mehr über Ronald Biallas und “Abenteuer Fotografie erfahren möchte, findet die Informationen unter folgenden Links:
http://www.biallas.de
http://www.youtube.com/RonaldBiallas
Gastbeitrag: Klein aber fein! Digitale Spiegelreflexkameras im Vergleich

Hallo liebe Leser auf einpraegsam.de! Mein Name ist Marcel Widmann, bin derzeit in einer Ausbildung zum Erzieher und in meiner Freizeit Hobby Fotograf. Was dabei entstanden ist könnt ihr euch in meinem Fotoportfolio anschauen. Nun viel Spaß beim Lesen meines Artikels.
Klein aber Fein!
Es gibt viele Beispiele in der Welt der Medien um diese Überschrift zu bestätigen. Laptops zum Beispiel, sie werden von Jahr zu Jahr kleiner, dünner, leichter… Die Leistung ist aber immer noch, ganz groß! Auch bei Kameras kennen wir dieses Bild schon längere Zeit. So sind die Kompaktkameras schon winzig klein wenn man sie mit einer Spiegelreflexkamera vergleicht. Mittlerweile kann man diesen Trend nun auch bei den angesprochenen „großen“ DSLRs feststellen. Das Innenleben ist groß, das Gehäuse relativ klein.
Bildbearbeitung und Ethik
Nachdem es diese Woche ziemlich still hier auf einpraegsam.de war, heute nun endlich den Beitrag, den ich schon länger schreiben wollte. Bitte seht es mir nach, dass in den nächsten Tagen noch etwas Ruhe hier weilen wird, ich habe momentan ziemlich viel zu tun. Gern würde ich auch wieder auf denn einen oder anderen Gastautoren zurückgreifen, wenn also jemand Interesse und Spaß daran hätte, ich würde mich freuen. Aber nun zum Thema…
Bei meinen Workshops kommt immer wieder mal die Frage auf: “Wie weit darf man bei der Bildbearbeitung gehen?”. Diese Fragen werden vor allem nach der Einführungsveranstaltung gestellt, immer dann, wenn ich einen kleinen Rundumschlag durch die Bildbearbeitung gezeigt habe und dann mit der eigentlichen Schulung beginne. Diese Frage stelle ich mir aber auch regelmäßig selbst, vor allem dann, wenn ich Portraitfotos bearbeite.
Gibt es überhaupt eine Ethik in der Bildbearbeitung?
Für mich persönlich gibt es da ein ganz klares “Jein”. Es kommt meiner Meinung auf die Situation an. Retouche und Bearbeitung von Personen ist hier sicher ein ganz großes Thema. Geht es um Portraitfotos von “normalen” Personen, dann ist mein Standpunkt recht klar, ich versuche die betreffenden Personen so natürlich wie möglich darzustellen, d.H. es werden sicher schon mal das eine oder andere kleine Fältchen retouchiert, eventuell Glanzstellen entfernt, Licht und Schatten angepasst. Alles in engen Grenzen, die Person sollte meiner Meinung nach auf dem Bild nicht völlig anders aussehen als in Wirklichkeit.
Ein anderer Fall ist eine Auftragsarbeit mit einem Model. Hier sind die Grenzen meiner Meinung nach weiter gesteckt. Hier geht es in der Regel nicht um die Person selbst, sondern es geht darum, ein gewisses Produkt oder eine gewisse Marke besonders rüber zu bringen. Die Models werden dafür angeheuert und natürlich in der Regel auch in irgend einer Form entlohnt. Hier werden die Grenzen meiner Meinung nach nur durch den Auftraggeber gesetzt.
Abseits von Portraitfotos ist die Ethik meiner Meinung nach noch viel wichtiger. Retouche und Bildverfälschung gibt es schon, seit es die Fotografie gibt. Eine der bekanntesten Bildfälschungen, das Bild der Rotarmisten, die auf dem Brandenburger Tor die Fahne der Sowjetunion gehisst haben, ist schon lange vor der digitalen Fotografie und lange vor Photoshop entstanden.
Klar, die Retouche damals war nicht ganz so einfach wie heute, aber auch heute ist es nicht so einfach, wie viele es sich vielleicht vorstellen. Wenn ich mir so manche Fotos in Hochglanz-Magazinen anschaue, dann stehen mir die Haare zu Berge. Hier sind so oft grausame Retouchefehler zu sehen, das man sich manchmal fragt, wie dieses Foto durch die Abnahme gekommen ist.
Aber zurück zur Ethik. Für ist Retouche in solchen Fotos sicher auch OK, sie muss aber die Authentizität des Bildes beibehalten und darf auf keinen Fall die Story des Bildes verfälschen. Ich retouchiere natürlich auch immer mal wieder einen störenden Strommasten weg, entferne digital Graffiti von der Wand, aber immer nur dann, wenn die Aussage des Bildes nicht davon abhängt.
Wie haltet Ihr es mit diesem Thema? Gibt es für euch eine Ethik in der Bildbearbeitung? Oder bist du der Meinung, alles sollte erlabt sein? Ich freue mich auf eine angeregte Diskussion.
Belichtungskorrektur – ein nützliches Werkzeug
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Kennt Ihr das nicht auch? Ihr habt Euch auf die automatischen Funktionen der Kamera verlassen. Auf dem Kamera-Display sah das Bild auch noch ganz gut belichtet aus. Auf das Histogramm wurde deshalb natürlich nicht nochmal geschaut. Zu Hause am PC sind die Fotos aus einmal zu dunkel oder zu hell. Hier im Beispiel ist links die normale Belichtung zu sehen, rechts die etwas unterbelichtete Variante. Die Farben und Kontraste im rechten Bild sind viel stärker und klarer. DIe Zeichnung in den Wolken kommt viel mehr zur Geltung.
Da das aufhellen am PC weniger problematisch ist, als das abdunkeln, fotografiere ich in der Regel lieber etwas “dunkler”. Das heißt, ich sage der Kamera, sie solle doch bitte die Blende etwas kürzer öffnen, als sie es eigentlich tun würde. Dafür nutze ich die Belichtungskorrektur.
Diese Funktion ist mittlerweile nicht nur bei den Spiegelreflexkameras vorhanden, sondern auch bei vielen kleineren Kameras. Das Symbol dafür ist hier oben zu sehen, schau einfach mal auf Deiner Kamera nach dem Symbol. Sollte es nicht zu finden sein, dann bleibt noch ein Blick in das Handbuch, auch wenn es schwer fällt.
Es können hier Werte in negative und positive Richtung eingestellt werden. bei Canon und Nikon geht das in der Regel von 0 in 1/3-Schritten bis 2 oder 3 Belichtungsstufen. Die Einstellung dafür sieht folgendermaßen aus:

Hier stelle ich in der Regel einen Wert von –0.6 bis –1 ein, je nach Helligkeit um mich herum. Normalerweise sind die Fotos damit nicht zu dunkel. Am PC kommen die Farben kräftiger rüber, die Kontraste passen besser. Deshalb ist das eigentlich bei mir die Einstellung, die fast immer bleibt, wenn ich draußen fotografiere.
Belichtungskorrektur für den Winter
Schneelandschaften bieten immer wieder interessante Themen und Motive. Nun könnte man auf die Idee kommen, die Belichtungskorrektur in die “dunklere” Richtung ist hier auch angebracht, vielleicht noch etwas mehr als ohne Schnee. Das ist aber ein Irrtum.
Bei viel Schnee, also fast nur weißen Flächen im Kamera-Sucher, wird das im Automatik-Modus fotografierte Bild in der Regel zu dunkel belichtet.
Etwas vereinfacht gesagt misst die Kamera, je nach Einstellung, die Fläche vor sich, rechnet mit den Helligkeitswerten die beste Belichtungseinstellung aus. Ist nun die Fläche vor der Kamera fast völlig weiß, geht die Kamera von einer Überbelichtung aus und versucht dies durch eine kürzere Belichtungszeit und/oder eine kleinere Blende zu beheben. Die errechneten Belichtungseinstellungen führen also zu einem zu dunklen Bild.
Deshalb: Bei Fotos von Schneelandschaften immer etwas in die + Richtung korrigieren. Ich nutze in der Regel bei Sonnenschein und Schnee Werte von +1 bis +1.3.












