Photoshop CS4 – erste Eindruecke Teil 2

Im letzten Testbericht zu Photoshop CS4 habe ich die neuen Funktionen aufgezählt, die mir persönlich bisher aufgefallen waren. Wer den ersten Beitrag verpasst hat, kann ihn hier noch einmal nachlesen.

Heute möchte ich ein paar Features vorstellen, die auch von Adobe gern auf Messen gezeigt werden, wenn die neue Suite vorgestellt wird. Das sind aber vor allem die Killerfeatures, die einem ins Auge springen. Wie gestern schon angemerkt sind die meisten Neuerungen eher etwas unter der Haube passiert, was aber nicht schlimm ist, im Gegenteil.

  1. Skalieren (Inhalt bewahren)
    Ein blöder Name für eine ziemlich coole Funktion. Wie oft ist es schon vorgekommen, dass man ein Foto auf eine bestimmte Größe zurechtbiegen muss. Sei es, wenn man Panoramas erstellt hat, oder wenn es darum geht, das Bild für eine bestimmte Rahmengröße auszugeben. Ich habe es dabei so gut wie noch nie erlebt, dass das Ziel-Seitenverhältnis genau zu meinem Bild passt.
    Ein kleines Beispiel zur Verdeutlichung:
    Ich habe ein Panorama erstellt und möchte dies in der Größe 100 cm * 20 cm ausbelichten lassen. Stelle ich mein fertiges Panorama nun auf diese Größe um, so kommt es in fast allen Fällen dazu, dass ich entweder von Bild oben oder an den Seiten etwas wegschneiden muss. Will ich das nicht, so muss ich versuchen oben z.B. zusätzlich Himmel hinzustempeln.
    Mit der neuen Funktion kann ich ein Foto einfach strecken oder stauchen, die wichtigen Bildteile bleiben aber erhalten und werden nicht mit gestreckt oder gestaucht. Es gibt also bei Personen keine Verbreiterung oder Verschmälerung.
    Zum besseren Verständnis hier drei Beispielbilder:
  2. Hier das Originalbild:

    normal

    Mit der bekannten Skalierungafunktion wurde das Bild von einer Breite von 300 Pixeln auf 500 Pixel verbreitert. Natürlich wird alles dadurch in die Breite gezogen und sieht unnatürlich aus.

    skaliertalt

    Das gleiche Bild wieder von 300 auf 500 Pixel verbreitert. Man sieht sofort den Unterschied. Die Pyramide und das kleine Boot links ist immernoch so breit wie auf dem Originalbild. Ist das nicht toll?

    skaliertneu

  3. Maske bei Einstellungsebene jetzt direkt verbesserbar
    Erstellt man eine Einstellungsebene und schränkt dann die Auswirkung dieser Einstellungsebene durch eine Maske auf bestimmte Bildbereiche ein, so kann man jetzt direkt in der Seitenleiste die Maske z.B. verbesser, ihr eine weichere Kante geben, usw. Das erspart den Weg über die entsprechenden Menüpunkte.
  4. Nachbelichten und Abwedeln
    Mancher wird jetzt sagen, das gibts doch schon lange in Photoshop. Stimmt, aber bisher waren die Funktionen nicht unbedingt gut zu gebrauchen, es gab da wesentlich besser Methoden. Das Problem war dabei wohl die Umsetzung. Es sah beim Abwedler-Werkzeug immer so aus, als hätte man mit einem weißen Pinsel mit geringer Deckkraft auf dem Bild rumgemalt, das Bild verlor an diesen Stellen die kräftigen Farben. Es wurde kontrastärmer und flau. Jetzt gibt es eine kleine Auswahlbox bei diesen Werkzeugen “Tonwerte schützen”. Das wirkt Wunder, jetzt kann man die Abwedeln und Nachbelichtenfunktion ganz gut anwenden

So, das war es für diese Woche erst einmal mit den Neuerungen in CS4. Womit ich mich noch gar nicht beschäftigt habe ist die neue 3D-Funktionalität, dazu werde ich dann in der nächsten Zeit hier noch etwas schreiben.

Kennst Du weitere interessante Neuerungen in CS4? Hinterlass doch bitte einen Kommentar, ich würde mich freuen.

0 Antworten
  1. Rewolve44
    Rewolve44 says:

    Sehr interessanter Artikel und das mit dem ‘Skalieren’ hört sich gut an.
    Ich habe ja das CS2 und möchte mich noch nicht trennen aber früher oder später werde ich mir das upgrade wohl kaufen.
    Übrigens stimmt es das es kein ‘ImageReady’ mehr in Verbindung mit Photoshop gibt?

    Lg,
    Rewolve44

    Antworten

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