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Photoshop CC 2014 in neuer verbesserter Version

Vor zwei Tagen veröffentlichte Adobe mehrere Verbesserungen seiner Creative-Cloud-Apps. Seit zwei Jahren gehört nun das bekannte System der jährlich neuen Programm-Versionen der Vergangenheit an. Nichtsdestotrotz gibt es Neuerungen in den letzten zwei Jahren in ähnlichen Abständen. Die Funktionen sind nicht immer so offensichtlich sichtbar und groß darzustellen, wie sie in einer “neuen Programmversion” enthalten sein sollten, um den Interessenten auch zum Käufer zu machen, von daher ist das Abo-Modell für Adobe sicher die bessere Variante. Mit mittlerweile 2,4 Mio Abonnenten hat sich der Umbruch für Adobe dann auch als der richtige Weg herausgestellt. Alle diejenigen, die vor zwei Jahren den Weltuntergang oder zumindest den Untergang von Adobe vorhergesagt haben, sollten nicht Recht behalten. Das liegt wohl aber auch an fehlenden vergleichbaren Produkten.

Die neuen Funktionen werde ich in den nächsten Tagen und Wochen jeweils als Video näher vorstellen. Schaut also immer mal wieder rein und gebt mir euer Feedback zu den neuen Funktionen.

Neue Funktionen – was ist hilfreich, was Beiwerk?

Smart-Guides

Photoshop CC Smart Guides

Das ist eine Funktion, die gerade diejenigen interessieren wird, die Design-Arbeiten in Photoshop erstellen. Ich weiß, dass Indesign für viele dieser Arbeiten besser geeignet ist,ich persönlich arbeite trotzdem lieber in Photoshop. Die gleichmäßige Ausrichtung mehrerer Objekte, so zum Beispiel mehrerer kleinerer Bilder in einem Flyer-Design war immer etwas tricky. Zum Beispiel drei kleine Fenster so auszurichten, dass der Abstand zwischen Fenster eins und zwei und drei gleich groß ist, hat einige Arbeitsschritte benötigt. Mit der neuen Smart-Guide-Funktion werden die Abstände im Bild angezeigt, wenn ich mich der richtigen Position annähere. Fazit: sehr hilfreich ***

Verlinkte Smart-Objekte

Was ist der Unterschied zwischen eingebetteten Smart-Objekten und verlinkten Smart-Objekten? Ein Beispiel:

Man hat eine Design-Arbeit für eine Veranstaltung zu erledigen. Diese beschränkt sich aber nicht nur auf das Design eines Flyers, sondern ebenfalls auf das Design eines Plakates. Einige Bildinhalte werden sowohl auf dem Plakat, als auch auf dem Flyer identisch sein, so zum Beispiel das Logo, der Tag der Veranstaltung und der Name der Veranstaltung.

In der Regel läuft das so ab, dass ein erster Entwurf nach Absprache erstellt wird, der dem Kunden vorgelegt werden kann. Dieser möchte dann einige Änderungen haben. So soll zum Beispiel die Schriftart oder die Farbgestaltung des Veranstaltungsnamens verändert werden. Bisher wurde jetzt jeweils im Flyer- und im Plakat-Dokument die notwendigen Änderungen durchgeführt. Mit verlinkten Objekten wird die Änderung nur im verlinkten externen Dokument durchgeführt, das den Text der Veranstaltung beinhaltet. Man lagert sozusagen Bildbereiche in eine externe Datei aus. Die dort durchgeführten Änderungen wirken sich sofort auf das Plakat und den Flyer aus. Schneller und effektiver arbeiten ist hier die Devise. Fazit: Sehr interessant. **

Fokus-Maske

Adobe hat schon in den vergangenen Versionen viel Wert auf verbesserte Maskierungsfunktionen gelegt. Eine neue Variante ist hinzu gekommen. Die Fokus-Maske. Diese Funktion arbeitet ähnlich der Farbauswahl, nur wird hier nicht eine bestimmte Farbe ausgewählt und maskiert, sondern der Fokusbereich des Bildes, also der Bereich, der im Bild scharf ist. Ich habe die Funktion noch nicht näher getestet, aber sie wird sicher in der Regel auf Bilder anwendbar sein, die einen geringen Schärfebereich umfassen, also mit großer Blende fotografiert wurden. Mir fällt als Anwendungsbeispiel ein, dass man diese Funktion nutzen könnte, die eh schon scharfen Bereiche getrennt vom unscharfen Hintergrund nachzuschärfen, den Hintergrund getrennt noch mehr weich zu zeichnen. Hier ist sicher eine etwas nähere Betrachtung der Funktion notwendig, um die Einsatzbereiche genauer festlegen zu können. Fazit: interessant *

Verbesserungen bei Inhaltbasiertem Füllen und Verschieben

Diese Funktion liebe ich ja. Sie bietet ein enormes Potential bei Retuschearbeiten. Hier wurden Detailverbesserungen eingebaut, die ein weicheres Überblenden der Füllung  mit dem Hintergrund erlaubt. Ich erhoffe mir davon weniger Nacharbeiten mit dem Stempelwerkzeug bei meinen zukünftigen Retuschearbeiten. Fazit: Sehr interessant **

Erweiterung im Textwerkzeug

Jeder kennt sicher das Problem, man sucht für eine Überschrift eine passende Schriftart. Wie sieht mein text aber nun in dieser Schriftart aus, wie in einer anderen? Bisher habe ich mir beholfen, indem ich eine Schriftart angeklickt habe und dann mit der Pfeiltaste Schrift für Schrift durchgeklickt habe. Jetzt reicht es, wenn man die Maustaste über die einzelnen Schriften bewegt, die jeweilige Schrift wird in Echtzeit im Bild dargestellt. Fazit: Sehr interessant **

Verbesserungen unter der Haube

Tiefen und Lichter-Dialogfenster

Die Grafikengine wurde verbessert, die einzelnen Filter werden also etwas schneller ausgeführt, das hilft sicher bei der einen oder anderen Retuschearbeit, vor allem an großen Projekten. Außerdem ist mir noch ein weiterer Vorteil aufgefallen, die Dialogfenster sind endlich verändert worden. Teilweise wurden sie verschlankt, so dass die nicht skalierbaren Filterdialoge wie zum Beispiel Tiefen und Lichter jetzt besser auch auf einem 13″ Notebook-Bildschirm sichtbar sind. Teilweise wurde die Anordnung der OK und Abbrechen-Knöpfe verändert, hier kann man sich sicher streiten, ob das Vorteile oder Nachteile hat. Fazit: interessant *

weitere Neuerungen

  • Verbesserungen im 3D-Druckbereich
  • experimentelle Funktionen (diese sind vor allem für Touch-Display-Nutzer unter Windows 8 interessant) bieten die Möglichkeit, kommende Funktionen zu testen, die sicher noch nicht ganz ausgereift, aber hilfreich sein könnten.
  • Verbesserte Funktionen zur Vergrößerung von Bildern (diese Funktion werde ich in einem der nächsten Video-Tutorials näher unter die Lupe nehmen

Fazit

Die Frage, ob sich der Umstieg lohnt oder nicht, stellt sich ja nach dem Umstieg auf das Abo-Modell nicht wirklich mehr. Die neuen Funktionen sind einfach Bestandteil der im Abo-Preis enthaltenen Kosten. Für sich allein gestellt würden die Neuerungen sicher nicht für ein großes Update einer Kauf-Version ausreichen, allerdings muss man auch anmerken, dass schon vor etwas mehr als einem halben Jahr einige neue Funktionen Einzug gehalten haben. Zusammen genommen würde das schon fast wieder passen. Die Kritiker des Abo-Modells wird es trotzdem nicht zufrieden stellen, ich persönlich bin froh darüber.

 

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