Photomizer – Ein-Klick-Bildoptimierung

Heute möchte ich ein Programm testen, das auf seiner Homepage von sich verspricht: “Bildbearbeitung der nächsten Generation!” (link).

Das ist ja schon mal eine starke Aussage. Für mich persönlich gab es bei meinen bisherigen Kontakten mit Bildbearbeitungsprogrammen nur drei Programme, auf die ich diese Aussage anwenden würde.

Das war zum einen, vor schon vielen Jahren, das Programm “Kais Power Soap”. Kai Krause hatte damals (muss Mitte der 90er gewesen sein) ein Programm entwickelt, das sehr viel Augenmerk auf die natürliche und einfache Handhabung gelegt hatte. Die Arbeit wurde mehr an die Arbeit mit Pinsel und Zeichenstift auf Papier oder Leinwand angelehnt. Ein hervorragendes Konzept zu dieser Zeit. Leider gab es davon nur zwei Versionen, dann war das Programm verschwunden.

Das zweite Programm, das die oben genannte Aussage für sich verbuchen kann, ist “Adobe Photoshop”. Das Programm spricht für sich, das muss ich sicher nicht weiter erläutern.

Das dritte Programm ist meiner Meinung nach “Adobe Lightroom”. Hier wurde wieder, genau wie damals bei “Kais Power Soap”, ein völlig neuer Weg beschritten. Eine ganz andere Herangehensweise an die Bearbeitung.

Testbericht Photomizer

Der Programmname setzt sich aus zwei Teilen zusammen, aus dem Wort Photo und Optimizer. Nungut, dazu gibt es sicher schon duzende Programme, die mit diesen Aussagen auf sich aufmerksam machen wollen. Also weiter im Test.

Photomizer kann bis zu 21 Tage lang kostenlos getestet werden. Wer die Vollversion inklusive kostenloser Updates erwerben möchte, kann dies für 29,99 € direkt auf der Webseite tun. Der Preis ist für die gebotene Gegenleistung akzeptabel.

Nachdem Photomizer installiert und gestartet ist, konnte ich erst einmal erfreut feststellen, das es nicht mit unzähligen Optionen und Schaltern überfrachtet ist. Die Oberfläche ist im Wesentlichen in 3 Teile geteilt, links ist das gerade bearbeitete Foto zu sehen, rechts ist in einer Listenansicht eine Bilderliste zu sehen, die man gerade geladen hat. Darüber befinden sich ein paar Karteireiter. Darunter gibt es einige Schieberegler und Auswahlfelder.

Was mir beim durchlesen der Programmbeschreibung auf der Homepage schon positiv aufgefallen war, war der Umstand, das Photomizer auch RAW-Fotos bearbeiten kann. Dazu weiter unten etwas mehr.

Wie funktioniert Photomizer

Eigentlich fast automatisch. Man öffnet im rechten Teil des Fensters einen Ordner mit Fotos oder ein einzelnes Foto, links wird dann das Foto dargestellt. Bei den Karteireitern oben kann man nun noch auswählen, wofür das Foto optimiert werden soll, so gibt es hier z.B. die Auswahlmöglichkeiten: “Archivierung”, “Web optimiert”, “Bilderrahmen”, “HDR optimiert” und “Aufhellen”.

Die automatische Optimierung kann man hier auch gleich für mehrere Foto in einem Rutsch durchführen lassen. Und hier kommt auch mein erstes Problem. Es ist mir persönlich zu automatisch. Ich habe zwar die Möglichkeit, mit Hilfe eines Schiebereglers die Intensität der Optimierung einzustellen, aber das war es dann auch schon mit manuellem Eingriff.

Da wünschte ich mir schon, dass die Programmierer sich ein wenig an die Aufmachung der Webseite gehalten hätten. Hier sind sehr informativ die Optimierungsfunktionen des Programmes aufgezählt, jeweils mit einem kleinen Symbol neben dem Text. Diese Symbole hätte ich mir im Programm gewünscht, mit der Möglichkeit, die einzelnen Optimierungen selbst etwas verändern zu können. Zum Beispiel ist meiner Meinung nach “Nachschärfen” keine Funktion, die vollautomatisch wirklich Sinn macht. Beim Nachschärfen kommt es immer auf das Ausgangsbild an.

Sehr gute Ergebnisse bringt Photomizer bei alten Fotos. Fotos, in denen die Farben ausgeblichen sind, ein Farbstich wird genau so gut behoben, wie zu dunkle Fotos aufgehellt werden.

Mit einem Klick auf den Knopf “Konvertierung starten” werden alle ausgewählten Foto optimiert und im angegebenen Ordner gespeichert.

Jetzt zur RAW-Bearbeitung – nunja, hier kann ich nur sagen, im Grunde ist das Programm hier nicht wirklich alltagstauglich. Mein PC ist nun nicht wirklich der langsamste, das 64Bit-Betriebssystem mit 6GB Arbeitsspeicher sollte auch nicht untermotorisiert sein. Das Öffnen der 10 MPixel RAW-Datei dauert bei mir etwa 15 Sekunden. Jede Änderung an einem der Regler bringt wieder eine Wartepause in ähnlicher Länge.

Fazit

Photomizer setzt sich hohe Ziele und braucht sicher noch einige Zeit, um diese selbstgesteckten Ziele auch zu erfüllen. Es ist ein ganz interessantes Tool, wenn man sich mit Bildbearbeitung gar nicht auskennt und viele Fotos auf einmal optimieren möchte. Auch für die Bildverkleinerung und Optimierung fürs Internet ist Photomizer sicher eine interessante Alternative.

Automatisch ist gut, aber zusätzlich die ein oder andere Möglichkeit des Feintunings täten dem Programm sicher gut.

Für mich persönlich ist hier Google Picasa (link) sicher hier ein Vorreiter in der Handhabung und den Optionen. Zudem ist dieses Programm kostenlos verfügbar.

Wenn Du jetzt Interesse daran hast, das Programm zu testen, dann kannst Du es hier kostenlos downloaden und 7 Tage lang ausgiebig testen. Nach einer kostenlosen Registrierung wird die Testphase auch auf 21 Tage verlängert. (link)

0 Antworten
  1. Joe2712
    Joe2712 says:

    Klar ist GIMP ein gutes Bildbearbeitungsprogramm. Zum einen ist es aber nicht mit dem hier vorgestellten Programm zu vergleichen, da GIMP nicht für Anfänger geeignet ist und kaum automatische FUnktionen bietet. Daher habe ich hier Picasa als Vergleich gewählt. Mit Photoshop könnte man GIMP vergleichen, es würde aber auch hier in ziemlich vielen Punkten den Kürzeren ziehen.

    Antworten

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