Nachtaufnahmen–wie, wann und wo?–Teil 3

Mondlicht am Erfurter Dom - Langzeitbelichtung

Nach dem Wie fotografiere ich Nachtaufnahmen und Wann fotografiere ich Nachtaufnahmen heute das Wo.

Gestern habe ich von Vorteilen und Nachteilen der Nachtfotografie gesprochen. Ein Nachteil für mich ist der Umstand, dass ich in manchen Möglichkeiten eingeschränkt bin. Aufgrund der langen Belichtungszeit brauche ich einen “festen Stand”. Den bringt ind er Regel ein stabiles Stativ, allerdings nicht immer. Bei guten Lichtverhältnissen mache ich auch gern mal ein Foto von einem Hubsteiger oder von einer Leiter aus, das fällt bei Dunkelheit leider weg, da es keinen festen Stand gibt. Jede kleine Bewegung bringt den Hubsteiger in Schwingungen, jeder Windstoß macht sich bemerkbar, es ist also keine Langzeitbelichtung ohne Verwackler möglich.

Wo positioniere ich mich für gute Nachtaufnahmen?

Mondlicht über dem Erfurter Dom - Langzeitblichtung

Wie schon oben angesprochen ist eine etwas erhöhte Position sicher immer etwas interessanter als ein bodennaher Standort. Gerade bei Landschafts- oder Architekturaufnahmen bringt ein erhöhter Standort immer den Hintergrund besser zur Geltung. Während man vom Boden aus nur selten die Gebäude oder die Landschaft hinter dem Objekt sieht, fügt sich das Objekt von einem erhöhten Standplatz aus besser in die Umgebung ein. Ich suche mir also in der Regel Gebäude, Hügel, Türme, von denen aus ich fotografieren kann.

Weiterhin ist es gut zu wissen, in welcher Richtung der Mond steht, in welcher Höhe und ob überhaupt ein Mond zu sehen sein wird. Dabei hilft mir dann ein kleines Programm auf meinem iPhone. Es heißt Focalware und zeigt mir den Stand von Sonne und Mond, die Sonnen- und Mondaufgangszeiten und Sonnen- und Monduntergangszeiten an. Außerdem zeigt es die Richtung und die Höhe von Sonne und Mond zu einer bestimmten Tageszeit an. Ein sehr hilfreiches Programm. Auch für das Wetter habe ich eine iPhone-App, hier nutze ich WeatherPro.

Eisenach - Bachstatue bei Nacht

Natürlich kommt es oft vor, dass wir beim fotografieren noch einen interessanteren Standort finden, dann wechseln wir einfach nach einer Weile den Standort, oder wir kommen an einem anderen Tag noch einmal.

Oft passiert es auch, dass wir auf der Hin- oder der Rückfahrt einen interessanten Standort aus dem Auto heraus finden, dann wird halt einfach am Straßenrand angehalten, wenn das möglich ist. Was macht man nicht alles für ein interessantes Foto.

Und was passiert dann mit den Nachtaufnahmen?

Nach der Aufnahme beginnt die Nachbearbeitung am PC, die ersten Schritte in Lightroom und der Rest passiert in der Regel in Photoshop. Verschiedene Techniken, Tipps und Tricks dazu findet ihr auf meiner Photoshop-Trainings-DVD “Vom Schnappschuss zum Kunstwerk” und auf der in Kürze erscheinenden Lightroom-Trainings-DVD “Lightroom – der Weg zum besseren Bild”.

3 Antworten
  1. Schlafmütze
    Schlafmütze says:

    Hammer Bilder, vor allem das erste oben. Danke für die tollen Tipps; das “spontane Anhalten” kenne ich auch; allerdings wäre es dann von Vorteil, wenn auch eine Kamera dabei wäre… ;-)

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  2. Joe2712
    Joe2712 says:

    Das Problem kenn ich nur zu gut, ging mir erst heute Vormittag wieder so. Hatte einen kleinen Ort in herrlichen leichten Nebelschwaden vor mir. Ein tolles Bild, leider keine Kamera dabei…

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  3. Vanessa
    Vanessa says:

    Das erste Bild gefällt mir persönlich ja am besten, denn der “Schlier”- Effekt lässt die Stadt in einem komplett neuen Licht da stehen! Aber auch das zweite Bild hat etwas besonderes, gerade durch die beleuchtete Statue und dem Turm im Hindergrund!

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