Nachtaufnahmen–wie, wann und wo?–Teil 2

wann fotografiere ich Langzeitbelichtungen

Nachdem es im ersten Teil darum ging “wie” ich Nachtaufnahmen fotografiere, also welche Einstellungen ich an der Kamera vornehme, welches Zubehör ich benutze, soll es heute um das “wann” gehen.

Nachtaufnahmen haben einige Vorteile, aber auch Nachteile. Ein Vorteil ist zum Beispiel der Umstand, dass nachts kaum Leute vor der Linse rumrennen. Es gibt nichts schlimmeres als eine 5 Minuten Langzeitbelichtung, bei der nach 2 Minuten ein paar Leute vor die Kamera laufen und dann stehen bleiben.

Ich habe im letzten Jahr mal versucht, gegen Abend zum Sonnenuntergang ein paar Fotos am Brandenburger Tor zu machen, es war einfach aussichtslos. Dabei war der Sonnenuntergang einfach gigantisch.

Wann gelingen Nachtaufnahmen am besten?

Eisenach - Wartburg - Nachtaufnahme

Eine spezielle Uhrzeit für Nachtaufnahmen gibt es eigentlich nicht. Es kommt auf die Umstände an. Wichtig für eine gute Nachtaufnahme ist vor allem die Umgebung. In dem oben gezeigten Fall ist der Himmel wichtig, er sollte nicht völlig dunkel sein. Ich fotografiere also in der Regel entweder kurz nach Sonnenuntergang, in der blauen Stunde, oder bei Vollmond. Sehr ungünstig sind Neumondnächte.

Kurz nach Sonnenuntergang, wenn der Himmel das zu fotografierenden Objekt, die Burg, die Skyline oder das Haus tiefblau umrahmt, bringen vor allem die meistens gelblich beleuchteten Objekte einen tollen Kontrast zum blauen Himmel.

Sehr interessante ist auch ein leicht bewölkter Himmel, je nach Belichtungszeit ergeben sich hier sehr viele verschiedene Möglichkeiten. Bei langer Belichtungszeit ziehen sich die Wolken als weicher langer Schleier über den Himmel, bei kurzer Belichtungszeit ergeben sich oft interessante dramatisch aussehende Wolkenformationen, die sich dann am Computer noch verstärken lassen.

Innerhalb von Städten ist die Zeit meistens egal, da hier genügend Licht zur Verfügung steht. Hier ist später besser, da man dann auch die Möglichkeit hat, Architekturaufnahmen zu machen, ohne dass ständig die Leute im Weg rumlaufen.

Im morgigen dritten Teil gehe ich auf das “Wo” ein. Welche Standplätze sind vorteilhaft, wo sollte ich mich positionieren, um ein möglichst interessantes Ergebnis zu erzielen.

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