Monitor-Kalibrierung – muss das sein?

Oft kommt es vor, dass mich Leute in meinen Bildbearbeitungskursen fragen, woran es liegt, dass die von ihnen am per Internet bestellten Abzüge nicht so aussehen, wie auf dem Bildschirm am PC. Bei dem Einen sind sie heller als am PC, bei dem Anderen dunkler, beim Dritten stimmen die Farben nicht.

Wenn ich dann frage, ob sie auch den Monitor kalibriert haben, werde ich meist ungläubig angeschaut. Die meisten schauen dann erst einmal recht ungläubig. Wenn ich dann aber das gleiche Bild auf 2 verschiedenen unkalibrierten Monitoren zeige, dann sieht jeder recht schnell, wie wichtig das kalibrieren ist.

Was passiert beim kalibrieren überhaupt?

Jeder Monitor hat verschiedene Grundeinstellungen. Auch eine Rücksetzung auf die Werkseinstellungen bringt nicht die gleichen Helligkeitswerte oder Farbwerte auf zwei verschiedenen Monitoren. Ein reines Rot ist zum Beispiel auf dem einen Monitor etwas dunkler, auf dem anderen etwas heller. Ein reines Gelb ist auf dem einen Monitor etwas “wärmer” also etwas mehr orange, auf dem anderen Monitor etwas mehr in die grüne Farbrichtung verschoben.

kalibrierung

Wie kalibriere ich meinen Monitor?

Der beste Weg ist ein Kalibrierungsgerät. Es gibt da verschiedene Geräte auf dem Markt, ich persönlich benutze einen Spyder3Pro von Datacolor. Dieses Gerät hat Sensoren am unteren Bereich, man kann es mit Saugfüßen am Monitor befestigen. Mit Hilfe der Software wird dann fast ohne eigenes Zutun der Monitor richtig eingestellt. Am Ende bekommt man einen ehr schönen Vorher-Nachher-Vergleich. Dieser zeigt einem erst mal, wie falsch die Darstellung am Bildschirm wirklich war. Das sieht dann in etwa so aus wie auf dem folgenden Bild dargestellt.

kalibrierung2

Informationen zum Spider3 bekommt man hier.

Wer die Kosten für den Spider nicht parat hat, der kann auch manuelle Einstellungen vornehmen. Die werden zwar nicht so ganz genau passen, aber besser als nichts. Eine sehr gute Erläuterung dazu habe ich hier gefunden.

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