Making of “Schlosspark Ebeleben”

Das gestrige Bild des Tages “Schlosspark Ebeleben” ist am Mittwoch auf einer Fotowanderung mit unserem Fotoclub entstanden. Wir waren unterwegs und wollten einige Nachtfotos schießen. Leider war die Kirche nicht angestrahlt, so dass hier schon einmal kein Bild entstanden ist. Andererseits hat Ebeleben einen sehr schönen Schlosspark, also sind wir dort hin gegangen. Leider begann es auch genau in diesem Moment zu regnen.

Wir haben dann trotzdem versucht das ein oder andere Foto zu schießen. Ich habe also das Stativ aufgestellt und einiges ausprobiert. Leider war das Gebäude doch recht dunkel, gar nicht beleuchtet. Also musste doch das Licht der recht weit entfernten Laternen am Wegrand ausreichen.

Dafür war eine recht lange Belichtungszeit notwendig.

Die Vorbereitung

Das Objektiv

Als Objektiv habe ich mein Canon 50mm 1.8 benutzt, da es einfach das Lichtstärkste Objektiv ist, das ich habe. Bei solchen schlechten Lichtverhältnissen mache ich fast immer eine Belichtungsreihe, also 3 Fotos mit unterschiedlichen Belichtungszeiten. Die meisten DSLR-Kameras bieten diese Funktion an. Wenn die eigene Kamera keine Funktion dafür hat, macht man einfach selbst per Hand mehrere Fotos mit unterschiedlichen Belichtungszeiten.

Im RAW-Modus fotografieren

Wenn es die Kamera ermöglicht, sollte man auf alle Fälle im RAW-Modus fotografieren, das ist bei solchen schlechten Lichtverhältnissen noch viel wichtiger als sonst. Der RAW-Modus bietet wesentlich mehr Möglichkeiten, das Foto im Nachhinein aufzuhellen oder anzupassen.

ISO 100

Wenn wir sowieso mit dem Stativ arbeiten, können wir natürlich auch gleich ISO100 nutzen, da ein höherer ISO-Wert nur zu starkem Rauschen führen würde. Und ob die Belichtungszeit nun 5 oder 10 Sekunden beträgt ist mit einem Stativ egal. Also hierbei immer mit dem kleinsten ISO-Wert arbeiten, wenn man solche Arten von Fotos machen möchte.

Fernauslöser benutzen

Bei einer Belichtungszeit von mehreren Sekunden führt jede kleine Erschütterung zu einem verwackelten Fotos. Schon der Druck auf den Auslöser bewegt die Kamera ein ganz klein wenig, das reicht schon für eine Verwacklung aus. Also am Besten einen Fernauslöser verwenden. Wer keinen Fernauslöser hat, der kann natürlich auch den Selbstauslöser nutzen. Die Kamera also auf Selbstauslöser stellen, dann auslösen, dann dauert es 10 Sekunden, bis die Kamera auslöst. Bis dahin ist die Kamera wieder in ruhiger Position.
Wer es jetzt noch etwas besser machen möchte kann bei der Spiegelreflex noch die Spiegelvorauslösung einstellen. Bei einer DSLR klappt beim Auslösen der Spiegel hoch, das hört man auch am Klacken beim Auslösen, dieses Hochklappen bewegt die Kamera natürlich auch ein ganz klein wenig.

Die einzelnen Fotos

Zurück zum Foto. Hier sind jetzt die 3 Fotos zu sehen, wie sie von der Kamera gekommen sind.

Schlosspark_makingoff
Foto 1 Belichtungszeit:
5 Sekunden bei F1.8

Schlosspark_makingoff-2
Foto 1 Belichtungszeit:
1,3 Sekunden bei F1.8

Schlosspark_makingoff-3
Foto 1 Belichtungszeit:
20 Sekunden bei F1.8

Aus diesen 3 Fotos habe ich dann mit Hilfe der Software Photomatix Pro (Hier gibt es eine kostenlose Testversion) ein HDR-Bild erstellt.

Schlosspark_makingoffhdr
Das fertige HDR-Bild ist hier zu sehen.

Als letztes habe ich dann in Photoshop noch bestimmte Bildbereiche (Vor allem am Haus) aufgehellt und den Kontrast erhöht. Außerdem wurden einige Bereiche um das Haus herum wieder etwas abgedunkelt, um den Blick im Bild auf das Haus zu lenken.

Hier nun das Ergebnis:

Schlosspark_Ebeleben

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Wir freuen uns über ihren Beitrag!

Kommentar verfassen