Lightroom 4 – für Fotografen?

Lightroom 4 Vollversion erschienenVor ein paar Tagen habe ich irgendwo auf Facebook ein paar Kommentare gelesen, bei denen ich einfach nicht ruhig bleiben konnte. Und da das Thema hier in den Blog gut rein passt, wollte ich es noch einmal kurz anschneiden.

In dem kurzen Beitrag wurde eigentlich nur auf einen meiner Beiträge zu Lightroom 4 hingewiesen. In den Kommentaren hab es dann “Fotografen”, die der Meinung waren, Lightroom ist nix für Profis, höchstens für ambitionierte Amateure. Sie würden mit der Bridge (ja, wirklich mit der Bridge) und Photoshop arbeiten. Lightroom würden nur die verwenden, denen Photoshop zu teuer und zu umfangreich wäre.

Sorry, aber bei solchen “Weisheiten” stehen mir die Haare zu Berge. Sowas kann nur von Leuten kommen, die Lightroom entweder noch nicht gesehen haben, oder es einfach nicht verstanden haben.

Meine Gedanken zu Lightroom

Worum geht es eigentlich?
Es geht darum, Fotos so gut wie möglich zu organisieren und zu bearbeiten. Bei Fotografen, die damit ihr Geld verdienen, geht es außerdem darum, das ganze in einer möglichst kurzen Zeit zu verrichten (ohne dabei die Qualität zu vernachlässigen).

Wenn ich also ein bestimmtes Bearbeitungsergebnis in Lightroom in einer kürzeren Zeit erledigen kann, als in Photoshop (natürlich wieder mit gleichem qualitativen Ergebnis), dann steht für mich die Frage gar nicht, mit welchem Programm ich arbeite. Und wenn das ganze dann noch jederzeit veränderbar ist, die Originaldatei also immer erhalten bleibt, dann sind das einfach so viele Vorteile, dass sich die Frage nach dem Programm gar nicht mehr stellt.

Natürlich gibt es immer wieder Bilder, bei denen ich Photoshop nutzen muss, auch gern nutze. Lightroom ist allerdings mittlerweile zu einem Tool geworden, mit dem ich 70-80% meiner Bildbearbeitung durchführen kann, mal ganz abgesehen von den immer besser werdenden Archivierungs- und Suchfunktionen.

Mein Fazit

Lightroom ist und bleibt in meinen Augen ein Tool von Profis für Profis. Nicht als Ersatz von Photoshop, als Ergänzung, als Schaltzentrale…

 

Wie denkst Du über Lightroom?

6 Antworten
  1. Joerg
    Joerg says:

    Also ich hatte echt überlegt mir LR4 zu zulegen, denn es gibt das ein oder andere das mich bei Aperture stört – mit dem ich seit Version 1 arbeite – das ist zum Beispiel der fehlende Support für DNG Kameraprofile, bleibt nur zu Hoffen, das Apple daran arbeitet und das nachliefert oder der in meinen Augen limitierte RAW-Processor. Ansonsten habe ich die Zeit (und ich habe ja noch knapp 14 Tage Zeit) genutzt und mir LR4 in der Beta angesehen und finde einige Dinge doch recht umständlich und nicht klar definiert, mag sein das ich mich nicht genug mit LR auseinander gesetzt habe. Aber wenn ich z.B. die vorhandenen Möglichkeiten der Bildbearbeitung oder Bildverwaltung vergleiche dann bevorzuge ich doch Aperture. Beide liefern mir keine Möglichkeit (ohne Plugin oder PS) HDR Bilder, IR Bilder zu bearbeiten oder Panoramen zusammen zu setzen. Ich hätte mir vielleicht doch mal Deine DVD zu LR ansehen sollen bevor ich sie weiter-verlost hatte!

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    • Joe2712
      Joe2712 says:

      Tja, so gehts. :)
      Ich denke, dass die HDR-Funktionalität oder die Panoramaerstellung in LR wahrscheinlich auch in Zukunft nicht eingebaut wird, da das schon ziemlich stark in Richtung Retusche geht, hier arbeitet LR aber wunderbar mit Photoshop oder mit Photomatix zusammen…

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  2. Jens Westphal
    Jens Westphal says:

    Lightroom mit Photoshop zu vergleichen ist genau so unsinnig wie Äpfel mit Birnen vergleichen zu wollen. Mit Lightroom lassen sich Bild-Datenbanken verwalten und Bilder bearbeiten wohin gegen Photoshop einzig und alleine ein Bildbearbeitungstool ist. Und diese Aufgabengebiete sind meiner Meinung nach zu verschieden, als das sie sich einfach vergleichen lassen.

    Wer so etwas vergleicht und ernsthaft meint, die beiden Programme als Anfänger- und Profitool zu polarisieren, der denkt auch, dass die Kamera die Fotos macht und nicht der Fotograf dahinter. Ein Flamewar von Fanboys eben…

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  3. Lothar Stobbe
    Lothar Stobbe says:

    Diese Diskussion über Profitool oder nicht ist doch müßig. Um meine Arbeit als Fotograf schnell und qualitativ gut zu erledigen, benutze ich Tools mit denen ich eben dieses Ziel erreichen kann.
    Ob dann bei Facebook darüber diskutiert wird, ob LR nun ein Profitool ist oder nicht, ist in meinen Augen Zeitverschwendung. Ich benutze es sowohl im beruflichen als auch im privaten, hobbymäßigen Teil meiner fotografischen Aktivitäten.
    Für mich ist es ein Tool, welches mir hilft mein Geld zu verdienen, wie Photoshop und zwei, drei andere Programme auch.
    Verwalte meine Bilder mit LR, bearbeite und gebe sie ,wenn nötig, noch an die anderen Programme weiter. Alles kein Problem :-) Bridge habe ich ausprobiert, hat mir persönlich nicht weiter geholfen bzw. gefallen. Deshalb kann es aber für jemand anderen und dessen Workflow genau das Richtige sein.
    mein Rat: Alles nicht so verkniffen sehen :-)

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  4. Andreas Bininda
    Andreas Bininda says:

    Als reiner Hobbyfotograf kann nur sagen, dass Lightroom (Lightroom 3) klasse ist.
    Wenn man sich mit der Bedienung ein wenig auseinandersetzt und das einen oder andere Tutorial mitnimmt, ist es auch top zu bedienen.
    Ich möchte es nicht mehr missen.
    Für die Nachbearbeitung (wenn sie nötig ist) nutze ich Gimp.
    Nicht unerheblich finde ich auch, dass es auch auf einem Nicht-High-End-PC flüssig läuft.
    Genau hierzu würden mich Erfahrung bzgl. tatsächlichen Rechneranforderungen interessieren.

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  5. Holger Reich
    Holger Reich says:

    Hallo, auch wenn ich leidenschaftlich photographiere, so betreibe ich das doch eher als intensives Hobby. So lege ich Wert auf gutes Werkzeug und verständliche Usability und letztendlich eine Zukunftsfähigkeit.

    Mein Können definiere ich aber nicht über irgendwelche Programme oder Geräte, wie diese vermeintlichen “Fotografen” es zu tun scheinen. Übe4r Jahre ist mir Photoshop lieb und teuer (!) geworden, weil es wirklich alles kann, was ich verlange (und noch mehr, was ich nicht nutze).

    Dennoch habe ich mir jetzt bei meinem Systemschwenk auf den “Kaputtenappel” die LR4 zugelegt, weil es mir nützlich erschien (ich konnnte 4 Wochen auf Windows testen und habe 4 Woche auf ÄPL).

    Wie sollte ich mit PS denn auch die Kamera tethern UND anschließend fließend bearbeiten? Besonders vor Ort ist das eine tolle Hilfe – und ich bin für alles, was hilft.

    lg
    Holger, Der Wupperphotograph

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