Lightroom 4 für Fotografen – wohin geht die Reise?

Lightroom 4 - wohin geht die Reise?Adobe hat mit Lightroom vor ein paar Jahren einen Schritt gewagt, von dem sicher niemand wissen konnte, wohin die Reise geht. Neben das Flaggschiff Photoshop, welches zum Quasi-Standard in der Branche geworden ist, noch ein weiteres Produkt zu setzen, welches sich an genau die gleiche Klientel wendet, war schon gewagt.

Lightroom ist von Anfang an von Fotografen für Fotografen entwickelt worden.  Das ist wohl auch das größte Erfolgsrezept von Lightroom. Lightroom hat sich seit der ersten Version konsequent an den Bedürfnissen von Fotografen orientiert. Natürlich wurde auch immer über den Tellerrand geschaut, was haben die anderen Anbieter von RAW-Konvertern an Funktionen. Dass das nicht immer sehr erfolgreich ist, sieht man am Fotobuch-Modul, welches meiner Meinung nach momentan etwas lustlos dahin dümpelt.

Es wird auch danach geschaut, welche oft verwendete Arbeitsschritte momentan nicht in Lightroom bearbeitet werden können. So zum Beispiel die Bearbeitung von 32-Bit-HDR-Dateien. Ein Anfang zur Erstellung von HDR-Dateien wurde in Version 4.1 gemacht. Wenn die Erstellung der 32-Bit-Dateien noch mit eingebaut wird, dann hat Lightroom wieder einen Sprung nach vorn getan.

Die Erweiterung der lokalen Korrekturen und die Umstellung der Regler in den Grundeinstellungen war ebenfalls ein großer Wurf in der aktuellen Version Lightroom 4. Hier sieht man die Ergebnisse von intensiver Arbeit am Programm, immer nah an den Wünschen und Forderungen der Fotografen.

Wohin geht also die Reise?

Auf jeden Fall in die richtige Richtung. Mit der neuen Preispolitik hat Adobe auch versucht, den Markt etwas zu verbreitern, das Programm mehr Nutzern zuzuführen. Ob sich das jetzt positiv oder negativ auswirkt, das muss die Zeit zeigen. Ich hoffe nur, dass Lightroom nicht irgendwann als Quitschbuntes Ein-Klick-Programm-macht-alles-Gut endet.

5 Antworten
  1. S.Presso
    S.Presso says:

    “Gewagt” war dieser Schritt keinesfalls – sondern einfach überfällig!
    Andere Hersteller hatten zu der Zeit längst brauchbare RAW-Entwickler mit Bildverwaltung am Start – Aperture, Capure One um mal zwei bekanntere zu nennen. Dazu noch einige weniger bekannte Firmen wie Pixmantec (deren RawShooter recht intuitiv zu bedienen war). Einige dieser Firmen kaufte Adobe kurzerhand auf, um das eigene Produkt Lightroom endlich fertig zu bekommen. Die Beta-Version von Lightroom war kaum zu gebrauchen und erst mit dem zugekauften “Input” wirklich benutzbar.
    (Andererseits bekamen Nutzer der “zugekauften” Produkte dann die Lizenz von Lightroom “for free” – war auch nicht schlecht …)

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  2. Rico
    Rico says:

    Für mich als Amateurknipser ist das Programm eine absolute Bereicherung, auch von der Bedienung her ziemlich übersichtlich und einfach zu verstehen. Ich wüsste auch nicht welches programm noch in Frage käme oder an Lightroom ranreicht.

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  3. Volker
    Volker says:

    Was ich aber seit der letzten Version 4.2 vermisse, sind die vielen Objektivkorrekturen, für mich zu Nikonobjektiven, die in 3.6 noch vorhanden waren. Jetzt sind es ganze 8 Stück, oder mache ich etwas verkehrt?

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