Lightroom 2.0 Tutorial Teil 3

In diesem 3. Teil des Lightroom-Tutorials soll es um das Hauptmodul von Lightroom gehen, dem Entwicklungs-Modul. Hier werden die Fotos “entwickelt” wie der Name schon sagt. Das ist an die Entwicklung aus der analogen Zeit angelehnt. Dabei ist es auch völlig egal, ob die Fotos im RAW-Format oder als TIF oder JPG vorliegen. Die Bearbeitung ist die gleiche, nur dass im RAW-Format die Ergebnisse gegenüber JPG aufgrund der 16bit Farben bei gravierenden Änderungen besser sind.

Die Oberfläche ist wieder in die schon genannten Bereiche aufgeteilt. Links befindet sich die Vorgabenleiste, hier kann man sogenannte Vorgaben oder Presets aufrufen, oder selbst erstellte Vorgaben abspeichern.

Was sind Vorgaben?

Vorgaben sind Einstellungsvarianten, die man auf mehrere Fotos anwenden möchte. Beispielsweise möchsten Sie für mehrere Fotos die Klarheit erhöhen, oder die Sättigung verringern. Oder Sie möchsten für Ihre Landschaftsfotos den blauen Himmel etwas blauer aussehen lassen, dann können Sie diese Einstellung für ein Foto fertigstellen und als Vorgabe abspeichern. Wenn Sie das nächste Landschaftsfoto bearbeiten möchten und die gleichen Einstellungen nutzen möchten, dann brauchen Sie nur kurz auf die gespeicherte Vorgabe klicken und schon sit die Arbeit getan.

Es gibt im Internet diverse fertige Vorgaben, die Sie in Ihr Lightroom importieren können. So finden Sie z.B. im Blog von Matt Kloskowski auf Lightroom-Killertips regelmäßig neue Presets zum download. Diese ersparen einem viel Zeit. Außerdem lernt man, wie man seine Fotos verändern kann, wenn man sich die Änderungen in den Vorgaben anschaut. Lightroom Killertips finden Sie hier.

In der Mitte der Oberfläche befindet sich das ausgewählte Foto, hier sehen Sie die Auswirkung Ihrer Anpassungen.

Im rechten Teil befindet sich die wichtigste Palette, die Werkzeugleiste. Hier findet die eigentliche “Entwicklung” statt.

In Lightroom 2.0 finden Sie om rechten oberen Bereich die Palette mit folgenden Werkzeugen:

  1. Freistellen (das beste Freistellungstool, das ich kenne)
  2. Bereichsreparatur (für kleine Reparaturen wie etwa Entfernen von Sensorflecken oder kleinen Unreinheiten im Foto)
  3. Rote Augen Korrektur
  4. Verlaufsfilter (bringt das gleiche Ergebnis wie ein Verlaufsfilter, den Sie auf Ihr Objekt schrauben können. Man kann z.B. den oberen Teil des Fotos – meist den Himmel abdunkeln.)
  5. Korrekturpinsel (geniales Tool um Korrenkturen in Helligkeit, Schärfe, Klarheit, Sättigung, Belichtung lokal in bestimmten Bereichen wirken zu lassen, diese Funktion erspart einem häufig den Weg in Photoshop)

In den Grundeinstellungen können folgende Anpassungen gemacht werden:

  • Weißabgleich
  • Belichtungskorrektur
  • Kontrast
  • Klarheit
  • Lebendigkeit
  • Sättigung

Einige dieser Funktionen möchte ich noch etwas näher erläutern.

Belichtungskorrentur

Diese teilt sich in die Regler Belichtung, Wiederherstellung, Aufhelllicht und Schwarz ein. Belichtung ist klar, die Belichtung wird hier erhöht oder verrinngert. Muss jetzt die Belichtung erhöht werden, so kann es passieren, dass Bildbereiche im Licht ausfransen, also zu hell werden und keine Struktur mehr aufweisen. Dies kann dann mit dem Regler Wiederherstellung wieder zurückgeholt werden.

Aufhelllicht ist der Regler, den ich wohl am meisten nutze, hier werden die dunklen Bildbereiche aufgehellt, ohne dass die hellen Bereiche mit aufgehellt werden und dadurch zu hell werden.

Mit dem Regler “Schwarz” können Sie den Kontrast erhöhen, indem Sie die dunklen Bildbereiche wieder abdunkeln.

Klarheit ist ein Regler, der dem Foto meist den extra-Kick gibt. Hiermit wird der Kontrast ind en mittleren Helligkeiten erhöht, der Schärfeeindruck erhöht sich dadurch.

Lebendigkeit ist ein Regler, der eigentlich ein Sättigungsregler ist. Nur erhöht man damit nicht die Sättigung über den gesamten Farbbereich, was oft bei Personen zu sehr roten Gesichtern führt, sondern er erhöht oder verringtert die Sättigung aller Farben außer der Hautfarben.

Gradationskurve

Die Gradationskurve ermöglicht wie in Photoshop die Änderung der Helligkeiten und dadurch die Anpassung des Kontrasts in Ihren Fotos. Jede Änderung in der Gradationskurve wirkt sich auf Ihr Histogramm aus.

Soviel zum Teil 3 des Tutorials Lightroom 2.0.
Im Teil 4 geht es dann weiter mit dem Bereich HSL/Farbe/Graustufen, Teiltonung und Vignetten.

Bleiben Sie gespannt.

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