Graufilter und Grau-Verlaufsfilter

Nach den Filtervarianten in den letzten Beiträgen heute nun noch die Erklärungen zum Graufilter und zu den Grauverlaufsfiltern.

Graufilter

Nach dem Kommentar von Jerret vom vergangenen Freitag habe ich diesen Beitrag noch einmal umgestellt. Er hat eine sehr gute und ausführliche Beschreibung des Graufilters auf seinem Blog. Den Link dahin findet Ihr hier.

Graufilter sind genau wie Polfilter sicher die Filter, die auch heute im digitalen Zeitalter noch ihre Daseinsberechtigung haben. Sie sind vor allem in der Architekturfotografie und der Landschaftsfotografie gut einsetzbar.

Der Graufilter macht im Grunde nichts anderes, als dass er weniger Licht ins Objektiv hinein lässt. Ein 2-fach Graufilter lässt also die Hälfte des Lichtes durch. Die Auslösezeit verdoppelt sich also. Wenn ohne Graufilter 1/60 Sekunde Belichtungszeit die optimale Zeit wäre, dann ist es mit dem 2-fach-Graufilter 1/30 Sekunde.

Möchte ich also bei hellem Tageslicht mit langer Belichtungszeit fotografieren, ohne dass das Bild völlig überbelichtet wird, so komme ich um den Graufilter nicht herum.

Urtal-2610

Man kann damit z.B. einen Wasserfall wunderbar weich gestalten.

Grauverlaufsfilter

grauverlauf

Diese Verlaufsfilter haben keine gleichmäßige Farbverteilung, sie haben einen Verlauf von dunklem Grau zu durchsichtig. Am oberen Rand hat der Filter also die gleiche Wirkung wie der Graufilter, nach unten hin lässt diese Wirkung gleichmäßig nach.

Wozu braucht man sowas?

Ganz einfach. Vor allem an sehr hellen Tagen tritt das Problem auf, dass bei den geschossenen Landschaftsfotos der Himmel, der eigentlich schön blau war, auf den Fotos fast völlig ausgewaschen weiß abgebildet ist. Die kleinen Wolken sind fast gar nicht mehr zu sehen. Der Rest des Bildes ist richtig belichtet. Belichtet man nun den Himmel korrekt, dann ist meist der Rest zu dunkel.

Mit dem Grauverlaufsfilter wird der Himmel automatisch mehr abgedunkelt als der untere Bereich. Damit bekommt man also dann das gewünschte Ergebnis.

Ich persönlich nutze diese Art von Filtern so gut wie gar nicht mehr, seit ich meine Bilder im RAW-Modus schieße und vor allem, seit ich mit Lightroom 2 arbeite. Der Verlaufsfilter kann im Lightroom mit ganz einfachen Mitteln nachgebildet werden. Dabei hat man dann auch noch einige zusätzliche Möglichkeiten. Man kann selbst entscheiden, wie weit sich der Verlauf auswirkt, oder man kann auch einen leichten Farbverlauf nutzen. Wie man den Verlaufsfilter in Lightroom verwendet habe ich hier beschrieben.

Das war meine Beschreibung der verschiedenen Filtervarianten. Welche Filter nutzt ihr? Nutzt ihr überhaupt irgendwelche Filter? Hinterlasst doch bitte einen Kommentar.

0 Antworten
  1. Markus
    Markus says:

    Der Graufilter ist hier sehr schön beschrieben und wirklich eine sehr nützliche Funktion. Denn auch mit einer nachträgliche Bildbearbeitung bekommt man das Licht nicht mehr so schön hin.

    Antworten

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