Grafiktablett als Mausersatz

Grafik-TablettEin Grafiktablett – brauche ich das überhaupt?

Jeder, der sich diese Frage stellt, sollte mal eines testen. Jeder, der in der Bildbearbeitung mehr macht, als nur auf den “Auf Gut Glück”-Knopf zu drücken, wird sich schnell mit dem Stift-Tablett anfreunden. Die Arbeit geht leichter von der Hand, natürlicher und schneller.

Wie so oft ist aber natürlich auch die Qualität des Grafiktabletts ausschlaggebend, ob man mit dem Gerät “warm” wird, oder nicht. Ich habe schon unzählige Fabrikate ausprobiert, keines ist bisher an die Wacom-Tabletts ran gekommen. Und das sage ich aus voller Überzeugung. Die Intuos-Reihe sind einfach Profi-Werkzeuge.

Gerade in den letzten Wochen habe ich so viel Retuschearbeiten gemacht, wie selten zuvor. HIer habe ich fast ausschließlich mit dem Tablett gearbeitet. Ich habe mich auch dabei ertappt, dass ich zwischendurch, wenn ich nicht in Photoshop oder Lightroom gearbeitet habe, die Maus gar nicht mehr angefasst habe, ich habe auch Windows immer öfter mit dem Stift bedient.

Warum lässt sich ein Bild mit dem Stift besser bearbeiten, als mit der Maus?

Ganz einfach, weil der Stift eine natürlichere Arbeit erlaubt. Jeder erlernt das Zeichnen und Malen mit einem Stift oder einem Pinsel. In den zwei Fingern, mit denen man den Stift hält, hat man viel mehr Gefühl und mehr Feinheit, als in der kompletten Hand, mit der man in der Regel die Maus bedient.

Aber das ist nur ein kleiner Vorteil. Viel stärker wirkt meiner Meinung nach ein anderer Punkt, den der Stift der Maus voraus hat. Wie beim Zeichnen mit dem Bleistift, hat der Stift vom Grafiktablett eine druck-sensitive Spitze. Das heißt, bei einem Retuschestrich kann ich durch stärkeren Druck oder schwächeren Druck ganz genau steuern, wie stark sich die Bearbeitung an der gewünschten Stelle auswirkt.

Um das ganze noch “natürlicher” in der Handhabung wirken zu lassen, gibt es für das Intuos-Tablett zum Beispiel auch mehrere verschiedene austauschbare Spitzen, von hart bis weich. Auch die Schräglage des Stiftes wirkt sich wie beim Bleistift auf Papier auf das zu bearbeitende Bild aus.

Es gibt kaum eine natürlichere Art der Arbeit.

Hast Du auch schon Erfahrungen mit Grafik-Tabletts gemacht? Wenn ja, welche?

5 Antworten
  1. Jens Westphal
    Jens Westphal says:

    Vor über einem Jahr habe ich mir bei Amazon ein Grafiktablett für ca. 50€ zugelegt. Eine Investition, die sich absolut ausgezeichnet hat. Zwar hat es einen kleinen Augenblick gedauert, bis ich mich wieder an die natürliche Arbeit mit dem Tablett gewöhnt habt, aber jetzt mag ich es nicht mehr missen.

    Ein Wacom-Tablett steht noch ziemlich weit oben auf meiner Möchte-ich-gerne-haben-Liste…

    Antworten
  2. Marianne
    Marianne says:

    Ich habe mir gerade das Wacom touch5S gekauft. Seit vielen Jahren arbeite ich nur mit der Maus. Die Umstellung finde ich schwierig, man muß einiges einstellen und vorher lesen.
    Ich arbeite an zwei Bildschirmen, das klappt schon garnicht.
    Vielleicht wäre das mal ein Video wert Jörg?
    Frdl. Grüße
    Marianne

    Antworten
    • Joe2712
      Joe2712 says:

      @Marianne tolle Idee, mache ich demnächst mal. Mit den zwei Monitoren ist das kein Problem, mann kann eine Taste so belegen, dass man entweder monitor 1, oder monitor 2 oder beide Monitore zusammen mit dem Tablett bearbeiten kann..

      Antworten
  3. Markus
    Markus says:

    ich nenne das Intuos 5 Touch M mein Eigen. Eine sehr gute, wenn auch teure Anschaffung. Habe auch schon angefangen, die Tasten, den Stift und den Touch-Ring auf Lightroom anzupassen. Daher würde mich mal deine Belegung interessieren. Denn bei meiner gibt es auf jeden Fall noch Verbesserungspotenzial

    Antworten
  4. Marco
    Marco says:

    Hi,

    also ich kann mich Joerg nur anschließen, nutze jetzt seit gut 1 1/2 Jahren ein Wacom Intuos4M und bin absolut begeistert, Bildbearbeitung ohne Tablett – für mich inzwischen undenkbar.
    Noch ein kleiner Tipp… für Studenten und Schüler gibt es auf http://www.unimall.de die Tabletts ein klein wenig günstiger.

    Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Wir freuen uns über ihren Beitrag!

Kommentar verfassen