Geotagging – Test der Software GeoSetter Teil 1

Da leider das eigentlich eingeplante Mittelalterspektakel ins Wasser gefallen ist, bin ich endlich zu dem schon lange eingeplanten Test der Geotaggingssoftware gekommen. Im “Teil 1 – GPS-Daten aufzeichnen” (Teil 1 finden Sie hier) ging es um die Aufzeichnung der GPS Koordinaten und die Übertragung auf den PC. Sind diese Daten erst einem in einem der gängigen GPS-Formate wie *.kml, *.nma oder *.csv gespeichert, kann es weiter gehen.

Nun müssten die GPS-Daten irgendwie mit den Fotos zusammen gebracht werden. Dabei hilft uns der Umstand, dass sowohl in den Fotos, als auch in den aufgenommenen GPS-Daten die Uhrzeit gespeichert ist. Es müsste jetzt eigentlich nur jeweils die Uhrzeit des Fotos genommen werden und in den GPS-Daten genau der Datensatz gesucht werden, der mit dieser Uhrzeit übereinstimmt. Danach brauchen die gefundenen GPS-Daten nur in die EXIF-Daten des Fotos mit eingetragen und gespeichert werden.

Hört sich nicht gerade sehr einfach und handelbar an, oder? Wäre schön, wenn es dafür eine brauchbare Software gibt.

Solche Programme gibt es natürlich. Sie tragen Namen wie locr oder GeoSetter. Die meisten Programme, die ich bisher für diese Aufgabe gefunden habe sind Freeware, soweit schonmal nicht schlecht. Leider habe ich noch nicht so viele Programme gefunden, die mit RAW-Dateien arbeiten. Das ist für mich aber das A und O, da ich nur RAW-Dateien fotografiere.

Nun kam mir ein Zufall zu Hilfe. In der Ausgabe 08.2008 der Zeitschrift CHIP Foto-Video gab es auf der Heft-CD ein kleines Programm mit Namen GeoSetter. Dieses sollte mit RAW-Dateien zurecht kommen. Also wurde es am letzten  verregneten Sonntag installiert und getestet.

Der erste Eindruck

Der erste Eindruck war schon einmal nicht schlecht. Das Programm ist recht übersichtlich und intuitiv aufgebaut. Es erinnert an viele andere Fotoarchivierungsprogramme.

Ich habe die Oberfläche hier mal in 3 Teile unterteilt und gekennzeichnet.

Der Teil 1 zeigt die Fotos (auch die RAW-Dateien cr2, nef, dng) des oben angegebenen Verzeichnisses.

Der Teil 2 zeigt das gerade im oberen Teil ausgewählte Foto in einer größeren Ansicht.

Im Teil 3 ist die Google-Ansicht zu erkennen.

Wie geht es nun weiter?

Es gibt jetzt 2 Varianten, wie man die Fotos mit Koordinaten versehen kann:

  1. Manuell
    Das ist die zeitaufwendigere Variante, man muss jedem Foto per Hand den Ort zuweisen, wo es fotografiert wurde.
  2. Automatisch
    Dies klappt natürlich nur, wenn man die GPS-Koordinaten aufgezeichnet hat und diese auf dem PC wie in meinem Tutorial “GPS-Daten aufzeichnen” auf dem PC abgespeichert hat.

Diese beiden Varianten möchte ich jetzt näher am Beispiel der Software GeoSetter erklären.

Die manuelle Methode

Dabei sucht man im rechten Google-Maps-Fenster den Ort, an dem das Foto entstanden ist und klickt an diese Position. Es erscheint eine kleine rote Pinnadel.

Nun kann man diese gewählten Koordinaten dem Foto zuordnen.

Dies geschieht, indem man in der vertikalen Symbolleiste links neben der Karte die zweite rote Pinnadel von oben anklickt. Mit diesem Symbol überträgt man die ausgewählte Position in das oder die ausgewählten Fotos. Man kann also jedem Foto individuell seine Koordinaten zuordnen, oder man kann es sich einfach machen und einer größeren Auswahl von Fotos eine Koordinate zuweisen. Dabei hat man dann natürlich nur eine annähernde Lokalisierung, aber das reicht in den meisten Fällen ja auch aus.

Im Teil 2 geht es dann morgen mit der automatischen Methode und den arbeiten danach weiter. Seien Sie gespannt.

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