Geodaten in den Bildern – hilfreich oder überflüssig?

Geodaten in Fotos eingebunden

© Taras Livyy - Fotolia.com

Einer der ersten Beiträge, die ich hier auf einpraegsam.de gepostet hatte, handelte vom Geosetter, einem Geodaten-Logger. Schon damals hatte ich mich für die Möglichkeit interessiert, die GPS-Koordinaten in meine Bilder mit einbringen zu können. Leider klappte das nicht wirklich zufriedenstellend, weshalb ich das ganze dann auch nach einiger Zeit wieder aus dem Auge verloren hatte. Der zusätzliche Arbeitsaufwand, der sich aus der Verwendung ergab, brachte einfach zu wenig Ergebnisse, als dass das Ganze den Aufwand lohnen würde.

Nachdem nun 3 1/2 Jahren vergangen sind, hat sich hier im Bezug auf die Technik einiges getan, also beschäftige ich mich mal wieder verstärkt mit diesem Thema.

Das iPhone als Geologger

Der Geosetter ist schon lange vergessen, das Problem war halt einfach, ich musste ihn jedesmal extra mit nehmen. Heute verwende ich das iPhone mit einer passenden App. Das iPhone habe ich eh immer dabei, also ist hier schon einmal ein Umstand vereinfacht worden. Als App verwende ich MotionX-GPS (auch darüber habe ich schonmal geschrieben). Die App zeichnet die Wegstrecke auf, danach kann ich die Track-Datei per eMail an meinen PC senden, fertig.

Lightroom 4 – bringt die Geodaten in die Fotos

Lightroom 4 macht das ganze jetzt auch wieder extrem interessant. Die Verbindung der Fotos mit den Geodaten ist das eine, die Weiterverwendung das andere. Hier spielt Lightroom seine Stärken aus. Die lokale Suche von Fotos ist mit Lightroom auf eine sehr interessante Art möglich. Nun finde ich meine Fotos noch schneller und einfacher wieder. Hier hat Adobe ganze Arbeit geleistet. Viele Nutzer hatten diese Funktion schon lange gefordert, endlich ist sie umgesetzt.

Fotos, die direkt mit den immer besser werdenden Smartphones fotografiert wurden, haben die Geodaten ja in der Regel schon automatisch mit gespeichert, auch hier kann Lightroom jetzt einen Mehrwert bieten.

Sind Geodaten in Deinen Fotos auch für Dich interessant?

Hinterlasse doch dazu einen Kommentar, Deine Eindrücke dazu würden mich interessieren.

6 Antworten
  1. Matthias
    Matthias says:

    Ich finde es schon sinnvoll, wenn die Geodaten auch vernünftig zur Suche nutzbar sind. Da hoffe ich auf LR4. Die automatische Zuweisung von Geodaten ist ja doch einfacher, als die manuelle Verschlagwortung.
    Auch in LR3 konnte man ja mittels eines Plugins schon GPS-Daten einpflegen, was ich auch getan habe. Allerdings konnte man damit nicht so sehr viel anfangen, aber man hat halt die Daten für seine älteren Bilder wenigstens schon drin …
    Ich hab mir aber seinerzeit einen externen Logger geholt, zum einen weil ich damals noch kein Smartphone hatte und heute mache ich es weiter so, um den Akku des Phone zu schonen ^^

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  2. frag-mich-doch.net
    frag-mich-doch.net says:

    Ich nutze Geodaten doch eher häufiger.
    Im Urlaub / auf größeren Touren kommt der HOLUX M-241 Wireless GPS Logger in die Tasche und zeichnet so meinen Tag auf, bei vielen Fotos an einem Ort mache ich das per Hand.
    Nach dem Import in Lightroom spiele ich dann entweder das Log vom Holux per houdahGeo (http://www.houdah.com/houdahGeo) in die MetaDaten oder setze den Ort per Karte ebenfalls im houdahGeo. Danach im Lightroom die MetaDaten aktualisieren und schon habe ich dort auch die GPS-Kooridinaten.
    Wenn man dann zu flickr etc. publiziert erscheinen die Fotos eben auch dort auf der Karte.
    Mit LR4 dürfte der ganze Workflow allerdings noch einfacher werden – bin gespannt was die Jungs von Adobe da am Ende abliefern.

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  3. Michael
    Michael says:

    Also für mich sind Ortsdaten essenzielle Informationen, über die ein jedes Bild bei mir verfügt. Beim Taggen mit Geosetter weise ich nicht nur die Koordinaten zu, sondern setzte auch die Höhe neu (Logger sind in dieser Beziehung recht ungenau) und lasse die Koordinaten in Ortsdaten auflösen. Diese werden beim speichern über ein ExifTool-Skript zusätzlich noch in Keywords kopiert, so dasss ich beim Import in Lightroom die Koordinaten, die Höhe, die IPTC Location Daten und Ortsdaten als Keywords habe. Der Aufwand hierzu ist recht gering, nur beim Auflösen der Orsdaten muss man ein bisschen auf die Korrektheit achten.

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  4. Dieter
    Dieter says:

    Ich nutze den Bilora Geotagger schon seit mind. zwei Jahren und bin damit sehr zufrieden. Er zeichnet bei mir bis auf 10 m genau auf, wiegt wenige Gramm und ist immer in der Fototasche dabei. Mit der mitgelieferten Tagger-Software werden meine Bilder vor dem Import in Lightroom mit den Geodaten (genaue Position, Höhe, Ortsbezeichnung) versehen und fertig ist die Sache. Das manuelle Einfügen mittels Lightroom ist mir zu ungenau und zu aufwändig und manchmal kann man die Bilder im Nachhinein auch oft nicht mehr genau zuordnen.

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  5. MartinN
    MartinN says:

    Ich benütze den Jobo PhotoGps 4.
    Eine universelle GPS für verwendung auf den Blitzschuh der Kamera.
    Kann auf mehrere Kameras verwendet werden. Schreibt die Geo-daten nicht direkt nach die kamera, sondern die Geo-daten werden im mitgelieferden Programm mit den Photos verkuppeld.
    Man braucht also einen Rechner zum speichern der daten und das laden des Akkus.
    Wenn man mit einen separaten Garmin GPS einen Track aufnimmt, kann diesen Track in LR4
    (Karte –> Tracklog laden hinzu gefügt werden, sodass man seinen Weg mit den Fotos zeigen kann.
    (Hoffentlich ist mein Deutsch gut genug)
    Fr.Gr.
    MartinN

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