Fototips zum Mittwoch

Da heute anscheinend der April ausgebrochen ist, zumindest Wettertechnisch möchte ich hier nun auch einmal wieder ein paar Fototips loswerden. Ich bin schon länger von entfesseltem Blitzen sehr begeistert. Was ist das, wofür ist das gut? Dazu gibt es drüben bei Martin Gommel auf Kwerfeldein eine sehr interessante Diskussion und interessante Beispiele. Jeder, der sich ein wenig mit externen Blitzgeräten beschäftigen möchte sollte dort mal reinschauen. Hier ist der Link zum ersten Beitrag zum entfesselten Blitzen auf Kwerfeldein.

Auch ich hatte schon einmal zu diesem Thema einen recht umfangreichen Beitrag geschrieben, der ist hier zu finden.

Was aber, wenn man keinen externen Blitz zur Verfügung hat?

In letzter Zeit bin ich recht oft Nachts oder am späten Abend unterwegs und fotografiere Nachtaufnahmen, vor allem Stadtansichten. Dabei arbeite ich in der Regel ganz ohne Blitzlicht, da man mit einem Blitz die Stimmung in solchen Bildern kaputt macht. Der Vordergrund ist in der Regel dann zu hell angeblitzt und im Hintergrund ist nicht mehr viel zu sehen. Hier ein Beispiel für ein “totgeblitztes” Bild. Der Löwe im Vordergrund passt von der Helligkeit und der Lichtfarbe gar nicht zum Hintergrund.

beleuchtung

Blitzt man aber nicht, dann hat man in der Regel das Gegenteil, beleuchtete Gebäude oder Gegenstände, die etwas weiter weg liegen, sind richtig beleuchtet, dafür ist aber der wenig beleuchtete Vordergrund völlig dunkel. Hier ein Beispiel dazu. Hier ist der Hintergrund einigermaßen gut belichtet, dafür sieht man aber den Löwen im Hintergrund nun gar nicht mehr.

beleuchtung

Was also tun?

Ganz einfach, ich habe in mehreren Versuchen die Belichtungszeit herausgefunden, in der mir der Hintergrund gefällt. Das geschieht durch probieren und nachschauen. Ich stelle also eine Blende ein, hier zum Beispiel Blende 13, dann versuche ich es mit einer Belichtungszeit von 6 Sekunden, ist das Ergebnis zu dunkel, dann erhöhe ich die Belichtungszeit. Also als zweites dann 10 Sekunden, ist das Ergebnis von der Helligkeit im Hintergrund OK, dann kann ich mich um den Löwen kümmern.

Da dieser immer noch zu dunkel ist, muss er irgendwie aufgehellt werden. Dazu habe ich hier in diesem Beispiel eine Taschenlampe benutzt (Danke nochmal an Michael, der sowas immer dabei hat :) ).

Wir haben also die Kamera ausgelöst und dann 10 Sekunden lang mit der Lampe den Löwen angeleuchtet.
Als Ergebnis ist dann das folgende Bild entstanden.

beleuchtung

5 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Wir freuen uns über ihren Beitrag!

Kommentar verfassen