Fotos für die Ewigkeit (sicher)?

Fotos für die Ewigkeit sichern

Heute möchte ich mal einer Frage nachgehen, die mir immer wieder gestellt wird. Eine Frage, die sicher mit zu den wichtigsten Fragen eines Fotografen gehört.

Wie sicherst Du Deine Fotos?

Die meisten Leser meines Blogs wissen, dass die erste Anlaufstelle für meine Fotos immer Lightroom ist. Meine RAW-Fotos wandle ich immer in das offene DNG-Format um, da ich mir hiervon auch eine zukünftige Unterstützung dieses Formates verspreche. Da jeder Kamerahersteller sein eigenes Süppchen beim RAW-Format kocht, die einzelnen Dateien ja noch nicht einmal beim gleichenHersteller identisch aufgebaut sind, wähle ich diesen Weg.
Aus Platzgründen habe ich immer nur die Fotos der letzten 2 Jahre auf dem PC, das können dann schonmal 20.000 Fotos oder mehr sein, das macht einen Platzbedarf von ca. 400 GB. Meine gesamte Fotosammlung umfasst mittlerweile die Fotos aus 12 Jahren, wobei ich die ersten 7 Jahre mit Kompaktkameras und Bridgekameras im JPG-Format fotografiert habe, diese 7 Jahre machen eine Datenmenge von weniger als 20GB aus, da ist meine Speicherkarte heute größer.

Welches Speichermedium ist für die Sicherung am besten geeignet?

Zur Sicherung meiner kompletten Fotosammlung nutze ich zwei verschiedene Systeme (da bin ich vielleicht etwas paranoid, aber sicher ist sicher). Das ist zum einen eine ganz normale externe Festplatte mit 1TB Platz. Hier liegen alle Fotos in der gleichen Ordnerstruktur, wie ich sie auf dem PC habe. Als zweites Medium nutze ich ein sogenanntes NAS-System, Genauer gesagt einen Drobo. Das ist ein System, das mit 4 Festplatten bestückt wird und das die Daten selbständig so verteilt, dass beim Defekt einer Festplatte trotzdem noch alle Daten sicher sind. Mehr Informationen zum Drobo habe ich schon vor längerer Zeit hier zusammen getragen.

Ich sichere also etwa alle 1-2 Monate die Fotos des letzten Jahres auf diese beiden Systeme und habe so immer zwei unabhängige Datensicherungen. Durch meine Lightroom-Ordnerstruktur sicher ich durch einfaches kopieren der Jahresordner immer gleich alle Fotos, sowie den dazugehörigen Lightroom-Katalog. Wer genaueres über den Aufbau meiner Ordner und den LR-Katalog wissen möchte, dem lege ich meine Lightroom-DVD nahe, hier wird in mehreren Videos genau erklärt und gezeigt, wie ich die Ordner anlege, wie ich die Struktur aufgebaut habe und wie ich die Fotos importiere.

2 Antworten
  1. Jochen
    Jochen says:

    Hi Jörg,

    ich arbeite nicht mit LR, da ich es nicht habe und daher auch noch keine Erfahrung sammeln konnte. Ich bearbeite meine RAW-Dateien immer mit dem Canon Tool namens “Digital Photo Professional”. Ein Konvertieren ist hier nur in die Formate JPG und TIF möglich. Ich konvertiere, sofern ich noch mit Paint Shop Pro weiter bearbeiten möchte immer ins TIF-Format. Aber ist das denn auch so “unsicher”?

    Natürlich habe ich mir auch schon mal Gedanken darum gemacht, was meine Urenkel mit meinen JPEGs und TIFFs anfangen wollen, aber auf ein Ergebnis bin ich bislang noch nicht gestoßen.

    LG vom Jochen

    Antworten
  2. Jens
    Jens says:

    Hallo Joerg,

    Datensicherung ist normalerweise ein Thema, mit dem man sich beschäftigt, wenn erst Unmengen von Daten durch einen “Unfall” ins virtuelle Nirvana gegangen sind. Daher finde Artikel, die sich mit diesem Thema beschäftigen, auch sehr wichtig.

    Ich lege meine Fotos (und auch andere wichtige Dateien) drei-stufig ab. Als erstes landen sie auf einer lokalen, im PC verbauten Festplatte. Wie Du, wandel ich sie auch wegen der Kompatibilität mit Lightroom nach DNG. Nach einer bestimmten Zeit (je nachdem, wie viele Änderungen ich an den Dateien vorgenommen habe und wieviel Daten hinzugekommen sind, maximal aber nach 4 Wochen), mache ich dann eine Kopie auf eine externe HD, die immer am PC angeschlossen ist. Maximal alle 8 Wochen mache ich dann eine zusätzliche Kopie auf eine zweite externe HD, die eigens für diesen Fall aus dem Schrank geholt und angeschlossen wird.

    Die zweite HD wird auch bei mir demnächst durch ein NAS ersetzt, dass dann in der Wohnung so positioniert wird, dass es im Falle einer Katastrophe (Feuer etc.) direkt beim Verlassen der Wohnung abgezogen und unter den Arm geklemmt werden kann.

    Ist vielleicht ein wenig über das Ziel geschossen, aber ich bin von Beruf aus Paranoiker :-)

    Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Wir freuen uns über ihren Beitrag!

Kommentar verfassen