Fortsetzung Fotobuchsoftware im Test

Kurz nach meinen letzten Beiträgen zum Thema Fotobuchsoftware, deren Vorzüge und Nachteile, Anwenderfreundlichkeit und Verbesserungswünsche bekam ich eine mail von Fujicolor mit der Anfrage, ob ich auch deren Fotobuchsoftware testen würde und einen Beitrag in meinem Blog veröffentlichen würde. Als Gegenleistung dafür würde ich das bestellte Fotobuch gratis bekommen. Was für mich dabei wichtig war ist dass keinerlei Bedingungen daran geknüpft waren. Also habe ich beschlossen, diesen Test zu machen und nun hier darüber zu schreiben.

Nach dem Download der Fujidirekt Fotobuchsoftware und der Installation war ich erfreulich überrascht. Die Oberfläche der Software ist sehr umfangreich, übersichtlich und zeigt eigentlich all das, was ich im letzten Test in einigen Programmen vermisst habe. Die Software ist nicht nur zur Erstellung von Fotobüchern gedacht, man kann Fotos online bestellen, T-Shirts, Mauspads, Basecaps, Puzzel und vieles mehr.

Wählt man den Modus “Fotobuch erstellen” bekommt man die nötigen Informationen wie den Preis angezeigt.

Wie bei den anderen gängigen Fotobuchprogrammen gibt es einen recht einfach und problemlos zu bedienenden Assistenten, der einem bei der Bucherstellung hilft. Wer mehr Freiheiten haben möchte kann natürlich wie in anderen Programmen auch den Assistenten abschalten. Leider ist die Auswahl an unterschiedlichen Buchformaten nicht so groß wie bei mach anderen Anbietern. So sind die Formate A4 und das quadratische 21cm-Format nur als Hardcover-Version verfügbar, das A5 Formt quer ist als Hard- und Softcover im Angebot, außerdem wird eine A6-Version als Softcover angeboten. Die preisgünstigen Ringbücher  werden leider gar nicht angeboten.

Die Preise der einzelnen Bücher liegen dabei auf ähnlichem Level wie bei den meisten anderen Herstellern.

Ist der Assistent abgeschaltet hat man trotzdem viele kleine nützliche Helferlein, die einem bei der Erstellung des Buches behilflich sind. Eine geniale Funktion ist meiner Meinung nach die Funktion “SmartPage” am rechten Rand. Ist diese Funktion eingeschaltet erhält man quasi ein Zwischending zwischen automatischem Assisstenten und manueller Freiheit bei der Gestaltung. Zieht man ein Bild auf eine Seite, so wird es automatisch in die Seite eingepasst. Zieht man ein weiteres Foto auf die Seite, so werden beide Bilder automatisch angeordnet usw. Man kann dann trotzdem jederzeit die Fotos verschieben, drehen, die Größe ändern usw.

Natürlich kann man auch die Hintergrundseiten farbig gestalten, dabei gibt es eine sehr reichhaltige Auswahl an Vorlagen, einfarbig wie auch mit Struktur. Was mir hierbei leider fehlt ist die Möglichkeit, ein Foto über zwei Seiten hinweg zu legen. Nach einigem probieren habe ich es immerhin geschafft, ein Foto als Hintergrundbild über 2 Seiten zu legen, aber diese Funktion ist recht umständlich integriert. Man muss ein Foto mit der rechten Maustaste anklicken und dann die Option “Bild als Hintergrund übernehmen” wählen. Dann ist das Bild aber nur als Hintergrund der einen Seite eingestellt. Nun muss man die zweite Seite durch Mausklick aktivieren und noch einmal da Foto mit rechts anklicken und die Option anwählen. Für meinen Geschmack etwas zu umständlich. Außerdem ist es nicht möglich ein Foto einzufügen, dass z.B. die linke Seite komplett abdeckt und von der rechten Seite die Hälfte, damit rechts daneben noch ein Textfenster plaziert werden kann.

In diesem Moment macht sich wieder eine sicher recht nützliche Funktion bemerkbar, man wird darauf hin gewiesen, dass man 15 min lang nicht gespeichert hat. Wen diese Funktion stört kann sie gleich abschalten, ich finde Sie recht hilfreich gegen eventuelle Abstürze.

Sehr viele interessante Foto-Effekte gibt es außerdem auszuprobieren. Sie werden einfach aus der linken Leiste auf das gewünschte Foto im Buch gezogen und schon ist das Foto mit Pins im Buch festgepinnt, oder ein Foto liegt wie auf einem Fotostapel in der Seite. Es macht Spaß, die Effekte durchzuprobieren, auch wenn ich manchmal Probleme mit Hoch und Querformat hatte.

Textfelder kann man natürlich auch mit einem Mausklick einfügen. Textformatierungen (fett, kursiv, unterstrichen) kann man dabei leider nur immer für das gesamte Textfeld anwenden, man kann nicht einer Überschrift fett darstellen, ohne dass der restliche Text auch fett wird. Ich konnte das dann umgehen, indem ich für Überschrift und Test jeweils ein Textfeld verwendet habe.

Nach Fertigstellung des Buches kann man sich das Buch in einer Vorschau noch einmal anschauen und dann durch einen Klick auf “Bestellen” (ihr ahnt es schon) auch gleich bestellen.

Die Kundendaten werden abgefragt, ist man noch kein Kunde, kann man direkt in der Software seine Daten eingeben und sich registrieren. Das finde ich ne prima Sache, muss man so doch nicht noch einmal ein Browserfenster öffnen und sich dort registrieren. Außerdem ist es meiner Meinung nach wichtig, dass die Zugangsdaten vor der Datenübertragung abgefragt werden. Dauert eine Datenübertragung mal etwas länger, kann man den PC auch verlassen, ohne Angst zu haben, dass man nicht rechtzeitig zurück ist.

Bei der Übertragung der Daten wird die Zeit angezeigt, die etwa für die gesamte Übertragung benötigt wird. Diese Zeit hat in meinem Test auch recht gut gestimmt.

Am Ende wird direkt in der Software noch die Zusammenfassung angezeigt.

Fazit

Die Software von Fujidirekt ist sehr umfangreich, einfach zu bedienen und bietet viele interessante Funktionen um sich sein eigenes Fotobuch schnell und leicht zu gestalten. Egal ob mit dem Assistenten, halbautomatisch mit der SmartPage-Funktion oder ganz “zu Fuß”, die Arbeit geht einfach und flüssig von der Hand. Leider fehlen die ein oder andere Funktion wie oben beschrieben, die Seitenübergreifenden Bilder zum Beispiel. Aber auch ohne ist die Fujicolor-Software zu empfehlen.

Nachtrag: Eines hätte ich doch fastvergessen, die Zahlung bei Fujidirekt läuft generell per Rechnung, d.h. man zahlt erst, wenn man das Fotobuch in der Hand hat.

Nachtrag2: Gerade habe ich von Fujidirekt die Information bekommen, dass die von mir gesuchte Funktion zur Einstellung von Fotos über 2 Seiten doch eingebaut ist. Unterhalb des Buches gibt es einen Knopf “Bearbeiten”. Dort kann man jeweils die gegenüberliegenden “Seiten verbinden”. (fragt sich nur, warum das nicht standardmäßig so ist, aber egal)

Hier noch die 2 Screenshots, die ich von Fujidirekt dazu erhalten habe:

Nun warte ich gespannt auf das Buch und gebe Euch dann natürlich wieder einen Überblick über Qualität des Druckes, der Verarbeitung und der Dauer der Bestellung.

Bleibt gespannt.

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