Festbrennweite oder Zoom-Objektiv?

Diese Frage stellen sich sicher die meisten Fotografen, Fotoamateure, Fotofreunde immer und immer wieder. Wie bei so vielen Fragen gibt es sicher nicht die eine richtige Antwort auf diese Frage. Da ich in letzter Zeit öfter versuche, mit nur einem Objektiv auszukommen, stellt sich mir die Frage dann oft auch. Immer dann, wenn ich zum fotografieren losziehe.

Warum nur ein Objektiv?

Das hat sicher mehrere Gründe. Ein Grund ist das Gewicht. Wenn ich jedes Mal alle meine Objektiv mitschleppen will, dann kommt schon einiges an Gewicht zusammen. Ein anderer Grund ist aber sicher noch interessanter, wenn ich mich zu Beginn auf ein bestimmtes Objektiv festlege, dann muss ich die Nachteile, die dieses Objektiv einem anderen gegenüber irgendwie fotografisch ausgleichen.

Ich entschließe mich zum Beispiel dazu, mein 90mm Tamron Makro zu nehmen. Dann habe ich zwar mit der Festbrennweite eine klasse Lichtstärke, sehr gute Schärfe, kann sehr nah an Objekte ran gehen, diese sehr groß abbilden. Ich habe aber auch einen ziemlich gravierenden Nachteil, ich muss mich viel mehr bewegen, ich kann für einen anderen Bildausschnitt nicht mal schnell zoomen. Ich muss weiter ran gehen, oder muss mich weiter weg bewegen.

Dieser Nachteil trainiert aber im Gegenzug das Auge, man schaut viel mehr auf das Detail, wo stehe ich, wie soll mein Bildausschnitt gestaltet sein. Durch die 90mm reicht der Platz manchmal auch nicht aus, einen bestimmten Bereich auf das Foto zu bekommen, dann schaue ich nach Details, die ein gutes Bild ergeben können. Die Totale gibt selten die besten Bilder.

Habe ich mich aber zu einem Zoom-Objektiv entschieden, dann muss ich mit den Vorteilen des Zooms auch die Nachteile desselben hinnehmen. Eine Makroaufnahme ist eher nicht möglich, da habe ich auch noch keine Möglichkeit gefunden, die Unzulänglichkeiten des Objektivs zu umgehen. Die Lichtstärke der Zoom-Objektive liegt meist schon einige Stufen unter denen der Festbrennweiten. Dieses Manko muss man durch andere Techniken auffangen. Zum einen durch eine höhere ISO-Einstellung (bis zu einem gewissen Grad kein Problem, kommt auf die Kamera an), was aber dann in höheren Bereichen zu erhöhtem Bildrauschen führt, oder man nutzt bestimmte Haltetechniken, um die Kamera ruhiger zu halten, oder man nutzt ein Stativ.

Einfach mal den Test machen

Macht doch auch einfach mal den Test und wählt bei eurer nächsten Fotowanderung mal vorher ein Objektiv aus, mit dem ihr dann durchgehend fotografiert. Es macht Spaß und man lernt mehr beim fotografieren. Wenn Du schon Erfahrungen damit gemacht hast, schreib doch hinterlass doch mal von Deinen Eindrücken hier einen Kommentar, würde mich sehr interessieren.

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