externe Blitze–eine kleine Geschichte

externe Blitze - eine kleine Geschichte

Externe Blitze – hilfreich oder unnütz?

Eine ketzerische Frage, ich bin mir sicher, das die meisten hier den externen Aufsteckblitz als hilfreich ansehen, da er dem internen Blitz gegenüber sicher einige Vorteile hat. Welche das sind? Dazu muss ich etwas weiter ausholen. Es war so ca. vor 5 Jahren, ich wollte auf einer Veranstaltung Fotos machen, die Redner fotografieren usw. Ich hatte damals noch meine Canon EOS 350D im Einsatz. Ich hatte einen Seitzplatz etwa 10m vom Rednerpult entfernt. Um es kurz zu machen, die Fotos waren grauenhaft. Der interne Blitz kam mit aller Mühe 2m weit, dahinter war tiefste Nacht. Auch mit längerer Belichtungszeit habe ich keine wirklich guten Ergebnisse erzielen können. Das war der Zeitpunkt, zu dem ich mich entschieden habe, einen Aufsteckblitz zu kaufen. Ein Jahr später hatte ich dann auch einer ähnlichen Veranstaltung einen Metz-Blitz mit Leitzahl 44. Damit konnte ich auch 15m entfernt noch das Rednerpult ausleuchten. Hier war mir also schon einmal sehr geholfen.

Entfesselt blitzen – die hohe Kunst der Lichtgestaltung

Irgendwann wollte ich dann mehr. Ich wollte auch entfesselt blitzen. Ich legte mir also dann zwei weitere Blitze zu, den Canon Speedlite 430EX und den 580EXII. Der 580 EXII fungierte als Masterblitz, welcher den 430EX per Infrarot fernsteuern konnte. Die ersten Experimente damit waren dann aber eher ernüchternd, da die Infarot-Fernsteuerung nicht wirklich stabil funktioniert hat. Bei einer Entfernung von einem Meter, 2Metern, ging das alles noch ganz gut, aber viel weiter entfernt zündete der Slave Blitz machmal mit, manchmal nicht.

Die Lösung war eine Funkverbindung. Ich habe eine Weile in diversen Foren gesucht und dann eine annehmbare, auch preisgünstige Lösung gefunden. Der Funk-Blitz-Auslöser (Affiliate Link) besteht aus einem Sender und drei Empfängern, das passte eigentlich ganz genau zu meiner Ausrüstung.

Nun konnte ich einen der Blitze auch einmal hinter einer Wand aufstellen, der Blitz löste trotzdem mit aus. Es macht einfach immer wieder Spaß, mit mehreren Blitzen rumzuspielen und ganze Szenen, ganze Häuser auszuleuchten. Wenn dann noch verschiedene Farbfolien zum Einsatz kommen, dann gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten, dass man aus dem experimentieren kaum raus kommt.

Welche Erfahrungen hast Du mit externen Blitzen gemacht? Welche Blitze verwendest Du/kannst Du empfehlen?

3 Antworten
  1. Heiko
    Heiko says:

    Hallo,

    also ich blitze auch entfesselt mit mehreren Aufsteckblitzen. Als Auslöser nutze ich die Cactus Trigger V2s vom Chinamann, ein Sender, vier Empfänger. Diese lassen sich auch prima an meiner Studioblitzanlage betreiben, wenn ich on Location damit fotografiere.
    Die Cactus Trigger sind billig, vom Preis und Verarbeitung aber sie funktionieren. Als Aufsteckblitze hatte ich zuerst teure Canon und Sigma Blitze, was aber für den Strobist Bereich meiner Meinung nach Blödsinn ist, denn ich übertrage ja kein TTL Signal, von daher kann man sich für kleines Geld mit Blitzen von Yongnuo für 79,-€ bzw. 49,-€ das Stück eindecken. Diese funktionieren auch ohne Funkauslöser im Slave Betrieb.

    LG Heiko

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  2. Timo Bühring
    Timo Bühring says:

    Systemblitze sind hervorragend und kommen meiner Meinung nach sogar absolut an die Ausleuchtungsqualität von Studioblitzen heran! Man muß nur wissen wie man mit ihnen umgehen muß.

    Ich selbst nutze sie sogar heute noch gerne bei Outdoor Shootings. Wer schleppt da schon gerne ganze Akkupacks für die Studioblitze mit sich rum?! Die kleinen Systemblitze lassen sich ebenfalls mit Softboxen, Schirmen, Beautydish etc. kombinieren und leisten erstaunliches! Klare Empfehlung von mir für jeden Amateur und Semi-Profi!

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