Einsames Waldhaus – Die Entstehung

Zum Foto des Tages vom gestrigen Sonntag möchte ich heute noch einiges berichten. Das Foto des Tages ist hier noch einmal zu sehen. Es entstand als kleines Experiment mit mehreren entfesselten Blitzgeräten, sowie einer einfachen Taschenlampe. Das Haus ist eine Wanderhütte, die mitten im Wald liegt.

Ich suchte schon lange eine Möglichkeit, meine Speedlight-Blitze kabellos zu benutzen. Als Master-Slave-Blitze habe ich ja schon länger einen Blitz kabellos genutzt. Leider “unterhalten” sich die Blitze dabei per Infrarot. Das hat zur Folge, dass bei hellem Sonnenlicht der Empfang beeinträchtigt wird und dass die Empfangsreichweite immer begrenzt ist. Davon abgesehen braucht man fast immer eine direkte Sichtverbindung zwischen den beiden Blitzen.

Nun fand ich eine Funkblitz-Lösung. Ein Sender für den Blitzschuh an der Kamera und 3 Empfänger für die Blitze. Hat zusammen etwa 50 € gekostet. Die Teile funktionieren sowohl an der Nikon als auch an der Canon DSLR gut.

Wie ist das Bild entstanden?

Wir haben also mit 3 Blitzgeräten und einer Taschenlampe gearbeitet. Die Taschenlampe wurde oben in der Dachluke positioniert und beleuchtet des Dachstuhl von unten mit einem warmen gelblichen Licht. Um keinen harten Lichtkegel zu bekommen haben wir die Taschenlampe mit einer weißen Plastiktüte bespannt und dadurch ein schönes diffuses Licht bekommen.

Der erste Blitz steht an der überdachten Bank links im Bild. Er sollte diese Bank beleuchten und die Blicke auch etwas vom Haus abschweifen lassen.

Der zweite Blitz ist im Haus aufgebaut und wurde so aufgestellt, dass er die Wand anblitzte, die den Fenstern gegenüber liegt.  Dadurch werden die Fenster gleichmäßig ausgeleuchtet.

Der dritte Blitz wurde von rechts aus einer gewissen Entfernung in etwa 3-4m Höhe gehalten, um auch das Dach noch etwas beleuchtet zu bekommen.

Nun die Nacharbeit am PC

Es wurden lokale Helligkeitsanpassungen vorgenommen. Vor allem das Dach war anfangs noch zu dunkel. Ich habe eine Ebenenkopie auf “Negativ multiplizieren” gesetzt und den Rest des Bildes über eine Maske ausgeblendet. Das gleiche habe ich mit der beleuchteten Bank gemacht.

Bei den meisten Fotos, die wir gemacht haben, hatten wir die Tür des Häuschens offen stehen. So auch auf dem verwendeten Foto. Das gefiel mir aber auf dem Bild nicht so gut. Daher suchte ich mir eines der Bilder heraus, auf denen die Tür geschlossen war und “borgte” mir die geschlossene Tür von diesem Bild aus.

Zum Schluss habe ich das Bild im LAB-Modus noch etwas farbig angepasst und geschärft.

TIPS zum Schluss


Immer genügend volle Akkus oder Batterien dabei haben!!!

Da dieses Fotoshooting eine kurzentschlossene Sache war, hatte ich natürlich die Akkus der Blitze nicht aufgeladen. Dies war relativ schnell zu merken. Die Ladezeiten wurden immer länger.

Immer eine Taschenlampe dabei haben!!!

Es war ganz schön dunkel beim Abbauen. Ohne Taschenlampe wäre es wohl schwierig gewesen, alle Geräte wieder einzusammeln.

Einfach ausprobieren!!!!

Nur durch ausprobieren und experimentieren bekommt man ein Gefühl für die richtige Lichtsetzung. Das gilt nicht nur für Landschaftsfotografie, mindestens genau so wichtig ist es in der Portraitfotografie.

Habt Ihr ähnliche Experimente gemacht? Hinterlasst doch bitte einen Kommentar. Gern auch mit Link zu Euren Ergebnissen.

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  1. […] Auch ich hatte schon einmal zu diesem Thema einen recht umfangreichen Beitrag geschrieben, der ist hier zu finden. […]

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