ein halbes Jahr Canon EOS 7D – ein Erfahrungsbericht

ein halbes Jahr mit der EOS 7DSeit etwas über einem halben Jahr fotografiere ich nun mit der Canon EOS 7D und möchte zu diesem Anlass mal wieder einen kleinen Zwischenbericht geben. Einen ersten Anfangsbericht hatte ich ja zu Beginn schon mal geschrieben (link), nun ist einige Zeit vergangen, jetzt will ich mal die ersten Eindrücke mit den Erfahrungen nach 6 Monaten vergleichen.
Wenn jemand andere Erfahrungen gemacht hat, würde ich mich über einen Kommentar freuen.

Live-View der 7D

Der Live-View-Modus macht mir immer mehr Spaß, da ich im ersten halben Jahr sehr viel in der abendlichen Dunkelheit fotografiert habe, habe ich den Live-View-Modus zum manuellen fokussieren sehr häufig genutzt. Das große Display hat einfach eine sehr gute Auflösung und bietet hier viele Möglichkeiten. Auch die integrierte elektronische Wasserwage hat mir öfters geholfen.

Fotografieren bei hohen ISO-Werten

Diesen Punkt hatte ich ja schon im ersten Bericht positiv bewertet. Ich muss sagen, ich bin immer noch begeisterst, wie gut die 7D bei hohen ISO-Werten funktioniert. Vor ein paar Tagen hatte ich ja einige Fotos von meinem ersten fotografierten Konzert gepostet, die ich fast ausschließlich bei ISO1600 fotografiert habe. Wenn ich da an meine erste DSLR, eine EOS 350D zurück denke, da war das Rauschen bei ISO 400 schon stärker.

Menügestaltung und Bedienung

Die Bedienung der 7D ist gegenüber der 40D oder der 350D logischer aufgebaut, das Auswahlrad, welches die 40D auch hat, ist einfach eine richtig gute Erfindung.

Nachdem ich im Menü das benutzerdefinierte Menü mit den wichtigsten Funktionen gefüllt habe, muss ich auch nicht mehr jedes mal das riesige Menü durchsuchen.

Was ich nicht nutze

Sicher gibt es das bei jeder Kamera, Funktionen, die man so gut wie nie nutzt. Das sind bei mir auf den ersten Blick vor allem der RAW-JPEG-Knopf, da ich immer im RAW-Modus fotografiere, habe ich den noch nie gebraucht. Auch die Bildstile habe ich noch nicht eingesetzt, ich habe auch noch keinen wirklichen Sinn darin gefunden, vielleicht könnt ihr mir da ja helfen?

Was noch verbesserungswürdig ist

Ganz klar, der Autofokus. Wenn ich mir anschaue, wie genau die Nikon D300s auch bei sehr schlechten Lichtverhältnissen noch automatisch fokussiert, dann kann ich hier nur einen Minuspunkt geben. Hier ist die Nikon (wohl gemerkt, bei schlechten Lichtverhältnissen) einfach um Längen voraus. Bei normalen Lichtverhältnissen funktioniert der Autofokus aber sehr gut.

Fazit

Der Schritt von der 40D zur 7D war auf jeden Fall ein guter Schritt. Der Weg zur 5D wäre zwar auch möglich gewesen, allerdings hätte ich hier auch einen Großteil der Objektive mit wechseln müssen, das war mir einfach zu teuer.

30 Antworten
  1. Tommy
    Tommy says:

    Den guten Eindruck kann ich nur bestätigen. Meine Konzertfotos mache ich oft mit ISO3200, was bei der 7D überhaupt kein Problem ist.
    Der AF der D300(s) liegt in der Tat etwas vorne, was sich in der Praxis aber wirklich nur bei sehr schlechten Lichtverhältnissen bemerkbar macht. Bei Konzerten habe ich von 100 Fotos vielleicht ein fehlfokussiertes der 7D. Ich denke, damit kann man sehr gut leben.

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  2. Maranne Schlüter
    Maranne Schlüter says:

    Ich habe zwar einige EF Objektive von Canon, zweifle jedoch immer noch, ob ich die 5D Mark II oder die 7D erwerben soll.
    Soweit mir bekannt ist kann die 7D 5 Belichtungsreihen machen,
    was bei der 5D noch fehlt. Für HDR jedoch sehr wichtig.
    Danke für die Info.
    Gruß Marianne

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  3. Joe2712
    Joe2712 says:

    @Maranne
    das ist eine Fehlinformation. Die 7D kann genau wie alle anderen Canon DSLR-Kameras nur 3 Belichtungsreihen fotografieren. Das Plus bei der 7D ist die Möglichkeit, von -3 bis +3 Blendenstufen bei der Belichtungsreihe einzustellen, während bei der 40D z.B. maximal -2 bis +2 möglich ist.

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  4. Frank
    Frank says:

    Danke für die Berichte zur EOS D7 – ich habe ein Problem Überlege hin und her. Das gesparte passt noch nicht für die D7 – meine 450D macht langsam Probleme und müsste bald weg – so bekomme ich noch was für sie. Kaufe ich doch jetzt die 50 D ? Ist das hart und nervt eigentlich sollte es ja die D7 werden. Ich lasse es dich Wissen sowie eine Entscheidung gefallen ist. Da stellt sich gleich wieder die Frage, 50D oder 550 D oder Risiko und warten und Sparen. Die Zukunft bringt eine Entscheidung!

    Gruß Frank

    Antworten
  5. Ester Willig
    Ester Willig says:

    Ich hatte auf unserer Südafrika-Rundreise eine Canon Powershot dabei und bin sehr zufrieden gewesen. Die Fotos habe ich ins Netz gestellt. Nur mit dem Gegenlicht hatte ich etwa zu kämpfen. Aber das kann auch an mir gelegen habe, da ich nicht so der Foto-Beherrscher bin. Aber der Bericht ist gut.

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  6. Bianca Roeder
    Bianca Roeder says:

    Habe ein kleines Studio und fotografiere alles mögliche, Porträt, Hochzeiten, Kinder….
    unter anderem auch Reportagen bei Hochzeiten, Erstkommunion usw.
    Zur Zeit arbeite ich noch mit einer EOS D 40, möchte aber umsteigen.
    Bin mir nicht sicher solls eine EOS 7D oder EOS 5D Mark II werden,
    und welches Objektiv ist passend.
    Ich bin etwas ratlos, vielleicht hat ja jemand ein paar gute Ratschläge für mich.

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  7. Joe2712
    Joe2712 says:

    Hallo Bianca,

    das ist ein schwieriges Feld. Ich glaube kaum, dass Du hier eine ausreichende Antwort bekommen kannst. Die 7D hat einige Vorteile der 5D MKII gegenüber, dafür hat die 5D das Vollformat. Die Hauptfrage hierbei ist wohl, was Du schon für Objektive besitzt. Wenn hier einige Objektive dabei sind, die an der Vollformatkamera nicht funktionieren, dann steht nur noch die Frage: “Ist der Vollformat-Vorteil den dann wesentlich höheren Preis wert?”. Wenn Deine Objektive Vollformatfähig sind (das sind in der Regel die Canon L-Objektive), dann ist das Vollformat vor allem für die Portraitfotografie die bessere Wahl.
    Als passendes Objektiv gibt es wohl kaum ein besseres als das 70-200 F2.8 Leider kostet das eine ganze Stange Geld, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es ist einfach klasse für Portraitfotos.
    Ich für meinen Teil bin mit der 7D sehr zufrieden.

    Antworten
  8. Stefan
    Stefan says:

    “Als passendes Objektiv gibt es wohl kaum ein besseres als das 70-200 F2.8″

    Noch bessere Erfahrungen habe ich mit guten Festbrennweiten bei Portrait gemacht. Die sind in der Regel bezahlbar, z.B. das 50mm EF 1.4 für ca 350-400 EUR. Dieses eignet sich auch super an der 5D. Nachtel ist natürlich das ständige Wechseln der Objektive, wenn die Entfernung zum Objekt nicht durch heran- oder weglaufen reguliert werden kann.

    Aber seitdem ich Festbrennweiten besitze, nehme ich immerdrauf-Linsen nur noch bei Ausflügen mit, bei denen ich noch nicht weiß was auf mich zu kommt. Die Schärfe (besonders im Randbereich), Abbildungsleistung und “Lichtempfindlichkeit” bei Festbrennweiten ist einfach unschlagbar.

    Aber guter Zwischenbericht zur 7D, dazu Danke.

    Gruß,

    Stefan

    Antworten
  9. marc
    marc says:

    Eben. Festbrennweiten sind einfach für gewisse Zwecke nicht zu toppen, period. Von großen Zooms halte ich nicht viel, da sind mir die Vignettierung, CAs & diverse andere Komponenten zuviel.
    Analog sei gesagt, es gibt auch Nicht-Canon Linsen, die wesentlich
    besser sind…anbei sei nur Zeiss genannt – Festbrennweite, logisch…aber die Optischen Qualitäten hierbei sind kaum erreicht,
    gleichwertig und/oder besser ist nur Leica.

    Antworten
  10. markus
    markus says:

    Hallo,

    habe ebenfalls seit einem halben Jahr die 7d und bin fast durchweg zufrieden. Den Raw/jpeg-Knopf habe ich bislang auch nicht einmal genutzt. Wer bitte stellt sich denn schon vor dem Auslösen solch eine Frage? Raw und gut is. Umwandeln in Jpeg geht ja schließlich immer noch. Und das Thema Speicherplatz ist nur marginal bei Einzelaufnahmen.

    Ich fotografiere in der Regel immer mit eingestelltem Serienbild. Es gibt häufig Situationen, in denen man von einem Objekt etc. mehrere Bilder benötigt und da ist das Umstellen von Einzel- auf Serienbild eher nervig. Die schnelle Serienaufnahme ist allerdings schon fast zu schnell, denn hier gibts fast immer zwei Aufnahmen auch wenn man den Auslöser nur kurz herunterdrückt. Also umstellen in die langsame Variante um keine unnötigen Bilder zu produzieren.

    Aber gerade wenn man z. B. in der Natur unterwegs ist, steht man dann urplötzlich vor der Situation, in der man dann aber doch das schnelle Serienbild benötigt – also Taste Q, wenn notwendig zum Feld scrollen und umstellen -> Viech weg. Hier vermisse ich eine Taste schnelle/langsame Serienbildaufnahme. Oder eben eine Taste Einzelbild/ Serienaufnahme, die dann die eingestellte Geschwindigkeit der Serienaufnahme übernimmt.

    Antworten
  11. Bogysch
    Bogysch says:

    Ja die 7d, ist die denn auch als Sportkamera tauglich? Die 5d Serie sit es ja wohl nicht, als Aternative steht ja dann nur die sehr teure 1d MK IV. Die 7d hat im Gegensatz zur 5d Mk II 19 Kreuzsensoren. Rauschverhalten bei schlechteren Lichtverhältnissen und höherer Iso ist bei der 7d auch besser? Wer kommt nächstes Wend auf die photokina? Ich bin Samstag auf Sonntag vor Ort.

    Grüße Bogysch

    Antworten
  12. iZerf
    iZerf says:

    Ich habe mir vor 2 Wochen auch die 7D gekauft und bin sozusagen noch in der Kennenlernphase.
    Nächste Woche steht eine Städtereise nach Dresden an. Ich wäre froh, wenn bis dahin dann meine Fähigkeiten, die Kamera zu bedienen, so weit wären, um auch gute Fotos zuschießen.
    Ich bin aber auch sehr zufrieden mit dem guten Stück, zusammen mit dem Kit 15-85 habe ich bisher schon sehr schöne Ergebnisse erzielt.

    Antworten
  13. Sibylle
    Sibylle says:

    Hallo Joerg,

    guter Überblick der D7. Ich möchte mir auch gerne die D7 kaufen und hätte eine Frage zu der Objektivauswahl.
    Ich möchte gern das EF 24-70mm 1:2.8L USM zu der D7 erwerben. Was ist deine Meinung dazu, oder hat jemand schon Erfahrungen gemacht?

    Lieben Gruß and Merry Christmas

    Antworten
  14. Joe2712
    Joe2712 says:

    Das Obejktiv ist mit Sicherheit kein Fehlkauf. Es deckt genau den Bereich ab, den man zur Portraitfotografie oft braucht. Ausreden ist es sehr Lichtstark. Viel Spaß damit. Kannst dann ja mal Deine Erfahrungen mitteilen.

    Antworten
  15. Manuel
    Manuel says:

    Vor der 7D hatte ich einen 1000D. Klar, da liegen natürlich Welten dazwischen. Für mich war die 7D der technische Einstieg in die Konzertfotografie. Zusammen mit dem Canon 70-200 2,8 IS ist die Kamerea eine gutes Handwerkszeug. Nach einem guten halben Jahr würde ich meine 7D nicht wieder hergeben. Neben der oft zierten Bildqualität begeistert mich einfach die Wertigkeit der Kamera – man hat beim Fotografieren was in der Hand. Für die “Strobisten” unter Euch ist die Möglichkeit des entfesselten Blitzens eine feine Sache. Natürlich gibt es günstige Funkauslöser etc., aber die Kamera und eine Blitz hat man eben immer dabei. Den Rest lässt man dann doch gerne mal zuhause.

    Antworten
  16. Tanja
    Tanja says:

    Hallo!
    Ich habe mir gerade die 7D gekauft. Vor der 7d hatte ich eine 350D.
    Nun habe ich das Problem,dass die Bilder der 7d zu hell sind (im Automatikmodus). Darüber hinaus glaube ich, daß die Farben der 350D brillianter sind.
    Kann ich es irgedwie einstellen, daß die Ergebnisse gleich sind oder ähnlich?

    Antworten
  17. Joe2712
    Joe2712 says:

    Ich gehe mal eher davon aus, dass die Einstellungen nicht stimmen, überprüf mal die Belichtungsmessmethode und die Belichtungskorrektur. Nur mit der Aussage, die Bilder sind zu hell, kann ich leider nicht sehr viel helfen. Vielleicht wäre es auch schon hilfreich, wenn ich mal eines der Fotos sehen könnte.

    Antworten
  18. Paco
    Paco says:

    hallo
    habe die 7D seit ca.10 Monaten und bin ausserordentlich zufrieden;
    hatte sie auf meinem 5wöchigem Südafika-Trip mit einer 15-85 und einer 70-200 1:4 L IS USM Linse im Gepäck;
    ob Surfspots,Tiere oder Landschaft..ein geniales Ding zu einem vernünftigem Preis;
    hatte zuvor Konica-Minolta 5D + 7D (leider alles von Sony aufgelöst)
    sowie sony a700;alles kein Vergleich zur Canon 7D;
    enjoy the cam…

    Antworten
  19. Pictorius
    Pictorius says:

    Manchmal ist es doch sinnvoll, nur im JPG-Modus zu fotografieren. Wenn es auf die Geschwindigkeit ankommt. Fallender Tropfen ins Wasser, Sportfotografie und ähnliche eingefrorene Momente. In diesen Situationen schalte ich bei meiner Nikon D7000 RAW aus. Ich weiß nicht, wie es bei Canon ist, aber mit Nikon kann ich dann sehr lange durchknipsen, bevor die Kamera ins Stocken kommt. Ich denke, für solche Momente wird der RAW-JPEG-Knopf da sein.

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