Digital bearbeitete Fotos in den Medien – alles nur Fälschung?

Heute möchte ich an den Beitrag “Kreative Bildbearbeitung – Fälschung oder Teil des Fotoprozesses” (link) anknüpfen. In den Medien sind mittlerweile fast zu 100% mehr oder weniger digital veränderte Bilder zu finden. Interessant ist es natürlich immer wieder, wenn irgendwo im Internet mal wieder ein paar Vergleiche von bekannten Leuten (zumeinst bekannte Damen) auftauchen, die diese einmal auf einem Hochglanzprospekt zeigen und dann als Foto eines Paparazis, so wie die Person nun mal in echt, ganz ohne Hairstyling und Makeup, aussieht.Hier habe ich dazu ein ziemlich drastisches Beispiel gefunden – für das Vorher-Bild einfach mit der Maus über das Bild fahren (link).

Natürlich sind diese Bilder ziemlich stark verändert. Da habe ich auch keine Probleme mit. Man muss solche Fotos als Werbefotos für die jeweilige Zeitung, das jeweilige Magazin oder den jeweiligen Katalog ansehen. In einem Werbespot im TV geht man auch nicht unbedingt davon aus, das die dort getroffenen Aussagen völlig unparteiisch und ungeschönt dargestellt werden. Genau das gleiche trifft hier auf die angesprochenen Fotos zu.

Was ich bei einer Bildbearbeitung nicht gut finde, sind Bearbeitungen an Fotos, die den Sinn und die Aussage des Fotos völlig verändern. Natürlich kann ich mit mehr oder weniger aufwendigen Arbeitsschritten die Aussage eines Fotos völlig entstellen oder ins Gegenteilige verdrehen. Hier hört für mich die Kreativität auf und es nimmt Züge an, die ich nicht gutheißen möchte und kann. Dies trifft aber nicht nur auf die digitale Bildbearbeitung zu, das gibt es genau so auch im Textbereich oder im Multimediabereich, in Zeitungen, Berichten, Dokumentationen.

Wie stehst Du zu diesem Thema? Gibt es für Dich eine ethische Grenze bei der digitalen Bildbearbeitung?

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