Die verpassten Chancen

Heute muss ich mal etwas meinen Ärger über mich selbst los werden. Ärger über verpasste Chancen auf ein gutes Foto. Aber ich erzähle von Anfang an:

Die verpasste Chance

Vor drei Tagen war ich am Abend mal wieder unterwegs zu einer Vorstandssitzung am anderen Ende meines Heimatkreises. Da unser Landkreis in Ost-West-Richtung eine Ausdehnung von etwas mehr als 100km hat, kann das schon einmal eine längere Tour werden. Die Veranstaltung endete gegen 20.30 Uhr, also genau rechtzeitig kurz vor Sonnenuntergang. Nun war ich also auf dem Rückweg. Das Wahrzeichen unseres Landkreises, welches ihm auch seinen Namen gibt, ist der Kyffhäuser. Eine Reichsburg aus Zeiten Friedrich Barbarossas mit einem Denkmal obendrauf. Ich mag die Burganlage sehr, bin oft dort zum fotografieren.

Kyffhaeuserdenkmal bei Nacht

Ich war also auf dem Weg und hatte das Denkmal, das weithin zu sehen ist, direkt vor mir. Und was soll ich sagen, dahinter ging glutrot die Sonne unter. Eine wunderbare Fotoszene. Das gesamte Denkmal und der Berg waren in Orange-Rot getaucht, darüber herrlich blauer Himmel mit ein paar kleinen Wolken.

Nun zu meinem Ärger, jeder wird es sich sicher schon denken, ich hatte keine Kamera dabei. Es passiert mir sicher öfter, dass ich eine interessante Szene sehe und keine Zeit habe, oder die Kamera nicht dabei ist, aber diese verpasste Aufnahme ärgert mich irgendwie besonders. Ist aber wohl nicht zu ändern, vielleicht versuche ich in den nächsten Tagen noch einmal zur gleichen Zeit an gleicher Stelle zu sein, aber in der Regel kommt ein solcher Himmel nicht so oft wieder.

Mein Fazit

Mein Fazit ist, ich werde ab sofort meine alte Bridge-Kamera wohl immer im Auto verstauen, damit ich wenigstens eine Möglichkeit habe, eine interessante Szene aufnehmen zu können, auch wenn ich meine DSLR nicht dabei habe.

Wie handhabst Du das? Hast Du immer eine Kamera dabei?

9 Antworten
  1. Sebastian
    Sebastian says:

    Oh wie ärgerlich. Ich kenne das zu gut. Da mir das auch schon oft passierte, habe ich mir ein 8Megapixel Handy zugelegt. Das macht gute Bilder und ist immer dabei.

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  2. claudia
    claudia says:

    ich hatte eben aus dem grund eine weile lang meine kleine ixus überall dabei. ich hab mich dann aber immer öfter über die (fehlende)qualität der fotos geärgert. nun lass’ ich’s wieder. wenn ich eine chance verpasst hab’ – pech!
    ich versuche mir dann immer einzureden, daß ich sowieso viel zu viele fotos mache…;)

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  3. Bollekeil
    Bollekeil says:

    Ich kenne das leider auch zu oft -.-

    Deshalb gab es eine Zeit wo ich jedesmal meine DSLR ins Auto mit genommen habe, aber so langsam gerät es immer mehr ins schludern und vor ca 1 Woche war auf einer Landstraße so eine prima Stimmung! Am Boden liegender Nebel, Sonnenuntergang schön rot und weiten Blick auf die Felder….
    Und natürlich hat die Kamera diesmal gefehlt -.- ich habe mich soooo geärgert!

    Aber aus Fehlern lernt man :)

    Für mich kommt keine kleine digi Cam ins Auto… Da wäre mir die Qualität viel zu gering und die Einstellungsmöglichgkeiten täten mir fehlen…

    Liebe Grüße
    Philipp :)

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  4. Marianne
    Marianne says:

    Ich habe meine Canon Power Shot G10 fast immer dabei.
    allerdings kein Stativ. Dadurch verpaßt man auch oft eine Gelegenheit.

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  5. alex
    alex says:

    Wie heißt es so schön, die Beste Kamera ist immer die die man dabei hat!
    Ist mir auch schon sehr oft passiert, man ärgert sich dann schwarz…

    Gruß

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  6. Steffen
    Steffen says:

    Mir ist sowas auch schon passiert, und zwar in Erfurt. Dort war ein Stand aufgebaut und einige Leute informierten über den Islam, dann aber kam ein “Weltuntergangschrist”, also einer mit einem Schild auf der Brust um am Rücken und stand in tiefer Diskusion einem Islamisten gegenüber. Rundum liefen die dutzende Leute aber mit mindesten 4-5 Meter Abstand – das ist wahrscheinleich eine Szene der ich immer nachtrauere. Ich hab auf den Weg zum Arbeit immer meine Kompakte dabei, aber dort war ich nur zum Einkaufen in der Landshauptstadt.

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  7. rejam
    rejam says:

    Warum in der Welt muss man alles fotografieren? …
    Ich habe mich mit der Weisheit arrangiert: “Die schönsten Fotos werden nie gemacht.” Ich nehme mir dann für solch einen Moment die Zeit, diesen zu genießen, ohne darüber nachzudenken “stimmt der Bildausschnitt usw.”
    Ist es nicht auch eine Herausforderung, einen solchen Moment mal in Worte zu fassen?

    Immer gutes Licht!

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