Datensicherung für Fotografen – Teil 3

In diesem 3. Teil der Serie möchte ich zeigen, wie ich meine Daten sichere. Datensicherung ist eine Sache, die eher ein notwendiges Übel ist, als dass sie etwas währe, das man gern tut. Daher wird die Datensicherung in der Regel bei Vielen vernachlässtigt, wenn sie überhaupt stattfindet. Meist geht das so lange so, bis einmal die gesamten Daten weg sind. Von diesem Zeitpunkt an weiß man eine gute Datensicherung zu schätzen. Das soll und wird natürlich nicht das Nonplusultra sein, es ist meine persönlich Art und Weise meine Daten zu sichern. Vielleicht kennst Du ja eine andere Lösung, eine bessere Lösung, die Daten zu sichern, schreib dazu doch bitte einen Kommentar, ich würde mich freuen.

Ist gesichert wirklich auch sicher?

Wie im 2. Teil schon beschrieben ist meiner Meinung nach die Sicherung auf externe Festplatten die preisgünstigste und sicherste Variante der Sicherung meiner Fotos. Aber sind meine Daten wirklich sicher auf der externen Festplatte?

Sicher nicht sicherer oder unsicherer als auf der Festplatte im PC.

Was also tun?

Da ich meine Foto komplett in Lightroom importiere, werde ich den Weg hier einmal beschreiben. Bei Fotos, die in Adobe Lightroom importiert und bearbeitet worden sind, reicht es nicht aus, die Fotodateien zu sichern. Wenn man das tut, dann sind die Bearbeitungen nach der Rücksicherungen weg. Zusätzlich zu den Bilddateien müssen noch die Lightroom-Katalog-Dateien gesichert werden. Aus diesem Grunde habe ich mir im Lightroom eine bestimmte Struktur angewöhnt. Ich lege jeweils am Jahresanfang einen neuen Katalog an, der trägt dann meist die Jahreszahl als Namen. Die Katalogdatei (*.lrcat) speichere ich dann in einen Ordner namens “2009”. Dorthinein wndern dann beim importieren auch die Fotos nach dem schon öfter angesprochenen Verfahren (Monatsordner mit Tagesordnern drin). Ich brauche also für eine Datensicherung nur diesen Ordner 2009 sichern, dort ist dann alles wichtige drin.

Eine Backup-Software nutze ich nicht, ich kopiere die genannten Verzeichnisse per Hand auf die externe Festplatte.

Wie oft sichere ich?

Eigentlich zu selten, ich sichere ca. alle 3-4 Wochen. Wenn ich ein wichtiges Fotoshooting hatte, dann sichere ich direkt nach dem importieren. Da ich auf meinem PC aus Speicherplatzgründen nur jeweils die Fotos der letzten beiden Jahre behalte, sichere ich jeweils das vorletzte Jahr dann zusätzlich noch auf eine 2. externe Festplatte, bevor ich das Jahr auf dem PC lösche. Das mag vielleicht etwas paranoid sein, aber sicher ist sicher. Schließlich möchte ich auch in ein paar Jahren noch Zugriff auf meine Foto haben. Dabei fällt mir gerade noch ein Problem ein, das Datenformat. Ich importiere meine RAW-Fotos von der Kamera immer in das DNG-Format. Das ist ein offener RAW-Standard, von dem ich mir erhoffe, dass er länger unterstützt wird, als die kameraspezifischen RAW-Formate der Hersteller. Die beste Sicherung nützt natürlich nichts, wenn ich in 10 Jahren die RAW-Dateien nicht mehr öffnen kann, weil die dann genutzten Bildbearbeitungsprogramme dieses dann alte Format nicht mehr unterstützen.

Worauf sichere ich?

Mein Haupt-Sicherungssystem ist der Drobo. Was das ist habe ich in einem Beitrag vor einiger Zeit schon einmal beschrieben (link). Der Drobo bietet mir schon ein ziemlich großes Maß an Sicherheit, da beim Ausfall von einer oder 2 Platten Die Daten noch komplett vorhanden ist. Diese Sicherungsmethode ist also eigentlich schon eine Sicherung auf mehrere Platten. Wenn ich nach 3-4 Wochen wieder eine neue Sicherung mache, dann lösche ich nicht das vorhandene Verzeichnis “2009”, ich benenne es in “2009_alt” um und kopiere dann den aktuellen Datenbestand auf den Drobo. So habe ich jeweils 2 verschiedenen Datenbestände auf dem Drobo gesichert.

Als zweites Sicherungsmedium (auf dem ich die älteren Jahrgänge zusätzlich sichere, bevor ich sie vom PC lösche) nutze ich eine einfache externe 500GB Festplatte.

Jetzt bin ich noch gespannt auf deine Sicherungsvariante. Wie sicherst Du Deine Dateien? Woraus sicherst Du? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Wir freuen uns über ihren Beitrag!

Kommentar verfassen