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4
Feb

Helbetal Sonnenlicht im Waldentfesseltes Blitzen und Blitzsteuerung mit DSLRMeine Erfahrungen mit der Fotografie – wie habe ich mich weiter entwickelt, welche Techniken haben mir geholfen? Genau darum geht es in diesem zweiteiligen Beitrag. Hier ist der erste Teil zu finden (link).

Fotografieren mit einem entfesselten Blitz oder einem Aufsteckblitz, dieses Thema hat mich schon viele Stunden beschäftigt. Jeder, der ab und an mal Personen mit Blitzlicht fotografiert kennt sicher das Problem mit den unschönen Schatten, den roten Augen, dem künstlichen Eindruck, den die Bilder machen. Ich besitze seit ca. 2 Jahren 2 Aufsteckblitze, einen Canon Speedlite 580 EXII und ein Speedlite 430 EX. Diese beiden Blitzgeräte arbeiten sehr gut zusammen, ich nutze in der Regel den 580EXII als Aufsteckblitz auf der Kamera und den 430EX als entfesselten Blitz von einer anderen Position aus. Auch hier habe ich schon viel rumgetestet. Sehr lehrreich dazu waren einige Video-Tutorial vom Hochzeitsfotografen David Ziser (link,link,link), erst hier habe ich das Zusammenspiel von verschiedenen Blenden und Blitzgeräten verstanden.

Fotografieren mit BlitzIch nutze den Aufsteckblitz mittlerweile auch oft als einfachen Aufheller im Vordergrund. Oft ist es dabei auch schon passiert, dass ich angesprochen wurde, warum ich denn einen Blitz benutze, wenn ich gerade bei hellem Sonnenschein ein Objekt oder eine Person fotografiert habe. Meist mache ich dann aus der gleichen Perspektive noch ein zweites Bild ohne Blitz und zeige den Vergleich.

Aber nun zurück zum “Sehen lernen”. Die Umgebung um mich herum nehme ich seit der Zeit, in der ich intensiver fotografiere, viel intensiver wahr. All die oben beschriebenen Experimente haben meine Sichtweise auf meine Umgebung beeinflusst. Wenn ich die entstandenen Fotos dann abends jeweils am PC anschaue und die unterschiedlichen Ergebnisse sehe, die ich durch Perspektive, Position, Blende, Lichtsetzung erreicht habe, dann kann ich beim nächsten Fototermin schon im Voraus besser planen. Ich weiß dann schon vorher, wie ich welche Bildwirkung gestalten kann.

Ich nehme die Umgebung anders wahr als früher. Ein Beispiel  vielleicht dazu: Ich sehe ein goldgelbes Weizenfeld vor einem schönen blauen Himmel mit ein paar interessanten Wolken. Vor ein paar Jahren wäre ich hier sicher achtlos vorbei gegangen. Heute schaue ich mich nach einem Standpunkt um, von dem aus man ein gutes Bild bekommen würde. Ich suche einen grünen Busch im Feld, oder einen Baum, der das Bild noch etwas auflockert.

Scott Kelby hat mal in einem seiner Bücher geschrieben: “Wenn Du eine gute Szene siehst, die ein ganz gutes Foto werden könnte, geh in den nächsten Blumenladen, kauf für ein paar Euro ein paar schöne farbige Blumen, stell diese in die Szene und das Bild wird noch viel interessanter, außerdem hast Du danach noch einen Blumenstrauß für deine Frau, was will man mehr.” Dieser Satz ist genau so simpel wie auch genial. Man kann mit wenigen einfachen Mitteln einem Bild noch den kleinen Extra-Kick geben, man muss das Bild halt nur vorher in seiner Vorstellung auch sehen. Und genau das lässt sich lernen, antrainieren.

Hast Du auch Tips wie die hier beschriebenen? Lass uns ihn uns doch wissen. Lernen tut man am einfachsten von Anderen. Hinterlass doch einen Kommentar dazu.

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3
Feb

Seit ich denken kann malt mein Vater Bilder, meist in Öl. Schon als kleines Kind hingen im ganzen Haus viele Bilder von ihm. Teilweise Kopien von “Alten Meistern”, teilweise Stilleben, viele tolle Landschaftsbilder, auch Portraits sind später hinzu gekommen. Hier ein paar seiner Bilder (link). Eines war mir jedoch immer fremd, die Weise, mit der ein Künstler seine Umgebung wahrnimmt. Das hört sich jetzt vielleicht komisch an, aber mein Vater hat Dinge gesehen und gemalt, an denen ich ohne Notiz zu nehmen einfach vorbei gegangen wäre. Ich habe auch als Kind gern gemalt, aber in der Regel habe ich andere Bilder abgemalt. Eine Dreidimensionale Landschaft habe ich nicht zufriedenstellend auf Papier oder Leinwand bekommen.

Seit ich wirklich intensiv fotografiere hat sich das Stück für Stück geändert. Wichtig bei diesem Lernvorgang ist auch das bewusste fotografieren. Hält man die Kamera einfach auf einen Punkt und drückt ab, wird sich hier sicher kein Lerneffekt einstellen. Bewusst fotografieren, d.H. überhaupt erst einmal einen Bildausschnitt finden, das zu fotografierende Bild gestalten, das brachte mich weiter.

Fotografie Jörg EsserTerracottaarmee in Wiehe Kyffhäuserkreis Thüringen Winterwanderung im Helbetal

Dazu gibt es sicher viele Möglichkeiten und Wege. Einer davon ist das experimentieren. Einfach mal eine Fotolocation suchen und dann verschiedene Fototechniken ausprobieren.

Das beginnt bei verschiedenen Perspektiven, einfach auch mal ungewöhnliche Perspektiven ausprobieren, von einem erhöhten Standpunkt aus fotografieren, oder ganz aus Bodennähe. Einmal eine Totale, dann mal wieder einen gezoomten Ausschnitt. Seit ca. einem halben Jahr fotografiere ich auch immer häufiger nur im manuellen Modus. Fotos vom gleichen Standpunkt aus mit verschiedenen Kameraeinstellungen, all das teste ich dann aus.

Ein Steckenpferd von mir ist dabei auch das arbeiten mit verschiedenen Lichtquellen. Das Ausleuchten einer Szene mit verschiedenen Blitzgeräten, oder auch einfach mal mit einer Taschenlampe und einer farbigen Kunststofftüte. Hierfür ist natürlich die momentane Winterzeit klasse geeignet, da muss man nicht so lange warten, bis es draußen schön dunkel ist.

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25
Jan

belichtungskorrektur in der Praxis . Belichtungskorrektur führt zu mehr Kontrast, satteren Farben

Kennt Ihr das nicht auch? Ihr habt Euch auf die automatischen Funktionen der Kamera verlassen. Auf dem Kamera-Display sah das Bild auch noch ganz gut belichtet aus. Auf das Histogramm wurde deshalb natürlich nicht nochmal geschaut. Zu Hause am PC sind die Fotos aus einmal zu dunkel oder zu hell. Hier im Beispiel ist links die normale Belichtung zu sehen, rechts die etwas unterbelichtete Variante. Die Farben und Kontraste im rechten Bild sind viel stärker und klarer. DIe Zeichnung in den Wolken kommt viel mehr zur Geltung.

Da das aufhellen am PC weniger problematisch ist, als das abdunkeln, fotografiere ich in der Regel lieber etwas “dunkler”. Das heißt, ich sage der Kamera, sie solle doch bitte die Blende etwas kürzer öffnen, als sie es eigentlich tun würde. Dafür nutze ich die Belichtungskorrektur.

Belichtung und Korrektur beim fotografieren mit digitalen KamerasDiese Funktion ist mittlerweile nicht nur bei den Spiegelreflexkameras vorhanden, sondern auch bei vielen kleineren Kameras. Das Symbol dafür ist hier oben zu sehen, schau einfach mal auf Deiner Kamera nach dem Symbol. Sollte es nicht zu finden sein, dann bleibt noch ein Blick in das Handbuch, auch wenn es schwer fällt. :)

Es können hier Werte in negative und positive Richtung eingestellt werden. bei Canon und Nikon geht das in der Regel von 0 in 1/3-Schritten bis 2 oder 3 Belichtungsstufen. Die Einstellung dafür sieht folgendermaßen aus:

Belichtungskorrektur an digitalen Kameras

Hier stelle ich in der Regel einen Wert von –0.6 bis –1 ein, je nach Helligkeit um mich herum. Normalerweise sind die Fotos damit nicht zu dunkel. Am PC kommen die Farben kräftiger rüber, die Kontraste passen besser. Deshalb ist das eigentlich bei mir die Einstellung, die fast immer bleibt, wenn ich draußen fotografiere.

Belichtungskorrektur für den Winter

Schneelandschaften bieten immer wieder interessante Themen und Motive. Nun könnte man auf die Idee kommen, die Belichtungskorrektur in die “dunklere” Richtung ist hier auch angebracht, vielleicht noch etwas mehr als ohne Schnee. Das ist aber ein Irrtum.

Bei viel Schnee, also fast nur weißen Flächen im Kamera-Sucher, wird das im Automatik-Modus fotografierte Bild in der Regel zu dunkel belichtet.

Etwas vereinfacht gesagt misst die Kamera, je nach Einstellung, die Fläche vor sich, rechnet mit den Helligkeitswerten die beste Belichtungseinstellung aus. Ist nun die Fläche vor der Kamera fast völlig weiß, geht die Kamera von einer Überbelichtung aus und versucht dies durch eine kürzere Belichtungszeit und/oder eine kleinere Blende zu beheben. Die errechneten Belichtungseinstellungen führen also zu einem zu dunklen Bild.

Deshalb: Bei Fotos von Schneelandschaften immer etwas in die + Richtung korrigieren. Ich nutze in der Regel bei Sonnenschein und Schnee Werte von +1 bis +1.3.

Nutzt Du die Belichtungskorrektur in der Kamera schon? Welche Erfahrungen hast Du damit gemacht?

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