Entfesselt Blitzen mit Aufsteckblitzen

Ich habe mir gedacht, ich mache heute gleich mal weiter mit der Technik-Ecke. Nach dem kleinen Ausritt in die Welt der Fernauslöser bewege ich mich heute davon gar nicht so weit weg.
Jeder, der sich mal einen Aufsteckblitz zugelegt hat, möchte dann irgendwann natürlich auch mal einen weiteren Schritt in die Welt der Strobists machen. Der Blitz muss von der Kamera weg. Indirektes Blitzen und die Verwendung von mehreren Blitzgeräten ist einfach cool. Außerdem bringt das direkte Licht gerade in der Portrait-Fotografie nicht wirklich gute Ergebnisse.
Welche Möglichkeiten bieten sich aber, wenn man sich nicht gleich einen oder mehrere teure Studio-Blitze zulegen möchte?
Master-Slave-Blitze
Meister und Sklave, welche eine Wortschöpfung in Bezug auf Fotografie. Das ist aber auch schnell erklärt.
Ein Blitzgerät, das auf der Kamera aufgesteckt ist, funktioniert quasi als Sender (Master), das den zweiten Blitz (Slave) “fernsteuert”. Diese Methode funktioniert leider nicht bei jedem Aufsteckblitz. Bei Canon kann auch nur der teuerste Aufsteckblitz, der Speedlite 580EX II als Master fungieren, die “kleineren” Blitze können höchstens als Slave eingesetzt werden.
Die Canon EOS 7D benötigt selbst zum Beispiel gar keinen Master-Blitz, hier kann die Kamera als Master-Blitz dienen, das ist schonmal ein grandioser Vorteil.
Ein Nachteil dieser ganzen Master-Slave-Geschichte ist, dass die “Fernsteuerung” auf Infrarotbasis funktioniert, also auch ziemlich begrenzt ist, was die Reichweite betrifft, außerdem muss der Slave-Blitz eine direkte Sichtverbindung zum Master haben, das ist in manchen Fällen einfach nicht drin.
Entfesselt blitzen mit einer Funk-Verbindung
Dann gibt es auch noch eine Funk-Lösung, was meiner Meinung nach die sicherste und beste Lösung ist. Hier wird der Sender auf den Blitzschuh der Kamera gesteckt und die Empfänger jeweils an die Blitzgeräte. Hiermit lässt sich dann auch mal ein Blitz im inneren eines Hauses auslösen, während man es von außen fotografiert.
Mitblitzen mit den anderen Blitzen
Als letztes möchte ich eine Möglichkeit nicht unerwähnt lassen, die sicher auch ab und an ganz brauchbar ist. Es gibt recht preisgünstige kleine Geräte, die man an den Aufsteckblitz anschließen kann. Diese Geräte haben eine kleine Fotozelle. Sobald man mit einem anderen Blitzgerät blitzt, nimmt die Fotozelle das auf und löst gleichzeitig den Aufsteckblitz aus. Das Ganze funktioniert aber auch wieder nur bedingt bei hellen Lichtverhältnissen.
Die Fesseln abstreifen – Fernauslöser
Ich muss gestehen, ich habe derer schon einige gekauft. Irgendwie ist man immer auf der Suche nach den Dingern, wenn man sie braucht, findet man sie garantiert gerade nicht.
Aber das soll nicht das Thema heute sein, es geht mir eigentlich mehr um die verschiedenen Arten von Fernauslösern. Und schon vorweg gesagt, jeder Fernauslöser ist bei Langzeitbelichtungen besser als gar keiner…
Der Kabel-Fernauslöser
Das ist sicher die Variante, die man schon am häufigsten gesehen hat. Ein Auslöser, der mit einem in der Regel zu kurzen Kabel mit der Kamera verbunden ist. Viel mehr gibts dazu auch nicht zu sagen. Praktisch? Nunja, man braucht keine Batterien dafür, das ist für mich der einzige Vorteil.
Der Infrarot-Ferauslöser
Der funktioniert eigentlich genau wie eine Fernseh-Fernbedienung. Bis auf eine gewisse Entfernung ein ganz brauchbares Gerät. Das Problem beginnt an der Stelle, wo die Entfernung vom Sender zum Empfänger zu groß wird, dann kommt es vor, dass zuerst die Kamera nur ab und zu auslöst (wenn man gerade so an der Reichweitengrenze liegt) und dann bei noch größerem Abstand gar nicht mehr ausgelöst wird. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei starker Sonneneinstrahlung die Entfernung nochmal dramatisch abnimmt. Ein Vorteil der IR-Fernauslöser ist der, dass der Empfänger bei manchen Kameratypen schon mit eingebaut ist (meine EOS 7D hat zum Beispiel einen IR-Empfänger eingebaut). Hier spart man sich den separaten Empfänger, das macht das ganze etwas preiswerter. Außerdem kann man zur Not auch eine Universalfernbedienung als Ersatz missbrauchen kann.
Für das iPhone (“es gibt für alles eine App”) gibt es da natürlich auch eine App.
Ich habe mir vor kurzem einen IR-Sender für das iPhone zugelegt, eine der beiden dazugehörigen Apps ist dazu geeignet, als Auslöser herzuhalten. Die App ist eigentlich dafür gedacht, Timelaps-Aufnahmen zu machen, man kann also einen Zeitinterval einstellen (2 Sekunden bis 1 Stunde), dann wird jeweils nach Ablauf der Zeit die Kamera über IR ausgelöst. Sehr interessant, da könnte noch einiges ausgebaut werden an dieser Software.
Der Funk-Fernauslöser
Dieser Fernauslöser funktioniert auf Funk-Basis und ist somit der Reichweiten-Champion der hier aufgeführten Fernauslöser. Die gängigen Geräte überbrücken gern auch mal eine Reichweite von 50m und mehr (wobei das schon fast wieder so weit weg ist, dass man es eigentlich höchstens sehr selten braucht). Die Auslösung innerhalb den normalen Grenzen, die ich jetzt mal mit 2-15m ansetzen würde, ist hierbei sehr präzise. Auch durch eine Wand hindurch funktioniert der Funk-Auslöser meist problemlos. Natürlich darf man bei all diesen Funk- oder IR-Fernauslösern nicht vergessen, die Batterien ab und an zu überprüfen, das ist wohl mein größtes Handycap.
Wie verwende ich einen Fernauslöser?
In der Regel bestehen die Fernauslöser aus zwei Teilen, dem Sender und dem Empfänger. Den Empfänger schließt man mit Hilfe eine Kabels an die Kamera an. Den Sender hat man in der Hand. Meist kann man am Sender dann noch verschiedene Modi wählen. Edel (und natürlich auch teurer- hey, wer hat gesagt, fotografieren ist ein billiges Hobby?) wird es dann, wenn der Sender gleichzeitig noch die Möglichkeit bietet, bestimmte Zeitintervalle einzustellen, um etwa Timelaps-Aufnahmen machen zu können, oder um eine bestimmte Bulb-Zeit einstellen zu können, das bietet dann auch die Möglichkeit, Langzeitbelichtungen zu machen, die über die 30 Sekunden hinaus gehen, die an der Kamera einzustellen sind.
Tja, und wenn ihr jetzt noch wissen wollt, wo man sowas kaufen kann, da habe ich drei Tipps für Euch. Natürlich gibts im Fotofachhandel immer solches Zubehör. Eine größere Auswahl bietet natürlich Amazon an, die meiner Meinung nach beste Auswahl bietet Enjoyyourcamera.com an.
Gastbeitrag: Digitalkamera gestochen scharf: der neue Hybrid-Autofokus
Lutz Hufrath referiert regelmäßig über aktuelle Trends in der digitalen Welt der Fotografie, über Neuerscheinungen, Klassiker und technische Finessen . In diesem Gastbeitrag nimmt er das Thema “Hybridautofokus” unter die Lupe.
Die Zeiten wo ein Motiv an der Kamera noch manuell fokussiert wurde, sind lange vorbei. Wird heute das Motiv anvisiert, fokussiert die Digitalkamera in der Regel selbst und es kommt zu einem gestochen scharfem Bild. Doch ein Preisvergleich für Digitalkameras lohnt sich immer, denn je nach Fokustyp variieren auch die Preise. Z. Zt. befinden sich drei Systeme am Markt: der Phasen-Fokus, der Kontrast-Fokus und der der Hybrid-Fokus.
Die Funktionsweise der Autofokus-Systeme
Der Phasen-Autofokus ist unter den genannten dreien das älteste System. Für dieses Verfahren wird die Aufnahme von zwei bis vier Sensoren durch eine Linse gleichzeitig aufgenommen. Ist das Ergebnis bei allen Sensoren identisch, ist das Bild scharfgestellt, ist dies nicht der Fall wird nachfokussiert, bis die Bedingungen identisch sind. Nachfokussierungen sind in der Regel durch das nicht zu vermeidende mechanische Spiel der Objektive bedingt. Die Technik ist sehr schnell und präzise, deswegen kommt sie vor allem bei den hochpreisigen DSLR`s zum Einsatz.
Feuerwerk fotografieren, aber wie?
In der letzten Woche hatte ich mal wieder die Gelegenheit, ein Feuerwerk zu fotografieren. Zum Abschluss der Mühlhäuser Kirmes ist es nun schon seit langer Zeit Tradition, dass die Kirmesbudenbesitzer und Fahrgeschäftsbesitzer ein Feuerwerk ausrichten lassen. In den letzten Jahren habe ich das Ganze in der Regel direkt vor Ort angeschaut und teilweise auch fotografiert. Die Nähe zum Feuerwerk brachte einige Vorteile, so sieht man die startenden Raketen rechtzeitig, sie bringt aber auch einen großen Nachteil, man fotografiert immer steil nach oben und bekommt so kaum interessante Konturen mit auf das Bild.
Der geeignete Foto-Standort
Nachdem ich im letzten Jahr die Pyronight in Erfurt fotografiert habe und dort einen sehr guten Platz gefunden hatte, habe ich mir in diesem Jahr schon frühzeitig Gedanken über den optimalen Platz zum fotografieren gemacht. Dabei war mir ein Fotoausflug vor einiger Zeit behilflich.
Fernauslöser – kabelgebunden, per Funk oder Infrarot?
Wieder einmal eine Gewissensfrage. Diese Frage habe ich zwar schon vor einiger Zeit mal gestellt, heute möchte ich aber noch etwas tiefer in die Materie gehen. Außerdem interessiert mich, was ihr so für Fernauslöser nutzt. Ich fotografiere ja gern in den Abendstunden, gern auch mal bei Dunkelheit. Dabei entstehen naatürlich immer wieder auch Langzeitbelichtungen, HDR-Bilder, Panoramen usw.
Das Stativ ist natürlich immer im Auto dabei, nur stellt sich regelmäßig die Frage, nutze ich den Fernaauslöser, oder reicht auch dder Selbstauslöser der Kamera? Wenn Fernauslöser, dann kabelgebunden oder kabellos? Wenn kabellos, dann Infrarot oder Funk? Dann erst einmal meine Einschätzung Schritt für Schritt dazu:
iPhone-Apps für Fotografen
Schon vor langer Zeit hatte ich mal ein paar iPhone-Apps vorgestellt, die sich mit dem Thema Fotografie auseinandersetzen, oder die für Fotografen interessant sein könnten. Heute möchte ich hier einmal eine Aktulaisierung bringen. Welche Apps nutze ich selbst, welche Apps sind wirklich hilfreich? Ich werde in den nächsten Wochen noch ein paar Apps mehr vorstellen.












