Digitale Bildbearbeitung – der einpraegsam.de-Video-Podcast
  • making of
  • Mai31st

    4 Kommentare

    Lightroom: Making of… Frederikenschlösschen

    Frederikenschlösschen in Bad Langensalza

    Vor einiger Zeit habe ich schon einmal verschiedene “Making of”-Tutorils gezeigt. Diese Tutorials werden auch heute noch oft aufgerufen, also war es mal wieder Zeit, ein neues “Making of”-Tutorial zu erstellen. Ich zeige in diesem Tutorial unter anderem, dass nicht immer alles HDR sein muss, um auch bei schlechten Lichtverhältnissen ein gutes Ergebnis erzielen zu können.

    Das RAW-Format, in dem ich ausschließlich fotografiere, bietet mir auch ohne zwei weitere Belichtungen die Möglichkeit, zu dunkle Bildbereiche ohne Qualitätseinbuße aufzuhellen, die Farbe anzupassen – kurz: das Bild zu verbessern.

    angewendete Techniken:

    • freistellen
    • Belichtungskorrektur
    • Verlaufsfilter
    • Korrekturpinsel
    • Klarheit
    • Vignettierung

    Lightroom Tutorial auf youtube

  • März24th

    3 Kommentare

    Zuerst möchte ich mich bei Julian für den interessanten Gastbeitrag am Montag bedanken. wie schon dort geschrieben, diese Technik steht ganz oben auf meiner nächsten Experimentier-Tour.

    Heute möchte auch ich auch mal wieder ein Making of eines der letzten Bilder schreiben, da mehrere Fragen zu den letzten Fotos eingegangen sind.

    Wie schon so oft geschrieben, versuchen wir, so gut es geht, regelmäßig einmal die Woche eine Foto Tour zu machen. Das dient auch ein wenig zur Entspannung von der täglichen Arbeit. Wenn den Rest der Woche selten vor 21:30 Uhr mit der Arbeit fertig ist, dann braucht man auch mal einen Abend Entspannung zum Ausgleich. In den Wintermonaten werden das dann aber in der Regel nur Nachtaufnahmen, da wir selten vor 17.30 Uhr zum fotografieren losfahren oder losgehen können.

    Aber genau das ist die Zeit des Experimentierens. Es macht einfach unheimlich viel Spaß mit verschiedenen Lichtquellen, verschiedenen Belichtungszeiten und verschiedenen Objekten rumzuspielen.

    Bei genau diesem rumexperimentieren ist das Foto “Licht und Schatten” entstanden.

    Haus an der Helbe im Helbetal

    Die Ausrüstung

    • ein 3-Bein-Stativ
    • ein Fernauslöser (zur Not tut es auch der Selbstauslöser)
    • Einen oder zwei Helfer
    • eine externe Lichtquelle (in diesem Fall ein externer Speedlite-Blitz)

    Der fotografische Teil

    Ich habe mir zuerst einen guten Bildausschnitt gesucht, fotografiert habe ich mit dem Canon 50mm 1.8 Festbrennweitenobjektiv. Manuelle Einstellung mit mittlerer Blende und der längsten Belichtungszeit, die möglich ist. Hier ist ein Fernauslöser von Vorteil, der bietet in der Regel die Möglichkeit, auch mehrere Minuten lang zu belichten. Mit dem Selbstauslöser ist hier bei 30 Sekunden Schluss, zumindest habe ich noch keine andere Möglichkeit gefunden.

    Nach dem Auslösen habe ich den Helfern ein Zeichen gegeben, dann haben diese mit dem Blitzlicht mehrfach zuerst den Vordergrund angeblitzt, dann das Haus. Hier ist es natürlich auch möglich, das Haus mit einer Taschenlampe rundherum anzuleuchten. TIP: einfach mal eine dünne farbigen Kunststoff-Folie (etwa eine Einkaufstüte) vor die Taschenlampe halten, das schluckt zwar Licht, gibt aber einen interessanteren Farbton.

    Beim ersten Versuch hatten wir nur das Haus angeblitzt, hier war dann auf dem fast ganz schwarzen Bild nur ein kleiner Leuchtpunkt, das Haus zu sehen, kein Vordergrund, es war einfach langweilig.

    Also dann beim nächsten Foto auch an den Vordergrund denken.

    Die Nachbearbeitung am PC

    Helbetal bei Holzthaleben

    Das Bild bedurfte ziemlich wenig Nachbearbeitung. Durch die lange Belichtungszeit ist auch um das Haus herum einiges zu erkennen. Ein Problem war beim Anblitzen des Hauses und des Vordergrundes aufgetreten, auf dem Ausgangsbild waren die beiden Helfer an einigen Stellen als Geisterschatten zu erkennen. Das konnte aber mit wenigen Stempel-Schritten einfach und schnell behoben werden.

    Das fertige Bild “Licht und Schatten”

    Helbetal bei Nacht - Joerg Esser Fotografie

    Da erstrahlt nun das Helbehaus im Dunkel der Nacht. Diese Art von Fotos mag ich einfach. Sie sehen interessant aus, anders als die meisten anderen Fotos, vor allem, wenn man irgendwelche Touristen-Highlights fotografiert, die schon zig tausende male fotografiert wurden. Außerdem lernt man bei diesem Experimentieren eine Unmenge an Techniken und Kniffen, die später bei anderen Fotos weiterhelfen.

    Allerdings freue ich mich nun auch langsam wieder auf die hellen Abende. Dann kann ich endlich auch mal wieder Tagesfotos machen, schöne Sonnenuntergänge fotografieren. Jede Jahreszeit hat seine Vorteile, seine Stärken.

  • März22nd

    2 Kommentare

    Heute möchte ich mal wieder einen Gastbeitrag veröffentlichen. Ich beschäftige mich ja auch gern mit Nachtaufnahmen, Langzeitbelichtungen und dem Gestalten mit Licht. Julian hat heute einen Beitrag, in dem er erläutert, wie er das hier gezeigte Bild “Fireball” gemacht hat. Eine sehr interessante Technik mit wenig Hilfsmitteln zu bewerkstelligen. Mehr über Julian und seine Fotos kann man auf seinem Blog 19-5.de erfahren.

    Gastbeitrag von Julian Brinke - Making of - Fireball


    Gastbeitraege - Julian Brinke auf einpraegsam.deHallo, ich bin Julian Brinke

    ich bin 31 Jahre alt und werdender Vater. Ich photographiere seid 2002 und am liebsten mache ich Langzeitbelichtungen und (360°-)Panoramen oder experimentiere mit Lomos.

    Anleitung zu Fireball:

    Ausrüstung:

    • Kamera
    • Stativ
    • Fernauslöser
    • Leuchtmittel (Taschenlampe, Knicklichter, …)
    • Ein Seil
    • Eine Taschenlampe
    • Eine(n) Helfer(in) macht das Leben leichter

    Vorbereitung:

    • Befestige Dein Leuchtmittel am Seil und mach einen guten Knoten rein.
    • Teste Deine Leuchtmittel – Knicklichter brauchen eine Weile bis Sie die maximale Leuchtkraft haben, Taschenlampen können leere Batterien haben
    • Wenn Dein Helfer sich in Position gebracht hat,  leuchte ihn mit der Taschenlampe an und fokussiere ihn mit der Kamera und wähle den Bildausschnitt. Dein Helfer sollte seine Position nun nicht mehr verlassen.
    • Schalte danach den Fokus auf Manuell um.
    • Schalte Deine Kamera auf manuelle Einstellungen. Ich empfehle den „Bulb“ – Modus hier kann man am besten mit der Belichtungszeit variieren. Ansonsten wähle die Blendenautomatik (hier kann man eine Zeit vorgeben) und wähle eine möglichst große Zeit (in der Regel 30sek)
    • Schalte Deine Taschenlampe aus.

    Das Foto

    Der Helfer beginnt nun das Leuchtmittel an der Schnur zu drehen, am besten nur aus dem Handgelenk, damit dir Leuchtspurt schön rund ist. Ein Photo jetzt würden einen Kreis ergeben. Nun dreht sich Dein Helfer zusätzlich um die eigene Achse. Somit bekommst Du eine Kugel. Je ruhiger die Hand an derselben Stelle bleibt desto gleichmäßiger wird der Kreis.

    Versuche…

    • … doch auch mal mit 2 Helfern 2 ineinandergreifende Kreise oder Kreise mit verschiedenen Farben…
    • … verschiedene Leuchtmittel – meine besten Photos habe ich mit glühenden Ästen aus einen Lagerfeuer gemacht…
    • … verschiedene Formen…

    Nun viel Spaß

    Julian // 19/5

    Joerg schrieb:
    Klasse Tip. Da weiß ich schon, was ich auf der nächsten Fototour unbedingt mal ausprobieren muss. Mal sehen, ob ich auch solche tollen Ergebnisse hin bekomme. Ich danke Dir für den Gastbeitrag und freue mich auf die Kommentare. Vielleicht postet ja mal der Eine oder Andere einen Link zu seinen Ergebnissen beim Versuch, Deine Anleitung umzusetzen.

  • Juni1st

    kein Kommentar

    Jeder kennt sicher das Problem, man hat ein interessantes Objekt fotografiert, aber leider war der Hintergrund mal wieder alles andere als optimal. Trotzdem möchte man das Bild natürlich behalten.

    Also bleibt nur die Bearbeitung. An diesem Beispiel hier möchte ich nun zeigen, was ich wie bearbeitet habe.

    Das Ausgangsbild

    ruestung_vorher

    Hier sieht man am Ausgangsbild, dass zum einen der Hintergrund nicht optimal ist, der linke helle Bereich lenkt zu sehr vom Objekt ab. Also entweder einen komplett hellen Hintergrund, oder einen komplett dunklen. Ich habe mich für den dunklen Hintergrund entschieden, er lässt die helleren Haare besser aus dem Bild heraustreten.

    Nun also die Planung, was ist zu tun?

    1. Die Rüstung vom linken Hintergrund freistellen (der rechte Bereich ist nicht so wichtig, da der schon die dunkle Farbe hat.)
    2. Den dunklen Hintergrund vom rechten Bildteil auf den linken Teil übertragen (mit dem Stempelwerkzeug kopieren, dann die Übergänge weichzeichnen)
    3. Lokale Kontraste erhöhen. (Mit Nachbelichten und Abwedeln möchte ich die Strukturen der Rüstung mehr hervorheben)

    Freistellen des Hintergrundes

    Mit der Kanal-Methode stelle ich den linken Teil der Rüstung frei. Ich habe dazu den grünen Kanal verwendet. Wie im Tutorial zu dieser Methode gezeigt (link), habe ich eine Maske erstellt.

    ruestungmaske

    Hier die dadurch entstandene Maske, die ich erstellt habe. Als nächstes habe ich eine neue Ebene unterhalb der Rüstung erstellt und mit dem Stempelwerkzeug Schritt für Schritt den rechten dunkelblauen Hintergrund auf die neue Ebene übertragen. Am Ende habe ich dann diese Ebene noch mit dem Gausschen Weichzeichner geglättet, so dass die Wiederholungen nicht mehr zu sehen sind. Ich habe also nun ein schon recht ansprechendes Ergebnis bekommen.

    ruestung_2

    Lokale Kontrasterhöhung

    Nun möchte ich die Rüstung noch ein wenig “verschönern”. Dazu erhöhe ich lokal den Kontrast an bestimmten Stellen. Ich dunkle die schon dunklen Bereiche an den Kanten etwas ab und helle die etwas helleren Bereiche auf. Um das zu erreichen lege ich eine neue Ebene als oberste Ebene an. Diese fülle ich mit einem 50% Grau. Das geht am einfachsten, indem man mit der Tastenkombination <SHIFT>+<Backpace> den Fläche-füllen-Dialog öffnet. Hier kann man nun im oberen Auswahlfeld “50% Grau” auswählen. Die Füllmethode ändere ich von “normal” zu “weiches Licht”. Das ändert erstmal am Bild nichts weiter. Mit einem weißen Pinsel mit 10% Deckkraft kann ich nun Strich für Strich an den Stellen entlang malen, die schon hell sind, dadurch werden diese Bereiche aufgehellt und geben einen leichten Schein. Dann wechsele ich zur schwarzen Farbe und male damit die schon dunklen Bereiche noch etwas dunkler. Durch die 10% Deckkraft kann man einfach so oft über diese Stellen malen, bis das Ergebnis dunkel genug ist.

    Hier nun das endgültige Ergebnis, zum Vergleich auch das Ausgangsbild noch einmal direkt darunter.

    ruestung_fertig

    ruestung_vorher

  • April3rd

    1 Kommentar

    Am 1. April habe ich hier ja als Bild des Tages ein Foto gezeigt, das einen ziemlich dramatischen Himmel zeigt. Hier möchte ich nun in der Rubrik Vorher-Nachher zeigen, wie das Bild aus der Kamera gekommen ist und wie ich es bearbeitet habe.

    Hier zuerst das Bild so, wie ich es fotografiert habe. Es wurde in den Abendstunden aufgenommen, die Sonne war gerade noch am Horizont zu sehen, aber die Bäume rundherum haben das Gelände schon ziemlich abgeschattet.

    schuetzenplatzoriginal

    Das Kamerabild zeigt hier vor allem im Himmel kaum noch Zeichnung, obwohl es in der Wirklichkeit anders war, man sah einige Wolken, aber auch blauen Himmel. Durch die längere Belichtungszeit ist das aber in diesem Foto nicht mehr zu sehen.

    Also habe ich im Lightroom mit dem Verlaufswerkzeug (Hier ist das Tutorial dazu) eingesetzt und habe den Himmel bis zum Horizont erst einmal um 2 Blenden abgedunkelt. Außerdem habe ich im Verlaufswerkzeug auch gleich die Sättigung etwas erhöht, damit das Blau des Himmels besser hervortritt.

    Nun habe ich zum Abschluss noch einen zweiten Verlaub von ganz unten über die Wiese gelegt und hier etwas grün hinzugefügt und den Bereich ein klein wenig abgedunkelt.

    Hier nun das Ergebnis. viel dramatischere Wolken und einen grünen Rasen, ich finde das Bild jetzt wesentlich interessanter als das Ausgangsbild, was denkst Du?

    schuetzenplatz

  • Februar6th

    kein Kommentar

    Das gestrige Bild des Tages “Schlosspark Ebeleben” ist am Mittwoch auf einer Fotowanderung mit unserem Fotoclub entstanden. Wir waren unterwegs und wollten einige Nachtfotos schießen. Leider war die Kirche nicht angestrahlt, so dass hier schon einmal kein Bild entstanden ist. Andererseits hat Ebeleben einen sehr schönen Schlosspark, also sind wir dort hin gegangen. Leider begann es auch genau in diesem Moment zu regnen.

    Wir haben dann trotzdem versucht das ein oder andere Foto zu schießen. Ich habe also das Stativ aufgestellt und einiges ausprobiert. Leider war das Gebäude doch recht dunkel, gar nicht beleuchtet. Also musste doch das Licht der recht weit entfernten Laternen am Wegrand ausreichen.

    Dafür war eine recht lange Belichtungszeit notwendig.

    Die Vorbereitung

    Das Objektiv

    Als Objektiv habe ich mein Canon 50mm 1.8 benutzt, da es einfach das Lichtstärkste Objektiv ist, das ich habe. Bei solchen schlechten Lichtverhältnissen mache ich fast immer eine Belichtungsreihe, also 3 Fotos mit unterschiedlichen Belichtungszeiten. Die meisten DSLR-Kameras bieten diese Funktion an. Wenn die eigene Kamera keine Funktion dafür hat, macht man einfach selbst per Hand mehrere Fotos mit unterschiedlichen Belichtungszeiten.

    Im RAW-Modus fotografieren

    Wenn es die Kamera ermöglicht, sollte man auf alle Fälle im RAW-Modus fotografieren, das ist bei solchen schlechten Lichtverhältnissen noch viel wichtiger als sonst. Der RAW-Modus bietet wesentlich mehr Möglichkeiten, das Foto im Nachhinein aufzuhellen oder anzupassen.

    ISO 100

    Wenn wir sowieso mit dem Stativ arbeiten, können wir natürlich auch gleich ISO100 nutzen, da ein höherer ISO-Wert nur zu starkem Rauschen führen würde. Und ob die Belichtungszeit nun 5 oder 10 Sekunden beträgt ist mit einem Stativ egal. Also hierbei immer mit dem kleinsten ISO-Wert arbeiten, wenn man solche Arten von Fotos machen möchte.

    Fernauslöser benutzen

    Bei einer Belichtungszeit von mehreren Sekunden führt jede kleine Erschütterung zu einem verwackelten Fotos. Schon der Druck auf den Auslöser bewegt die Kamera ein ganz klein wenig, das reicht schon für eine Verwacklung aus. Also am Besten einen Fernauslöser verwenden. Wer keinen Fernauslöser hat, der kann natürlich auch den Selbstauslöser nutzen. Die Kamera also auf Selbstauslöser stellen, dann auslösen, dann dauert es 10 Sekunden, bis die Kamera auslöst. Bis dahin ist die Kamera wieder in ruhiger Position.
    Wer es jetzt noch etwas besser machen möchte kann bei der Spiegelreflex noch die Spiegelvorauslösung einstellen. Bei einer DSLR klappt beim Auslösen der Spiegel hoch, das hört man auch am Klacken beim Auslösen, dieses Hochklappen bewegt die Kamera natürlich auch ein ganz klein wenig.

    Die einzelnen Fotos

    Zurück zum Foto. Hier sind jetzt die 3 Fotos zu sehen, wie sie von der Kamera gekommen sind.

    Schlosspark_makingoff
    Foto 1 Belichtungszeit:
    5 Sekunden bei F1.8

    Schlosspark_makingoff-2
    Foto 1 Belichtungszeit:
    1,3 Sekunden bei F1.8

    Schlosspark_makingoff-3
    Foto 1 Belichtungszeit:
    20 Sekunden bei F1.8

    Aus diesen 3 Fotos habe ich dann mit Hilfe der Software Photomatix Pro (Hier gibt es eine kostenlose Testversion) ein HDR-Bild erstellt.

    Schlosspark_makingoffhdr
    Das fertige HDR-Bild ist hier zu sehen.

    Als letztes habe ich dann in Photoshop noch bestimmte Bildbereiche (Vor allem am Haus) aufgehellt und den Kontrast erhöht. Außerdem wurden einige Bereiche um das Haus herum wieder etwas abgedunkelt, um den Blick im Bild auf das Haus zu lenken.

    Hier nun das Ergebnis:

    Schlosspark_Ebeleben

  • Januar5th

    kein Kommentar

    makingof

    Wie ist das Foto des Tages “Winterlandschaft” (hier zu finden) entstanden? Dazu heute ein kurzer Bericht mit den Erklärungen, wie das Bild fotografiert wurde und wie es bearbeitet wurde.

    Wie wurde “Winterlandschaft” fotografiert?

    Das Foto ist am frühen Nachmittag entstanden. Als Kamera kam meine Canon EOS 40D zum Einsatz mit dem Sigma-Objektiv 18-200mm F3,5-6,3 DC OS. Das ist eigentlich meine Allzweckwaffe, wenn ich auf einer Wanderung bin. Es spart mir den ständigen Wechsel zwischen Weitwinkel und Zoom-Objektiv. Bei so tollem Wetter ist es auch immer recht hilfreich, wenn man einen Polarisationsfilter einsetzt, der bringt die Farben noch einmal kräftiger rüber. Die Funktionsweise dieser Filter könnt ihr hier noch einmal nachlesen.

    Leider habe ich bei den ersten Versuchen in Richtung Sonne zu fotografieren nie diese interessanten Sonnenstrahlen hinbekommen. Es fehlte einfach der leichte Bodennebel. Also musste irgendwie improvisiert werden.

    Nun hat man selten eine Nebelmaschine bei einer Wanderung dabei. Also musste es anders gehen.

    Da wir zu dritt unterwegs waren konnte einer den Nebel herbeizaubern und ich habe dann fotografiert. Der Nebel ist eigentlich kein Nebel, es ist einfach ganz feiner Schnee, der von den Bäumen fällt. Man musste also nur einmal kräftig an einem Baum schütteln, schon stand man im völligen Nebel. Mit der High-Speed-Funktion der EOS 40D habe ich dann einfach drauf gehalten und 10-12 Bilder geschossen.

    Wie immer fotografierte ich im RAW-Modus ca. 1 Blende unterbelichtet im Zeitautomatik-Modus. Als Blende habe ich eine kleinere Blende (F10) gewählt. ISO 100 bei einer Brennweite von 18mm mit 1/100 Sekunde Belichtungszeit.

    Wie wurde “Winterlandschaft” bearbeitet?

    Die Bearbeitung erfolgte in zwei Schritten. Zuerst habe ich im Lightroom aus der Bilderserie das Bild ausgesucht, in dem der “Nebeleffekt” am stärksten zu sehen war. Wie fast immer habe ich die Klarheit etwas erhöht. Dann habe ich das Bild in Photoshop geöffnet.

    In Photoshop habe ich das Bild in den LAB-Modus gewandelt. Danach habe ich mit Hilfe einer Gradationskurve den Kontrast erhöht und die Farbsättigung angehoben. Wie das genau geht, kannst du hier in einem Tutorial Schritt für Schritt nachvollziehen.

    Nun habe ich die Ebene dupliziert (STRG+J) und habe für die obere Ebene den Ebenenmodus “weiches Licht” eingestellt.

    Was passiert dadurch?

    Der Ebenenmodus “weiches Licht” (auch der Benenmodus “Ineinanderkopieren”) erhöht einfach gesagt den Kontrast des Bildes noch einmal. Die Bereiche des Bildes die heller als 50% Helligkeit aufweisen werden doppelt so hell dargestellt, die Bereiche, die dunkler sind als 50% werden halb so hell dargestellt.

    Also ganz einfach gesagt – helles wird heller und dunkles dunkler…

    Durch diese Einstellung erscheint der Schnee wie ein Nebel und die Sonnenstrahlen kommen wesentlich besser zum Vorschein.

    Zum Schluss wurde das Bild in die fürs Web gedachte Größe verkleinert, nachgeschärft und abgespeichert.

    Habt Ihr interessante Entstehungsgeschichten für eines eurer Fotos?

    Ich suche wieder einmal Leute, die gern einen Gastbeitrag hier schreiben würden. Gib dir einfach einen Ruck und melde dich kurz per eMail bei mir. Keine Angst, es macht wirklich Spaß.

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