Adobe – wohin geht der Weg?

Adobe-Programme in Zukunft nur noch im Abo?

Adobe Creative Coud

Vielen haben auf die Veröffentlichungen zur Adobe-Max-Konferenz gewartet und auf eine neue Creative-Suite-Version gehofft. Einige neue Funktionen wurden ja schon vorab gezeigt, die Erwartungen waren also groß. Die meisten hatten auf die Ankündigung der Creative-Suite 7 gesetzt. Die Vorhaben von Adobe sind aber andere. Die erfolgreiche Creative-Suite wird in dieser Form nicht weiter entwickelt, sie geht in der neuen CC-Version auf, die es nur noch im Abo geben wird. Die nächste Version von Photoshop wird also Photoshop-CC heißen.

Warum geht Adobe diesen Schritt?

Erst einmal ist es schon verständlich, wenn eine Softwarefirma versucht, gleichmäßige und regelmäßige Einnahmen zu generieren. Bisher war es halt in der Regel so, dass die Einnahmen jeweils nach oben geschossen sind, wenn eine neue Programmversion veröffentlicht wurde, dann aber mit der Zeit immer mehr abflaute. Das war wohl auch der Grund, dass Adobe die Abstände zwischen neuen Versionen schon in den letzten Jahren von einem 2-Jahreszyklus auf einen 1-Jahreszyklus verkürzt hat. Das Vorhaben hier mit Zwischenversionen (CS 5.5) zu arbeiten, war wohl aber beim Kunden (verständlicherweise) nicht durchsetzbar.

Nun geht Adobe einen ganz anderen Weg. Adobe setzt gänzlich nur noch auf das Abo-Modell der Creative Cloud. Hier wird es wohl keine riesen Versionssprünge mehr geben, es soll kontinuierliche Verbesserungen geben, die eben genau dann veröffentlicht werden, wenn sie fertig sind. Über die Cloud erhällt jeder Abonnent dann automatisch die neueste Version auf seinen PC oder Mac.

Die Creative Cloud – was ist das?

Zuerst einmal ist es ein Abo-Modell für alle Adobe-Produkte. Es gibt verschiedene Preismodelle. Benötigt man nur ein Programm, zum Beispiel Photoshop, kann man dieses Programm einzeln im Abo für 24,95 € / Monat bei jährlicher Zahlung, oder für 36,89 € bei monatlicher Zahlung abonnieren.

Die gesamte Palette an Programmen gibt es im Abo für 61,49 € / Monat bei jährlicher Zahlung, oder happiger 92,24 € / Monat bei monatlicher Zahlung.

Erstmal muss man sagen, dass das ganze sicher im Abo günstiger ist, als wenn man jährlich jeweils die neueste Version kaufen würde. Aber das haben wohl auch in der Vergangenheit die wenigsten getan. Was mich an dem Abo-Modell eigentlich am meisten ärgert ist die Preisumrechnung. So ist man ja schon gewohnt, dass als Umrechnungskurs von Dollar in Euro von verschiedenen Hardware- und Softwareherstellern gern 1:1 angesetzt wird, Adobe setzt hier aber noch einen großen Batzen drauf, was für mich überhaupt nicht nachvollziehbar ist. So kostet die 1-App-Version (Photoshop) in den USA “nur” 20 $ / Monat, was nach momentanem Umrechnungskurs weniger als 16 € macht. Dass Adobe hier fast 25 € im Monat verlangt, verstehe ich nicht, schließlich ist abgesehen von der Übersetzung keinerlei Mehraufwand erkennbar, da die Software ja mehrsprachig in der Cloud liegt.

Mein Fazit – Abo-Modell für Adobe Software

Ein Fazit ist schwierig. Adobe geht einen gefährlichen Weg. Die Ziele, in zwei Jahren 4 Mio Abo-Kunden zu haben, sind meiner Meinung nach sehr optimistisch. Viele Kunden werden wohl noch einmal auf die Version CS6 updaten und dann hier so lange dran festhalten, bis es nicht mehr anders geht.

Andere werden aufgrund der kalkulierbaren festen Kosten auf das Abo-Model wechseln. Sobald ein ernst zunehmender Konkurrent (der momentan noch nicht zu sehen ist) auf den Plan tritt, wird es Adobe schwer haben, sein Abo-Modell durchzusetzen. Die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Währungen sind meiner Meinung nach nicht nachvollziehbar.

Sollte die Entwicklung neuer Funktionen im Abo-Modell verlangsamt werden, wird es für Adobe auch schwieriger werden, da die Abo-Kunden natürlich für ihre regelmäßigen Gebühren auch regelmäßig neue Funktionen fordern werden. Alles in Allem wird es schwierig für Adobe. Bleibt abzuwarten, wie die neuen Modelle angenommen werden.

Was denkst Du über die neue Software-Politik von Adobe?

Hinterlasse doch dazu einen kurzen Kommentar, ich werde die Kommentare sammeln und dann auch an Adobe übersenden.

15 Antworten
  1. Axel Vandenhirtz
    Axel Vandenhirtz says:

    Ich finde, wie bereits im Vorspann dargestellt, eine Geschäftspolitik der Abzocke.
    1. wenn schon auf Dollar Basis kalkuliert, dann auch auf die Basis den nicht Dollar Kunden, entsprechend der Kurse, anbieten.
    Ich werde, und da spreche ich für unsere Foto-AG, nicht diesem Modell folgen. Mit CS 6 sind wir z. Z. sehr gut unterwegs, bei weiteren Verbesserung ist zu prüfen, ob es sich um “nice to have” Verbesserungen handelt, oder um so wichtig für den Anwender angesehen werden, dass ein neues Geschäftsmodell um umgänglich scheint.
    Bis dahin schau’n wir mal, oder es etabliert sich Wettbewerb auf dem Markt.
    Jedoch nicht auf unsere Kosten!!

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  2. Hans - Georg Frenzel
    Hans - Georg Frenzel says:

    Ich persönlich finde die Pläne von Adobe als reine Abzocke und finde das man sich nach Alternativen umsehen sollte.
    Selbst wenn ich nur ein Programm im Abo für 24,95 € Monat bei jährlicher Zahlung abonniere wären das auf das Jahr gerechnet 299,94 und bei monatlicher Zahlung 442,68 Euro.
    Gehen wir jetzt einmal davon aus, dass ich dieses Abo 4 Jahre nutze sind das bei jährlicher Zahlung 1199,76 und bei monatlicher Zahlung sogar 1770,72 Euro.
    Muss ich jedoch aus finanziellen Gründen das Abo nach 4 Jahren beenden, bedeutet das, dass ich zwar 1199,76 bzw. 1770,72 Euro für die Nutzung des Programms gezahlt habe, unter dem Strich habe ich aber auch keine Software mit der ich weiter arbeiten könnte mehr zur Verfügung.
    Somit ist für mich dieses Geld ein für alle mal verloren. Bei einer Boxversion könnte ich wenigstens mit der alten Software weiter arbeiten. Zu beachten sei auch das PhotoshopCS6 bei Amazon lediglich 875,95 Euro kostet.
    Noch drastischer wird es wenn ich gezwungen bin die gesamte Palette an Programmen zu abonnieren. Dann würde der Verlust bei einer Beendigung des Abos nach 4 Jahren bei 2951,52 bzw. 4427,52 Euro liegen. Sollte ich hier einen Denkfehler haben bitte ich mich zu berichtigen.
    Meiner Meinung nach, müsste ein Berufsfotograf diese Abo-Gebühren anteilig auf die Kunden umlegen. Das Fazit, die von ihm angefertigten Fotos würden sich für seine Kunden verteuern was
    die ohnehin schon schwache Auftragslage negativ beeinflussen würde.
    Kurz zusammen gefasst kann man sagen, dass Adobe mit diesem Modell offenbar Schiffbruch erleiden wird. Denn wer etwas logisch denken und rechnen kann, wird sich auf dieses Geschäftsmodell von Adobe nicht einlassen.

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  3. Joe2712
    Joe2712 says:

    @Hans-Georg
    Ein kleiner Denkfehler ist schon drin. Das Geld ist nach den 4 Jahren nicht “verloren”. Du gibst es ja für die Nutzung in diesen 4 Jahren aus, hast also einen Gegenwert dafür erhalten. Wenn Du eine Wohnung mietest, dann zahlst Du auch für die Nutzung der Wohnung. Wen Du nicht mehr zahlst, dann kannst Du sie auch nicht mehr nutzen, die gezahlte Miete ist dann auch weg. Von daher ist es ein anderes Preismodell, an dass man sich wohl erst einmal gewöhnen muss.
    Das größte Problem momentan ist einfach, dass es an “gleichwertigen” Alternativen fehlt. Sicher werden sich viele Nutzer einige Jahre mit CS6 retten können, wenn Adobe aber in den nächsten Jahren viele neue Killerfeatures entwickelt, wird der Druck der Nutzer stärker, auf das Abo-Model zu wechseln. Ich könnte heute auch nicht mehr mit Photoshop 7 arbeiten, weil es einfach ein Marktnachteil für mich bedeuten würde.

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  4. Grimmaldi Stefanidis
    Grimmaldi Stefanidis says:

    Professionelle wie nicht professionelle Fotografen kaufen sich so gut wie nie jede neue Update-Version, es sei denn, sie erstellen Bücher oder Videos zum Lernen der jeweils neuesten Version, doch die sind eine große Ausnahme. Stets überlegt der User, ob er die neuen Features wirklich braucht. Adobe versucht nun, typisch amerikanisch, das momentan noch herrschende Photoshop Monopol auszunutzen, oder besser gesagt, den Kunden auszunutzen, der nun gezwungen werden soll, stets auf dem neuesten Stand zu sein und nicht mehr überlegen zu können. Dies geht vollkommen am Kundenwunsch vorbei. Viele Kunden werden da abspringen, so me.
    Abgesehen davon möchte ich das Arbeiten mit Clouds unbedingt vermeiden, ich arbeite mit einem Laptop und befinde mich damit in Afrika, in Eisenbahntunnels usw. und möchte alle Komplikationen mit web-Anschlüssen unbedingt vermeiden.
    Wenn ich von dieser Strategie nur höre, vergeht mir schon die Lust auf Photoshop. Und dafür hat man sich die ganze Thematik mühevoll angeeignet.
    Es wird dann hoffentlich sehr bald Plattformen geben, mit denn man die diversen Plugins wie Nik Software etc. betreiben kann und schon ist Photoshop weg vom Fenster. Ich halte ab sofort die Augen offen nach solchen Alternativen. Photoshop ist einfach zu fett geworden und nutzt die Leute aus.
    Es sollte eine Initiative gegründet werden: Jeder Fotograf zahlt im Monat 2€ in eine weltweit operierende „Fotostiftung“ wie Gimp und bekommt dafür sehr bald eine Gimp-Version auf Photoshop Niveau.

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  5. Dirk
    Dirk says:

    Wenn schon die kommerziellen Nutzer dieser Verkaufspolitik kritisch gegenüberstehen, möchte ich mich als Hobbyanwender auch mal zu Wort melden. Nachdem Adobe den Kauf einer stark vergünstigten Version für Privatanwender nach dem Besuch eines VHS Kurses angeboten hat (199 €), habe ich mir auch eine CS6 Version gegönnt. Über den enormen Mehrumfang gegenüber einer Version von Photoshop Elements muss ich sicherlich keine Worte verlieren. Mit CS6 kann ich bestimmt einige Jahre arbeiten. Ein Abo für 25 bzw. 37 Euro pro Monat werde ich mir als Privatanwender wohl nicht kaufen.

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  6. Nicole
    Nicole says:

    Voller Schrecken habe ich Adobes Neuigkeiten erfahren. Zu sagen, dass im Internet geradezu Kriegsstimmung gegenüber Adobe herrscht wäre noch untertrieben. Ich finde dieses Modell unzumutbar und reine Abzocke. Ich bin Privatanwender und verdiene keinen Cent mit Photoshop. Ich habe jetzt drei Jahre ununterbrochenen Tutorials lesen und üben investiert um mir PS selber beizubringen. Ich war sogar bereit auf CS6 upzugraden und hätte mir sicherlich auch in Zukunft das eine oder andere Upgrade gekauft. Aber ich zahle nicht monatlich Geld dafür um ein Programm zu leasen – zumal es in Europa noch teurer ist als in den USA. Wenn ich mal ein paar Monate mir meinem “Hobby” aussetzen will und nicht online bin (auch etwas, dass mich ärgert – der Zwang online zu sein), dann kann ich gar nicht mehr meine Bilder bearbeiten! Wenn man mal für länger als drei Monate nicht online ist, dann soll man sich angeblich mit Adobe Customer Service in Verbindung setzten um eine Regelung zu finden. Was soll das denn? Ich muss mich jetzt bei Adobe wie zu Schulzeiten abmelden, wenn ich mal eine künstlerische Pause einlegen will?
    Viele Privatanwender, wie ich, können und werden sich wohl Photoshop nicht mehr leisten können. Es ist ein Jammer, da ich mein ganzes Hobby (habe jetzt extra deswegen mit photographieren angefangen) rund um dieses Programm aufgebaut habe und jetzt wie in eine Schock starre verfallen bin, da ich nicht weiß, wie es später (wenn ich CS6 mal nicht mehr nutzten kann) aussehen soll. Ich bete jetzt nur, dass die Konkurrenz a la Corel un Co. diese Gelegenheit beim Schopfe packt und etwas gleichwertiges auf den Mark bring, damit ich auch weiterhin schöne Fotomontagen machen kann…

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  7. Dieter
    Dieter says:

    Für alle, die Adobe “geschäftsmäßig” nutzen mag das noch angehen. Das sind dann Kosten die den Erlös schmälern und steuerlich absetzbar sind.
    Für Privatanwender, die ab und an mal einige Fotos bearbeiten ist das Adobe Modell wohl viel zu teuer. Aber es gibt Alternativen. Jörg stellt hier immer wieder mal Gimp vor und ich sag mal für Nutzer wie ich einer bin ist das wohl ausreichend.
    Fazit: Ich warts mal ab, nutze weiterhin mein teuer erstandenes CS6 und wenns in einigen Jahren warum auch immer nicht mehr funktionieren sollte, dann ist Gimp sicher die Alternative.

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  8. Andreas
    Andreas says:

    GIMP ist für den Hobbyanwender, denke ich, mehr als eine Alternative. Im Bereich der RAW Editoren und Konverter gibt es auf der Open Source Seite mehr als eine Alternative. Da ist Rawtherapee das von Jörg schon vorgestellt wurde. Dann ist auf jeden Fall Darktable zu nennen, was wohl der mächtigste Rawkonverter für Linux und Mac ist. Es gibt mittlerweile eine Funktion darin die es erlaubt, Bilder die in LR entwickelt wurden mit den wichtigsten Einstellungen nach Darktable zu portieren. Ich habe den Schnitt jetzt gewagt und habe auf Darktable umgestellt. In den langen Wintermonaten werde ich mich dann mal dran machen und meine Bilder aus LR nach Darktable umziehen.
    Auf dem Gebiet Fotoverwaltung und einfaches editieren gibt es auch noch DigiKam.

    Als brauchen wir Hobbyisten wirklich? Das sollte sich mal jeder hinterfragen.

    Gruß
    Andreas

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  9. Grimmaldi Stefanidis
    Grimmaldi Stefanidis says:

    Hallo Jörg,

    ich habe einmal mit einigen bekannten Bloggern gepostet, welche sehr stark davon leben, Seminare, Tutorials, Lern-DVDs usw. über Photoshop anzubieten und zu verkaufen (Calvin Hollywood usw.). Für die sieht es so aus, dass sie eigentlich ganz happy sind mit den neuen Angeboten von Adobe, da diese erst einmal günstiger sind, als jeweils eine neue Version/Jahr.
    Was ich daran nicht nachvollziehen kann ist, dass dies jedoch nicht für deren meisten Kunden zutreffen dürfte, welche wohl eher unregelmäßig updaten oder Lehrer-, Studenten-, oder Schülerversionen etc. benutzen und diese nun nicht mehr updaten können. Somit dürfte sich ein Kundenverlust einstellen. Von dieser Seite ist also merkwürdiger Weise weder Einsicht noch Unterstützung in Aussicht, für einem konzertierten Vortrag an Adobe.
    Nun hat Adobe ja im vergangenen Jahr prächtige Geschäftszahlen vorgelegt und hat auch bereits mit der CC-Version mehr Kunden als erwartet. Die Marketingstrategen und Betriebswirte wollen also mit der Cloud-Version den Weg, den sie für einen Erfolgsweg halten, fortsetzen bzw. vollständig einleiten.
    Was bleibt da für alle Profis übrig, die nicht regelmäßig updaten wollen und für Semiprofis und „Hobbyknipser“, die anscheinend ? Ich persönlich habe derart viel Zeit und Liebe in PS investiert, wie sich nun herausstellt in eine Sackgasse, dass ich nun umso enttäuschter bin von der vollkommen ignoranten Kundenpolitik von Adobe. Es hilft wohl nichts, wer einen dermaßen miese behandelt, bekommt von mir den Rücken zugewendet. Eine Alternative muss also her.
    Und deshalb diese zweite Email von mir, denn Du bist doch eigentlich der Richtige, um einmal softwareübergreifend die Alternativen und deren Vor- und Nachteile darstellen zu können. Du hattest doch nach neuen Themen für Deine Seite gesucht und ich meine, dass dies ein Thema für viele, viele Threads sein könnte. Hast Du nicht Lust dazu? Ich habe auch schon einen ersten Anfang gefunden: „ //sebastian-michalke.de/alternative-fur-photoshop-gesucht-gefunden/ „
    Vielleicht kann man ja hierauf aufbauen. Ich stehe jederzeit zur Hilfe zur Verfügung.

    Viele Grüße

    Antworten
  10. Wolfgang
    Wolfgang says:

    Ich habe mich – Gott sei Dank – nie recht mit der Bedienphilosophie und den Ebenen anfreunden können. Für meine Entwicklung nutze ich Capture NX + Color EFEX Pro (was ja seit der Übernahme von Nik durch Google auch keine sichere Bank mehr ist – aber mir noch reichen wird) und GIMP. Auf der einen Seit elockt Adobe Kunden mit dramatisch reduzierten Preisen (Lightroom) und “versehentlichen” Freigaben von alten PS-Versionen, um die Anwender so auf den geschamck zu bringen. Und dann für nur ein paar Euros monatlich in den Genuß der großen Version zu kommen. Ich weiß nicht recht. Mir kann das Modell ja völlig egal sein – aber die Richtung finde ich gräßlich.

    Antworten
  11. Christian
    Christian says:

    @Joerg: Klar, bei einer Immobilie zur Miete ist das natürlich so. Dann würde ich das Modell von Adobe aber weniger als “Abo”, sondern als gemietetes Programm bezeichnen.

    Denn Zeitschriften kann ich auch abonnieren – und diese muss ich nicht zurückgeben. So fände ich es beispielsweise auch besser, dass User, die die Cloud nutzen zumindest die Vorversion (z.B. bei einem Nachfolger von Adobe CC, dann das CC) behalten dürfen.

    Antworten
    • Joe2712
      Joe2712 says:

      Ich glaube, DU hast das System dahinter noch nicht so ganz verstanden. Es wird keine “Versionen” mehr geben. Photoshop CC bleibt Photoshop CC. Neue Funktionen werden kontinuierlich entwickelt und über die Auto-Update-Funktion verteilt. Es wird dadurch nicht mehr möglich sein, dass der eine die Version CC benutzt und ein anderer CC2 oder CC3. Das wäre auch beim Miet- oder ABO-Modell nicht machbar, sonst würde jeder einen Monat mieten und dann ewig weiter nutzen. Das ist halt doch wie bei einer Wohnung..

      Antworten
  12. Christian
    Christian says:

    Du kannst das “du” ruhig klein schreiben, wir wollen hier ja niemanden niedermachen, sondern diskutieren. Dass es keine Versionen in diesem Sinne (CS4/5/6) mehr geben wird (die wird es durch die Updates allerdings sehr wohl geben), war mir bis jetzt noch gar nicht wirklich bewusst. Danke für die Aufklärung.

    Wie gesagt, das als “Abo” zu bezeichnen, finde ich etwas unpassend. Bei Zeitschriften mache ich ein Abo, bekomme DVDs mit Programmen und muss nichts zurückgeben. Miete hört sich aber nicht so schön an :-P

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  13. Marcel
    Marcel says:

    Hey, ich hab da noch ne Frage. Ist Lightroom davon auch betroffen oder wird es hier eine Ausnahme geben? LR war bis jetzt ja auch nicht wirklich ein Bestandteil der CS, oder irre ich mich da?
    Das in naher Zukunft LR5 erscheint sollte das doch bestätigen oder?

    Danke! :)

    Antworten
    • Joe2712
      Joe2712 says:

      Die Frage kann wohl allein Adobe beantworten. Lightroom war bisher kein Bestandteil der Creative Suite, das stimmt schon. Lightroom ist aber seit einiger Zeit Bestandteil der Creative Cloud, was die Vermutung nahelegt, dass Lightroom den gleichen Weg geht. Auf der anderen Seite hat Adobe im Bereich der RAW-Converter wesentlich mehr ernst zunehmende Konkurrenz, als es z.B. bei Photoshop der Fall ist, was vielleicht dazu führt, dass LR zusätzlich eigenständig vertrieben wird.

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