Adobe Lightroom 5 – erste Eindrücke nach mehreren Tagen Arbeit

Adobe LR5 ab sofort erhältlichNach mehreren Tagen intensiver Arbeit mit Adobe Lightroom 5 möchte ich heute mal ein paar Eindrücke mit euch teilen. Es gibt positive und negative Punkte, die mir aufgefallen sind. Die grundlegende Arbeitsweise in LR5 hat sich dabei im Vergleich zu LR4 kaum geändert. Die Neuerungen liegen an vielen Stellen eher unter der Haube. Das hat Vorteile und auch Nachteile.

Ein Vorteil ist zum Beispiel der gerade angesprochene, man muss sich nicht sehr umgewöhnen. Das ist bei neuen Programmversionen bei vielen Anwendern ein großer Vorteil, man sehe sich nur das Beispiel “Windows 8″ an, wo doch schlimmerweise der seit 18 Jahren vorhandene “Start”-Button fehlt, den ich persönlich  überhaupt nicht vermisse.

Ein Nachteil ist es, weil viele Nutzer dann bemängeln, dass das Update auf die neue Version nicht lohnt, weil sich ja kaum etwas geändert hat. Es ist also für die Programmverantwortlichen nicht immer einfach und eine Gratwanderung, wenn es um die Funktionen geht, die es in eine neue Version schaffen sollen.

Die Performance

Hier habe ich kaum Änderungen zu LR4 bemerkt. Positiv ist hier, dass es keine Verschlechterung in der Performance gegeben hat, wie es in den vergangenen Versionen immer der Fall gewesen ist. Der Import ist in der Geschwindigkeit vergleichbar, auch die Retusche mit den lokalen Korrekturen (Korrekturpinsel, radialer oder linearer Verlauf) sind nicht langsamer geworden. Hier hatte ich persönlich in der Vergangenheit immer die größten Geschwindigkeitseinbußen gesehen.

Neue Funktionen

Der Radial-Filter ist eine Funktion, die ich schon sehr intensiv genutzt habe. Highlights oder Vignetten lassen sich hiermit einfach und effektiv erstellen. Eine nützliche Neuerung, finde ich. Das neue Bereichsreparatur-Werkzeug hat mich bisher noch nicht wirklich überzeugt. Vor allem an Bildrändern funktioniert die Reparatur-Option nicht wirklich. Der Schritt hin zur wirklichen Bereichsreparatur ist aber meiner Meinung nach der Richtige. In den Vorherigen Versionen war das Werkzeug eigentlich nur zur Behebung von Sensor-Dreck brauchbar.

Die Smart-Vorschauen benutze ich persönlich nicht, weil ich die Fotos, die ich benutze in der Regel auf der internen Festplatte habe und nicht auf einer externen Platte. Wer seine Fotos auf externen Platten speichert, für den ist dieses Feature sicher hilfreich.

Wer in de letzten Versionen mit den Objektivkorrekturen gearbeitet hat, der wird sich auf die neuen Möglichkeiten der Objektivkorrekturen freuen. Hier mal ein Beispiel für eine ziemlich extreme automatische Korrektur.

Objektiv-Korrektur Lightroom 5  Objektivkorrektur Lightroom 5

Hier werden aber nicht nur stürzende Linien korrigiert, die Funktion geht noch viel weiter, schiefe Bilder werden begradigt, durch das neue frei gestaltbare Raster kann man auch manuell sehr gut arbeiten.

Das Buch-Modul hat sich leider kaum geändert, hier hätte ich mir schon gewünscht, das etwas mehr Freiheit möglich wäre, zum Beispiel würde ich die Buchgröße gern selbst gestalten, anstatt mich auf die 4 vorgegebenen Größen zu beschränken.

 

Das war erst einmal der erste Eindruck von LR5.. Als negativ muss ich ganz am Ende dazu sagen, dass solche Neuerungen zu Beginn der Lightroom-Laufbahn als kostenlose Zwischenupdates geliefert worden sind, nicht als kostenpflichtiges Update. Auf der anderen Seite muss man auch anerkennen, dass die Vollversion damals noch fast 300 € gekostet hat, heute ist sie für etwa 1/3 des Preises zu bekommen.

 

1 Antwort
  1. Robert
    Robert says:

    Adobe Photoshop Lightroom 5 ist sicherlich ein guter Raw-Konverter! Denke aber trotzdem, dass sich ein Update von Lightroom 4 wohl kaum lohnt. Dafür sind mir die Verbesserungen zum Vorgänger zu gering ausgefallen! Als Neuerwerbung aber sicherlich zu empfehlen!

    Antworten

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