Heute muss ich mal etwas meinen Ärger über mich selbst los werden. Ärger über verpasste Chancen auf ein gutes Foto. Aber ich erzähle von Anfang an:
Die verpasste Chance
Vor drei Tagen war ich am Abend mal wieder unterwegs zu einer Vorstandssitzung am anderen Ende meines Heimatkreises. Da unser Landkreis in Ost-West-Richtung eine Ausdehnung von etwas mehr als 100km hat, kann das schon einmal eine längere Tour werden. Die Veranstaltung endete gegen 20.30 Uhr, also genau rechtzeitig kurz vor Sonnenuntergang. Nun war ich also auf dem Rückweg. Das Wahrzeichen unseres Landkreises, welches ihm auch seinen Namen gibt, ist der Kyffhäuser. Eine Reichsburg aus Zeiten Friedrich Barbarossas mit einem Denkmal obendrauf. Ich mag die Burganlage sehr, bin oft dort zum fotografieren.
Ich war also auf dem Weg und hatte das Denkmal, das weithin zu sehen ist, direkt vor mir. Und was soll ich sagen, dahinter ging glutrot die Sonne unter. Eine wunderbare Fotoszene. Das gesamte Denkmal und der Berg waren in Orange-Rot getaucht, darüber herrlich blauer Himmel mit ein paar kleinen Wolken.
Nun zu meinem Ärger, jeder wird es sich sicher schon denken, ich hatte keine Kamera dabei. Es passiert mir sicher öfter, dass ich eine interessante Szene sehe und keine Zeit habe, oder die Kamera nicht dabei ist, aber diese verpasste Aufnahme ärgert mich irgendwie besonders. Ist aber wohl nicht zu ändern, vielleicht versuche ich in den nächsten Tagen noch einmal zur gleichen Zeit an gleicher Stelle zu sein, aber in der Regel kommt ein solcher Himmel nicht so oft wieder.
Mein Fazit
Mein Fazit ist, ich werde ab sofort meine alte Bridge-Kamera wohl immer im Auto verstauen, damit ich wenigstens eine Möglichkeit habe, eine interessante Szene aufnehmen zu können, auch wenn ich meine DSLR nicht dabei habe.


