Artikel von März, 2010

Projekt 365 – Tag 247 Licht in den Wolken

Licht in den Wolken - Langzeitbelichtung

Zum Thema habe ich heute gleich ein aktuelles . Es ist bei der heutigen Fototour entstanden. Auf dem Heimweg blitze es eine ganze Weile in einer einzelnen Wolke, da mussten wir einfach anhalten und noch ein paar Fotos schießen. Leider war das ganze Blitzen ziemlich schnell wieder vorbei, aber das eine oder andere interessante ist doch dabei entstanden.

Hier eine Langzeitbelichtung: 30 Sekunden bei ISO400, Blende 4,5 und einer Brennweite von 35 mm.

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Langzeitbelichtung – Fototechniken Teil 1

Einzelne Beiträge der Serie makro

  1. – Fototechniken Teil 1
  2. Makrofotografie – Fototechniken Teil 2

Marktplatz in Sondershausen
Schon länger liegt mir dieses Thema am Herzen, bisher fehlte mir leider die Zeit, dieses umfangreiche Gebiet etwas näher zu beleuchten. Ich möchte das nun in einem ersten Teil nachholen.

Auf unseren wöchentlichen Fototouren experimentieren wir regelmäßig auch mit verschiedenen Kameratechniken rum. Je nach Jahreszeit sind das verschiedene Techniken. Im Winter ist das hauptsächlich die Langzeitbelichtung und das arbeiten mit Licht und . Im Frühjahr sind dass dann vermehrt Makroaufnahmen und Panoramaaufnahmen.

Langzeitbelichtung – die Ausrüstung

Das A und O bei der Langzeitbelichtung ist ein gutes Stativ. Keine Langzeitbelichtung kommt ohne Stativ aus. Hier sollte man beim Kauf auch nicht zu sehr auf einen günstigen Preis schauen, es gibt hier ziemliche Qualitätsunterschiede. Ich nutze seit etwa einem Jahr ein Manfroto 3-bein-Stativ 055MF3 mit Kugelkopf. Dieses Stativ ist sehr standfest und lässt sich ziemlich hoch “ausfahren”. Es bietet aber auch die Möglichkeit, in 10 cm Bodennähe zu .

Ein weiterer wichtiger Ausrüstungsgegenstand ist ein gutes Objektiv. Die besten Ergebnisse habe ich mit meinem Canon 50mm F1.8 Festbrennweitenobjektiv gemacht. Nun sind 50mm manchmal schon zu groß, dann muss es halt ein etwas schlechteres Objektiv tun.

Was nicht unbedingt notwendig ist, aber trotzdem hilfreich sein kann ist ein Fernauslöser. Entweder als Kabelvariante oder besser als Funkfernauslöser. Wer keinen Fernauslöser besitzt, der sollte den Selbstauslöser der Kamera benutzen.

Warum? Bei Langzeitbelichtungen bringt jede kleine Bewegung Unschärfe ins Bild. Auch der Druck auf den Auslöser bewegt die Kamera ein klein wenig. Nutzt man den Selbstauslöser, so drückt man auf den Auslöser, dann hat die Kamera noch 10 Sekunden Zeit, sich wieder zu “beruhigen”.

Will man tagsüber Langzeitbelichtungen machen, so ist ein Graufilter hilfreich. Graufilter “schlucken” einfach eine gewisse Menge an Licht und lassen diese nicht zum Objektiv durch. Ohne Graufilter kann erhält man sonst bei hellem Licht und zu langer Belichtungszeit ein völlig überbelichtetes Bild.

Langzeitbelichtung – welche Kameraeinstellungen?

Manuell ist das Zauberwort. Ich empfehle bei Langzeitbelichtungen immer den manuellen Modus. Hier habe ich die größten Freiheiten, was die Wahl der Blende und der Belichtungszeit anbelangt. Natürlich ist auch die Blendenvorwahl oder die Zeitvorwahl möglich. Wenn es möglich ist, verwende ich den ISO-Wert 100.

Szenario 1 – Nachtaufnahme

Bei Nachtaufnahmen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sind im Blickfeld noch irgendwelche Lichtquellen zu sehen, ermöglicht die Einstellung einer kleinen Blende (etwa Blende 10-20) interessante Lichtpunkte in Sternenform. Bei größeren Blenden (etwa Blende 2.8-5) werden die Lichter einfach nur als Lichtpunkte angezeigt.

Ich beginne in der Regel mit einer mittleren Blende (etwa Blende 8 oder 10) und 30 Sekunden Belichtungszeit. Danach begutachte ich das Ergebnis, ist das Bild zu hell, verringere ich die Belichtungszeit. Ist es zu dunkel, so erhöhe ich entweder den ISO-Wert auf 400 oder ich vergrößere die Blende (höherer ISO-Wert = mehr Rauschen im Bild, größere Blende, kleinere Tiefenschärfe).

Benutzt man einen Funkfernauslöser, so kann man hiermit auch längere Belichtungszeiten verwenden. Die Kamera selbst lässt in der Regel maximal den Wert 30 Sekunden zu. Die Bulb-Funktion ist ungeeignet, da ich durch den zweiten Druck auf den Auslöser die Kamera wieder bewegen würde, also ein unscharfes Bild bekomme.

Burschanschaftsdenkmal Eisenach - Bäume bei Nacht - blaue StundeDa bei meiner Canon 7D bei wenig Licht der Autofokus nicht mehr genau genug funktioniert, nutze ich auch hier den manuellen Fokus. Da kommt das hochauflösende LifeView-Display ins Spiel. Ich stelle auf Life-View um und vergrößere den Bildausschnitt mit der Lupentaste an der Kamra, so dass ich eine 10-fach vergrößerte Ansicht im Display sehe, jetzt kann ich ziemlich genau manuell fokussieren.

Nachts fotografiere ich zur Sicherheit immer Belichtungsreihen. Dadurch habe ich einfach mehr Möglichkeiten, ich kann dann am PC besser entscheiden, welche der drei Belichtungen das optimalste Ergebnis bringt.

Szenario 2 – “

weiches Wasser - Langzeitbelichtung MühlhausenIch war immer begeistert von solchen tollen Langzeitbelichtungsaufnahmen, in denen irgendwelche Wasserläufe zu sehen waren. Die Wasserläufe sehen hierbei aus, als wären sie aus Seide, ein weicher Schleier liegt darüber. Dieses Ergebnis erzielt man durch eine lange Belichtungszeit.

Diese lange Belichtungszeit erreicht man tagsüber entweder durch eine sehr kleine Blende, oder durch die Verwendung eines Graufilters. Ist das Umgebungslicht nicht sonderlich hell, so kann man sich mit der ersten Methode behelfen, ich stelle Blende 32 ein und versuche es mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden. Ist das Ergebnis zu dunkel, dann versuche ich es mit einer längeren Zeit. Ist das Ergebnis zu hell, bleibt mir nur der Griff zum Graufilter. Diese Filter lassen sich auch wunderbar kombinieren, bietet ein Graufilter immer noch keine ausreichend lange Belichtungszeit, so schraubt man einfach einen zweiten obendrauf.

Was hast Du schon für Erfahrungen mit Langzeitbelichtungen gemacht? Hinterlass doch bitte einen Kommentar.

PS: Wer noch mehr zur Langzeitbelichtung wissen möchte, der sollte unbedingt mal bei Julian vom 19-5-Blog vorbeischauen. Er hat hier eine sehr umfangreiche und gut verständliche Zusammenstellung zu diesem Thema.

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87 Lightroom 3 Beta 2 Testergebnisse

Im heutigen Video möchte ich ein paar interessante Neuerungen zeigen, die es in die Betaversion 2 von 3 geschafft haben. Die erste Betaversion war hier ja ziemlich entäuschend. Anscheinend hat sich auch Gedanken gemacht, es sind einige Neuerungen eingebaut worden, die mir auf jeden Fall gefehlt haben.
Viel Spaß mit der .

und wie immer Lightroom 3 Beta2 – Testergebnisse auf Youtube.

UPDATE: Da hab ich doch glatt den Link zum download vergessen: Lightroom 3 Beta 2 gibts hier zum kostenlosen download.

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Was ich an einer Kompaktkamera vermissen würde

DSLR oder Kompaktkamera?

Ich fotografiere nun seit ca. 5 Jahren mit digitalen Spiegelreflexkameras. Immer wieder höre ich von anderen das Argument: “Die wäre mir viel zu schwer.” Dazu möchte ich heute mal ein paar gegenteilige Zeilen schreiben.

Klar ist eine in der Regel schwerer als eine , klar ist sie in der regel teurer als eine , aber sie hat auch nicht wegzuredende Vorteile dieser gegenüber. Wenn wir mit unserem Fotoclub unterwegs sind, dann sind immer einige dabei, die mit Kompaktkameras , auch damit kann man wunderbar experimentieren und gute Ergebnisse erzielen. Ich freue mich über jeden, der dieses Hobby mit viel Spaß und Enthusiasmus betreibt. Es ist ein wunderschönes Hobby, noch besser ist es, wenn man aus diesem Hobby, wenn auch nur zeitweise und ergänzend auch einen Beruf machen kann.

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Making of – Licht und Schatten

Zuerst möchte ich mich bei Julian für den interessanten am Montag bedanken. wie schon dort geschrieben, diese Technik steht ganz oben auf meiner nächsten Experimentier-Tour.

Heute möchte auch ich auch mal wieder ein eines der letzten Bilder schreiben, da mehrere Fragen zu den letzten Fotos eingegangen sind.

Wie schon so oft geschrieben, versuchen wir, so gut es geht, regelmäßig einmal die Woche eine Foto Tour zu machen. Das dient auch ein wenig zur Entspannung von der täglichen Arbeit. Wenn den Rest der Woche selten vor 21:30 Uhr mit der Arbeit fertig ist, dann braucht man auch mal einen Abend Entspannung zum Ausgleich. In den Wintermonaten werden das dann aber in der Regel nur , da wir selten vor 17.30 Uhr zum losfahren oder losgehen können.

Aber genau das ist die Zeit des Experimentierens. Es macht einfach unheimlich viel Spaß mit verschiedenen Lichtquellen, verschiedenen Belichtungszeiten und verschiedenen Objekten rumzuspielen.

Bei genau diesem rumexperimentieren ist das Foto “ und Schatten” entstanden.

Haus an der Helbe im Helbetal

Die Ausrüstung

  • ein 3-Bein-Stativ
  • ein Fernauslöser (zur Not tut es auch der Selbstauslöser)
  • Einen oder zwei Helfer
  • eine externe Lichtquelle (in diesem Fall ein externer Speedlite-Blitz)

Der fotografische Teil

Ich habe mir zuerst einen guten Bildausschnitt gesucht, fotografiert habe ich mit dem Canon 50mm 1.8 Festbrennweitenobjektiv. Manuelle Einstellung mit mittlerer Blende und der längsten Belichtungszeit, die möglich ist. Hier ist ein Fernauslöser von Vorteil, der bietet in der Regel die Möglichkeit, auch mehrere Minuten lang zu belichten. Mit dem Selbstauslöser ist hier bei 30 Sekunden Schluss, zumindest habe ich noch keine andere Möglichkeit gefunden.

Nach dem Auslösen habe ich den Helfern ein Zeichen gegeben, dann haben diese mit dem Blitzlicht mehrfach zuerst den Vordergrund angeblitzt, dann das . Hier ist es natürlich auch möglich, das mit einer Taschenlampe rundherum anzuleuchten. TIP: einfach mal eine dünne farbigen Kunststoff-Folie (etwa eine Einkaufstüte) vor die Taschenlampe halten, das schluckt zwar Licht, gibt aber einen interessanteren Farbton.

Beim ersten Versuch hatten wir nur das Haus angeblitzt, hier war dann auf dem fast ganz schwarzen Bild nur ein kleiner Leuchtpunkt, das Haus zu sehen, kein Vordergrund, es war einfach langweilig.

Also dann beim nächsten Foto auch an den Vordergrund denken.

Die Nachbearbeitung am PC

Helbetal bei Holzthaleben

Das Bild bedurfte ziemlich wenig Nachbearbeitung. Durch die lange Belichtungszeit ist auch um das Haus herum einiges zu erkennen. Ein Problem war beim Anblitzen des Hauses und des Vordergrundes aufgetreten, auf dem Ausgangsbild waren die beiden Helfer an einigen Stellen als Geisterschatten zu erkennen. Das konnte aber mit wenigen Stempel-Schritten einfach und schnell behoben werden.

Das fertige Bild “Licht und Schatten”

Helbetal bei Nacht - Joerg Esser Fotografie

Da erstrahlt nun das Helbehaus im Dunkel der Nacht. Diese Art von Fotos mag ich einfach. Sie sehen interessant aus, anders als die meisten anderen Fotos, vor allem, wenn man irgendwelche Touristen-Highlights fotografiert, die schon zig tausende male fotografiert wurden. Außerdem lernt man bei diesem Experimentieren eine Unmenge an Techniken und Kniffen, die später bei anderen Fotos weiterhelfen.

Allerdings freue ich mich nun auch langsam wieder auf die hellen Abende. Dann kann ich endlich auch mal wieder Tagesfotos machen, schöne Sonnenuntergänge fotografieren. Jede Jahreszeit hat seine Vorteile, seine Stärken.

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