
Der Batteriegriff – ein Kamerazubehör, das bei mir schon fast so lange im Einsatz ist, wie ich mit digitalen Spiegelreflexkameras fotografiere. Die erste DSLR war bei mir eine 350D. Den Batteriegriff dazu habe ich mir vielleicht ein halbes Jahr nach der Kamera gekauft und nie wieder abgebaut. Den Unterschied zu einer Kamera ohne Batteriegriff habe ich das erste mal richtig wahr genommen, als ich dann auf der Photokina eine Fototour mit der damals neuen 400D machen konnte. Die reine Baugröße der Kamera war mit der 350D ziemlich identisch. Trotzdem kam mir die 400D ein wenig wie ein Spielzeug vor, allein weil der Batteriegriff fehlte.
Welche Vorteile hat der Batteriegriff?
- Der erste Vorteil ist wohl der Umstand, dass man 2 Akkus einstecken kann. Man kann einfach länger fotografieren ohne aufzuladen. Gerade bei längeren Fotoshootings oder längeren Wanderungen ist das sehr hilfreich. Vor allem in der kalten Jahreszeit lassen die Akkus schneller nach, wenn ich nun 2 Akkus nutzen kann, ist das ein großer Vorteil. Bei meiner EOS 7D kann ich mit zwei Akkus ca. 1000 Fotos machen, es ist bisher sehr selten vorgekommen, dass ich mit 2 vollen Akkus nicht über den Tag gekommen bin.
- Die meisten Batteriegriffe bieten auch die Möglichkeit, anstatt der Kamera-Akkus, normale AA-Batterien in der Kamera zu nutzen. Sind die richtigen Akkus also mal leer, kann man unterwegs einfach ein paar Batterien kaufen und weiter fotografieren. Ich muss allerdings zugeben, dass ich diese Option noch nie genutzt habe.
- Fotografieren im Hochformat ist mit dem Batteriegriff wesentlich einfacher. Der Batteriegriff hat einen zweiten Auslöseknopf, sowie einige Einstellungsknöpfe für z.B. Blendeneinstellungen, Sensorauswahl usw. Die Kamera hält sich im Hochformat genau so gut wie im Querformat, man spart sich die Verrenkung um an den Auslöseknoopf zu kommen. Das bringt auch eine ruhigere Haltung, also weniger Verwackler im Bild.
- Der Batteriegriff ändert den Schwerpunkt der Kamera und bietet einen zusätzlichen Haltepunkt. Ich halte mit der linken Hand die Kamera am Batteriegriff. Ohne Batteriegriff fehlt mir dieser Haltepunkt, ich werde meist gezwungen, das Objektiv festzuhalten.
- Ein Vorteil, der sicher nicht für jeden zutrifft, den ich aber trotzdem nennen möchte ist der Umstand, dass eine Befestigungsmöglichkeit für eine Handschlaufe mit eingebaut ist. Man spart sich also, die Handschlaufe am Stativ-Gewinde festzuschrauben, falls man eine Handschlaufe nutzen möchte.
Welche Nachteile hat der Batteriegriff?
- Das Gewicht wird erhöht. Nun gibt es hier sicher 2 Arten von Nutzern. Einem Teil ist die reine DSLR eigentlich schon schwer genug oder zu schwer, dem anderen Teil ist die Handlichkeit wichtiger als das Gewicht. Aber es ist ganz klar, mit Batteriegriff wird das ganze schwerer. Wer sich also zur ersten Gruppe zählt, hat nun leider wohl umsonst so weit gelesen.

- Er ist leider nicht gerade preisgünstig. Gut, das gilt aber wohl für vieles, was mit der DSLR-Fotografie zusammen hängt.
Nutzt Du einen Batteriegriff, oder willst Du Dir einen Batteriegriff zulegen?
Welche Erfahrungen hast Du schon gemacht, oder was erwartest Du Dir davon? Ich würde mich über einen Kommentar freuen.
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