Nachdem ich im ersten Teil dieser Reihe über die Probleme bei der HDR-Fotografie geschrieben und im zweiten Teil die Grundlagen der HDR-Fotografie näher erläutert habe, möchte ich hier im dritten Teil etwas über die Programme schreiben, die für die Erstellung der HDR-Bilder nötig sind.
Welche Programme können HDR-Bilder erstellen?
Da gibt es sicherlich wie so oft viele verschiedene Programme, die das mit mehr oder weniger guten Ergebissen schaffen. Hauptsächlich möchte ich hier und heute zwei Programme nennen, die ich selbst auch einsetze. Das sind zum einen Photomatix Pro und zum anderen Photoshop CS5.
Bis zum Erscheinen von CS5 habe ich ausschließlich Photomatix Pro genutzt, da die HDR-Funktion der älteren Photoshop-Versionen – na sagen wir mal “supoptimal” war. Photomatix brachte hier wesentlich bessere Ergebnisse. Photomatix Pro ist als kostenlose Testversion unter http://www.hdrsoft.com/de geladen werden und ist sowohl für Windows als auch für Mac verfügbar. Die Lizens kostet 83,40 €. Wer Photoshop CS5 nicht besitzt, für den ist das eine kostengünstige Alternative.
Abschließend habe ich hier noch ein paar Freeware-Programme zur HDR-Erstellung gefunden, hierzu kann ich aber zur Qualität nichts weiter sagen, da ich diese Programme nicht getestet habe, vielleicht kann ja jemand seine Meinung dazu sagen.
Qtpfsgui, das Traumflieger-DRI-Tool, FDR-Tools Basic
Welche Unterschiede gibt es zwischen Photomatix und Photoshop CS5
Wie schon gesagt, Photomatix bringt sehr gute Ergebnisse. Eines hat mich aber bei diesen Ergebnissen meist gestört, das sehr starke Bildrauschen. Klar wird das Bildrauschen durch die unterbelichteten Bilder nicht weg zu bekommen sein, es geht aber besser, wie man an Photoahop CS5 sieht. Die gleichen Bilder bringen im Photoshop deutlich rauschärmere Ergebnisse.
Beide Programme haben ziemlich viele kleine Schieberegler, an denen man rumprobieren kann, Bilddetails verbessern, aber auch verschlechtern kann. Hier gilt es ein wenig Zeit zu investieren und die Wirkung der einzelnen Regler kennen zu lernen.
Beide Programme bringen Vorlagen mit, die mehr oder weniger gut geeignet sind. DIe Vorlagen bei Photoshop sind einfach nur Schrott. Die von Photomatix sind teilweise als Ausgangsbasis gut zu gebrauchen.
HDR-Vorgaben für Photoshop CS5
Da die Vorgaben für Photoshop so nicht zu gebrauchen sind, möchte ich hier eine Einstellungsvariante zeigen, die als Ausgangsbasis sicher besser geeignet ist.
Einstellungen HDR-Pro Photoshop CS5:
Radius auf 160
Stärke: 0,40
Gamma: 0,75
Belichtung: 1,30
Detail: 100%
Tiefen: -100%
Lichter: -100%
Dynamik: 20%
Sättigung: 20%
Zum Schluss passe ich die Gradationskurve im HDR-Dialog noch etwas an. Ich erstelle 3 Referenzwerte und ziehe eine leichte S-Kurve, so dass der Kontrast des Bildes noch etwas erhöht wird.
Diese Einstellungen habe ich als Vorlage gespeichert und kann jetzt jeweils mit einem Mausklick diese Werte ausführen.
Diese Vorgabe versteht sich natürlich nur als Ausgangspunkt, bei jedem Bild kann man sicher noch etwas mehr rausholen.

