HDR-Fotografie–Möglichkeiten, Programme, Probleme – Teil 1
Die HDR-Fotografie scheidet ja ziemlich stark die Geister in der Fotogrfieszene. Die einen begeistern sich für HDR-Fotografie, die anderen lehnen sie als zu künstlich ab. Dabei muss da gar nicht sein. Klar sind die meisten HDR-Aufnahmen sofort als solche zu erkennen, die besten HDR-Aufnahmen sind aber meiner Meinung nach die, die nicht sofort als HDR auszumachen sind.
Typische HDR-Verräter
Geisterbilder
Da wäre zuerst das Problem mit Geisterbildern zu nennen. Die treten vor allem dort auf, wo bewegte Objekte im Bild vorkommen. Hier im Beispiel sieht man eine Ausschnittsvergrößerung eines Baumwipfels. Hier sieht man, dass die HDR-Software (hier Photomatix Pro 3) nicht ganz akkurat gearbeitet hat. Auch Photoshop CS5 schafft es hier nicht zur vollen Zufriedenheit, die Geisterbilder zu entfernen.
Lichtscheine (Halos)
Vor allem an Kanten zwischen hellen und dunklen Bildbereichen weisen viele HDR-Aufnahmen diese Halos auf, ein Lichtschein, der durch die Zuammensetzung der verschieden belichteten Fotos entsteht. Dieses Problem ist aber eher ein handwerkliches. Sowohl mit Photomatix, als auch mit Photoshop CS5 kann man diese Halos in den jeweiligen Tone-Mapping-Dialogen ganz gut heraus filtern. Es lohnt sich also immer, sich etwas länger und eindringlicher mit der HDR-Software zu beschäftigen, auszuprobieren, welcher Regler zu welchem Ergebnis führt, welche Einstellung den gewünschten Effekt hervorruft.
Rauschen
Das Ruaschen ist auch im ersten Beispielbild oben gut zu sehen. Natürlich verstärkt sich das Rauschen durch die Verbindung der 3 Belichtungen, vor allem Photomatix hat hier noch ein ziemliches Problem. Photoshop CS5 hat zwar beim Erstellen des HDR-Bildes mit den gleichen Problemem zu kämpfen, hat aber eine sehr gute Rauschreduzierung mit an Board, so dass das Problem hier schon zu einem gewissen Teil behoben ist, bevor man es überhaupt zu sehen bekommt.
chromatische Aberration

Die Chromatische Aberration ist auch so ein Problem, das nicht direkt durch die HDR-Erstellung entsteht, sie wird dadurch nur oft verstärkt. Auch hier hat Photomatix etwas mehr Probleme als CS5. Die Chromatischen Aberationen sind Objektiv-Fehler, die vor allem bei qualitativ nicht so hochwertigen Objektiven entstehen. Diese magentafarbenen und grünen Kontrastkanten können aber mit diversen Bildbearbeitungsprogrammen ganz gut behoben werden. Lightroom wäre hier eine Möglichkeit, Photoshop eine weitere.
Der 2. Teil der Serie beschäftigt sich mit den Grundlagen der HDR-Fotografie, er wird hier in den nächsten Tagen erscheinen.
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Danke für den Hinweis. der Schreibfehler wurde behoben.
Beheben kann man das sicher mit ganz vielen Programmen, GIMP, Painter, … mal einfacher mal schwieriger.. Lightroom bietet halt einen einzigen Schieberegler dafür, der behebt das in einem Rutsch.
Um chromatische Aberrationen (zwei r!) nachträglich entfernen zu können, kann man auch Corel Paint Shop Pro nutzen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob auch der grüne Farbsaum damit entfernt werden kann. Das sei nur mal erwähnt, um auch mal wieder ein anderes sehr gutes Programm nicht in Vergessenheit geraten zu lassen,…
Muss hier mal ein ganz großes Lob loswerden. Sowohl die Beiträge als auch die vielen Video-Tutorials sind gerade für mich als Anfänger Gold wert. Dank der Videos komme ich mittlerweile mit Lightroom schon einigermaßen zurecht
Vielen Dank dafür und weiter so!
Wenn die Eigenwerbung zu solchen guten Beiträgen führt, habe ich ja kein Problem damit, im Gegenteil. Danke für den Link.
Schamlose Eigenwerbung, ich hab mir auch schon Gedanken zu HDR gemacht. Kurz: HDR ist durchaus sinnvoll! Der Fehler ist die Denkweise, man könne damit auch den Kontrast eines Motivs erhöhen, was in dem häufig angemäkelten, künstlichen Aussehen ändert.
Bin gespannt auf Teil 2!