Seit einiger Zeit kommt es immer häufiger vor, dass ich per eMail gefragt werde, ob ich gegen Bezahlung Werbung, in den meisten Fällen einfache Links im Blog mit unterbringen würde. Die Bezahlung dafür ist nicht unbedingt immer in Geld angegeben, es kommt auch vor, dass die Bezahlung in “Naturalien” erfolgen soll, also mal hier ein Bild in Acryl, da mal ein gratis Fotobuch.
Bei den wenigen Angeboten, denen ich zugestimmt habe, habe ich den Link in die Blogroll übernommen. Bei Anfragen nach Tests und Besprechung von bestimmten Artikeln habe ich als erstes zurück geschrieben, dass ich keine Gefälligkeit-Artikel schreiben werde. Die Artikel haben immer meine subjektive Meinung enthalten. Wenn ich ein Produkt schlecht fand, habe ich das so auch geschrieben. Das war auch bisher immer OK so.
Nun erreichte mich vor einigen Wochen eine weitere Anfrage nach einer bezahlten Werbung. Als ich nach Einzelheiten fragte war die erste Antwort recht schwammig und ungenau, es ginge um Werbung für ein Unternehmen in der Glücksspielbranche. Ach ja, und ein für meinen Blog ziemlich hohen Betrag enthielt das Angebot ebenfalls. Auf eine weitere Nachfrage, wie die Werbung aussehen sollte, ob als Link, Werbebanner oder wie auch immer bekam ich schnell eine Antwort. Es stellte sich heraus, dass die Werbung in bestimmten Unterseiten zu finden sein sollte. Dabei schienen die Leute null Ahnung von WordPress zu haben, es waren unter anderem auch Kategorien angegeben, auf denen nur Artikel erscheinen. Diese Werbung wäre dann irgendwann auf hinteren Seiten gelandet und hätte wenig Werbewirksamkeit.
Was ich viel schlimmer fand war der Umstand, dass die Beispielseite, die mir mitgeschickt wurde, die Werbung völlig unkenntlich im Text eingebunden hatte. Die Werbung sollte also nicht als Werbung gekennzeichnet sein, sondern als meine persönliche Meinung dargestellt werden.
SO NICHT!
Ich bin gern bereit, Werbebanner zu schalten, oder bestimmte Produkte zu testen und darüber zu schreiben, solche dreiste Schleichwerbung wird es auf einpraegsam.de aber definitiv nicht geben, auch wenn der Erlös sicher reizvoll gewesen wäre.


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