Zuerst möchte ich mich bei Julian für den interessanten Gastbeitrag am Montag bedanken. wie schon dort geschrieben, diese Technik steht ganz oben auf meiner nächsten Experimentier-Tour.
Heute möchte auch ich auch mal wieder ein Making of eines der letzten Bilder schreiben, da mehrere Fragen zu den letzten Fotos eingegangen sind.
Wie schon so oft geschrieben, versuchen wir, so gut es geht, regelmäßig einmal die Woche eine Foto Tour zu machen. Das dient auch ein wenig zur Entspannung von der täglichen Arbeit. Wenn den Rest der Woche selten vor 21:30 Uhr mit der Arbeit fertig ist, dann braucht man auch mal einen Abend Entspannung zum Ausgleich. In den Wintermonaten werden das dann aber in der Regel nur Nachtaufnahmen, da wir selten vor 17.30 Uhr zum fotografieren losfahren oder losgehen können.
Aber genau das ist die Zeit des Experimentierens. Es macht einfach unheimlich viel Spaß mit verschiedenen Lichtquellen, verschiedenen Belichtungszeiten und verschiedenen Objekten rumzuspielen.
Bei genau diesem rumexperimentieren ist das Foto “Licht und Schatten” entstanden.
Die Ausrüstung
- ein 3-Bein-Stativ
- ein Fernauslöser (zur Not tut es auch der Selbstauslöser)
- Einen oder zwei Helfer
- eine externe Lichtquelle (in diesem Fall ein externer Speedlite-Blitz)
Der fotografische Teil
Ich habe mir zuerst einen guten Bildausschnitt gesucht, fotografiert habe ich mit dem Canon 50mm 1.8 Festbrennweitenobjektiv. Manuelle Einstellung mit mittlerer Blende und der längsten Belichtungszeit, die möglich ist. Hier ist ein Fernauslöser von Vorteil, der bietet in der Regel die Möglichkeit, auch mehrere Minuten lang zu belichten. Mit dem Selbstauslöser ist hier bei 30 Sekunden Schluss, zumindest habe ich noch keine andere Möglichkeit gefunden.
Nach dem Auslösen habe ich den Helfern ein Zeichen gegeben, dann haben diese mit dem Blitzlicht mehrfach zuerst den Vordergrund angeblitzt, dann das Haus. Hier ist es natürlich auch möglich, das Haus mit einer Taschenlampe rundherum anzuleuchten. TIP: einfach mal eine dünne farbigen Kunststoff-Folie (etwa eine Einkaufstüte) vor die Taschenlampe halten, das schluckt zwar Licht, gibt aber einen interessanteren Farbton.
Beim ersten Versuch hatten wir nur das Haus angeblitzt, hier war dann auf dem fast ganz schwarzen Bild nur ein kleiner Leuchtpunkt, das Haus zu sehen, kein Vordergrund, es war einfach langweilig.
Also dann beim nächsten Foto auch an den Vordergrund denken.
Die Nachbearbeitung am PC
Das Bild bedurfte ziemlich wenig Nachbearbeitung. Durch die lange Belichtungszeit ist auch um das Haus herum einiges zu erkennen. Ein Problem war beim Anblitzen des Hauses und des Vordergrundes aufgetreten, auf dem Ausgangsbild waren die beiden Helfer an einigen Stellen als Geisterschatten zu erkennen. Das konnte aber mit wenigen Stempel-Schritten einfach und schnell behoben werden.
Das fertige Bild “Licht und Schatten”
Da erstrahlt nun das Helbehaus im Dunkel der Nacht. Diese Art von Fotos mag ich einfach. Sie sehen interessant aus, anders als die meisten anderen Fotos, vor allem, wenn man irgendwelche Touristen-Highlights fotografiert, die schon zig tausende male fotografiert wurden. Außerdem lernt man bei diesem Experimentieren eine Unmenge an Techniken und Kniffen, die später bei anderen Fotos weiterhelfen.
Allerdings freue ich mich nun auch langsam wieder auf die hellen Abende. Dann kann ich endlich auch mal wieder Tagesfotos machen, schöne Sonnenuntergänge fotografieren. Jede Jahreszeit hat seine Vorteile, seine Stärken.





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