Am Samstag stieg in Erfurt die diesjährige Pyronight. Zur Pyronight treten mehrere Teams von Feuerwerkern gegen einander an. Am Ende wird dann ein Sieger gewählt, der dann zur Pyronale 2010 in Berlin antreten darf. Ziemlich kurzfristig hatten wir entschieden, dass das sicher eine interessante Möglichkeit zum fotografieren bieten würde.
Feuerwerk fotografieren – der beste Platz dazu
Wo stelle ich mich am besten auf, um die besten Fotos zu bekommen? Dazu sollte man die Gegend einigermaßen kennen. Außerdem ist es sicher hilfreich zu wissen, wo genau das Feuerwerk stattfindet.
Ich würde mich zunächst nicht zu nah an den Startplatz der Raketen stellen. Ein Platz, der sich in 1-2km Entfernung befindet, ist sicher besser geeignet, als ein Platz in der ersten Reihe. So nah am Feuerwerk müsste man die Kamera viel zu viel bewegen, um die richtigen Effekte einzufangen. Außerdem ist der Platz um das Feuerwerk in der Regel ziemlich mit Menschen gefüllt, so dass es hier nur Probleme geben würde.
Der Top-Platz wäre ein etwas höher gelegener Ort mit direktem, freiem Blick in die Richtung des Feuerwerkes. Der Platz ist nun gefunden, wie geht es weiter?
Welche Ausrüstung benötige ich für gute Feuerwerks-Fotos?
Das wichtigste Utensil ist auf jeden Fall das Stativ. Ohne Stativ wird man hier sicher kaum annehmbare Fotos machen können.
Als Objektiv ist sicher ein Zoom-Objektiv das Objektiv der Wahl. Das erlaubt mir auch, ab und zu mal etwas weiter ran zu zoomen, wenn gerade eine Salve von niedrigen Effekten abgebrannt werden.
Ein Fernauslöser wäre sicher hilfreich, zur Not tut es aber auch der Selbstauslöser, den ich dazu in der Regel auf 2 Sekunden einstelle.
Welche Einstellungen in der Kamera sind ratsam?
Zuerst muss das Feuerwerk einmal beginnen, dann kann man an die Einstellungen gehen. Ich fotografiere Feuerwerk immer im manuellen Modus. Auch den Autofokus stelle ich aus, da bei diesen Lichtverhältnissen der Autofokus in der Regel eh nicht funktioniert.
Hochformat ist sicher beim Feuerwerk das bessere Format, da man hier den wenigsten Platz verschenkt. Natürlich ist das kein NonplusUltra, auch das ein oder andere Querformat-Foto ist sicher nicht zu verachten.
Sobald das Feuerwerk begonnen hat, fokussiere ich mit Hilfe meines Displays im Life-View-Modus auf das Feuerwerk. Die Canon 40D hat dazu eine klasse Option, man kann im Life-View-Modus durch drücken eines Knopfes in das dargestellte Bild “reinzoomen” (hierbei wird nur das Bild größer im Display dargestellt, es wird am Foto nichts ändern.). Durch dieses “reinzommen” kann man viel besser Scharf stellen, da das Display mit seinen 3” sonst zu klein wäre, um das genau beurteilen zu können.
Ich beginne dann erst einmal mit einer mittleren Blende (meist F8) und versuche es mit einer Verschlusszeit von 5 Sekunden. Nach dem Auslösen überprüfe ich das Foto. Ist es zu hell, dann wähle ich eine kleinere Blende, ich gehe dabei auch schon mal in Richtung Blende 18 bis 22. Als Verschlusszeiten haben sich aus meiner Erfahrung heraus Zeiten zwischen 1 und 8 Sekunden als die besten Verschlusszeiten herausgestellt.
Bei längeren Verschlusszeiten kann es passieren, dass zu viele Effekte auf dem Foto zu finden sind, das wird dann meist zu viel auf dem Foto. Ist die Zeit zu kurz, bekommt man nicht den ganzen Effekt auf das Foto.
Hier in diesem Beispiel hätte man bei kürzerer Zeit entweder den Schweif nicht mit auf dem Bild, oder eben nur den Schweif, dann aber ohne den Stern.
Einige Beispiele vom Samstag
Welche Tipps oder Erfahrungen hast Du zum fotografieren von Feuerwerk?
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